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Schnelle, unbürokratische Hilfe für besonders betroffene Ärzte!

Potsdam. "Die KV Brandenburg nimmt das Angebot der Investitionsbank für das Land Brandenburg über ein Darlehen von insgesamt 2 Millionen Euro an. Wir werden diese Finanzmittel schnell und unbürokratisch an jene rund 150 Vertragsärzte verteilen, die besonders von Honorareinbußen betroffen sind", stellte der Vorsitzende der KV Brandenburg, Dr. med. Hans-Joachim Helming, nach der heutigen Vorstandssitzung fest. Und dies solle noch in diesem Jahr geschehen.

So lobenswert dieses Angebot auch sei, es heile jedoch nicht das Grundproblem, die chronische Unterfinanzierung der ambulanten Medizin in Brandenburg. "Dieses Geld hilft den Kolleginnen und Kollegen, ihre Praxen aktuell liquide zu halten. Wenn sich jedoch nicht grundsätzlich an der Finanzierung etwas ändert, dass nämlich pro Quartal rund 10 Millionen Euro mehr ins System kommen, haben wir in wenigen Monaten die gleiche Situation", so der KV-Vorsitzende. Denn schließlich müsse dieses Darlehen für die betroffenen Ärzte mit künftigen Honorarabrechnungen verrechnet werden.

Dr. Helming: "Wir benötigen langfristig eine solide Finanzierung des Systems. Wir Ärzte müssen wieder Vertrauen erhalten, dass die von uns erbrachten Leistungen für die Patienten auch tatsächlich honoriert werden!" Dieses Vertrauen sei in den vergangenen Jahren massiv verloren gegangen.

Der KV-Vorsitzende rief noch einmal die brandenburgischen Vertragsärzte und Psychotherapeuten auf, an der morgen in Potsdam stattfindenden Protestkundgebung um 9 Uhr vor dem Potsdamer Landtag teilzunehmen. "Unterstützen wir auch mit dieser Aktion die brandenburgischen Abgeordneten, insbesondere die brandenburgische Gesundheitsministerin Ziegler, die mit ihrer Bundesratsinitiative für eine bessere Finanzierung der ambulanten Versorgung eintreten", sagte Dr. Helming.

PM 35-2005 vom 14.12.2005

 Ansprechpartner 

Ralf Herre
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