Koordinierte Versorgung von Brustkrebspatientinnen
Brandenburg: Kassenärztliche Vereinigung, Landeskrankenhausgesellschaft und Krankenkassen schlossen dreiseitigen Strukturvertrag ab
Jährlich erkranken in Deutschland etwa 46 000 Frauen an Brustkrebs, der häufigsten Krebserkrankung bei Frauen. Für die betroffenen Frauen und ihre Familien ist dies eine besondere Belastung.
Vor diesem Hintergrund bezeichnete der Vorsitzende der KV Brandenburg, Dr. med. Hans-Joachim Helming, den jüngst abgeschlossenen dreiseitigen Vertrag zur Verbesserung der Versorgungssituation bei Brustkrebspatientinnen als "ausgesprochen sinnvoll und wichtig". Dies sei ein enormer Fortschritt bei der Behandlung und Nachsorge für die betroffenen Patientinnen.
Dr. Helming, niedergelassener Gynäkologe in Belzig, hob vor allem die gleich hohen Qualitäts-Voraussetzungen in Klinik und Praxis hervor. An dem strukturierten Behandlungsprogramm können sich nur niedergelassene Gynäkologen und Krankenhäuser mit adäquat qualifiziertem Personal beteiligen. Derzeit werden die qualitativen Voraussetzungen überprüft. Bislang haben 43 Arztpraxen im Land Brandenburg und drei Krankenhäuser diese erfüllt. Weitere Anträge liegen vor.
"Die KV Brandenburg hat sich sehr stark engagiert und auf einen raschen Vertragsabschluss gedrängt", stellte Helming fest. Die knapp 260 niedergelassenen Gynäkologen in Brandenburg seien aufgefordert, sich an dem DMP zu beteiligen und ihre Patientinnen auf die Teilnahmemöglichkeit hinzuweisen.
Von Brustkrebs betroffene Frauen sollten sich informieren, welche niedergelassenen Ärzte und Krankenhäuser die Voraussetzungen für dieses strukturierte Behandlungsprogramm erfüllen. Diese Informationen erhalten sie über das Service-Telefon der KV Brandenburg (0331/23 09-225, täglich von 9 bis 12 Uhr) oder bei der jeweiligen Krankenkasse.
"Es geht uns um eine strukturierte, interdisziplinäre, berufs- und sektorenübergreifende Behandlung", sagte Helming. Den an Brustkrebs erkrankten Frauen werde durch individuelle Beratung und Information die Möglichkeit gegeben, sich stärker aktiv am Behandlungsprozess zu beteiligen.
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