"Patient in Not - diese Reform schadet allen!"
Ärzte, Zahnärzte, Apotheker schließen flächendeckend am 4. Dezember ihre Praxen / Ärzte hängen Kittel an den Nagel / Brandenburgs Krankenkassen schließen sich den Protesten an
Potsdam. Am 4. Dezember müssen sich die Patienten darauf einstellen, dass im gesamten Land Brandenburg Arzt- und Zahnarztpraxen sowie Apotheken geschlossen sind und im Krankenhaus die Erreichbarkeit nur eingeschränkt möglich ist. Allein die Akutversorgung in dringenden Fällen wird durch regional organisierte Bereitschaftsdienste aufrecht erhalten.
Hintergrund für diese Aktionen ist die von der Regierungskoalition geplante Gesundheitsreform, die zu einer Verschlechterung der medizinischen Versorgung der Bevölkerung führt. Längere Wartezeiten, weitere Wege, Rationierung von Gesundheitsleistungen sowie eine Zerschlagung bewährter medizinischer Strukturen sind die Folge.
Gegen diese Entwicklung gehen am 4. Dezember Ärzte, Arzthelferinnen, Apotheker und Zahnärzte sowie die Mitarbeiter brandenburgischer Krankenkassen auf die Straße. Es geht um den Erhalt der hohen Qualität der medizinischen Versorgung, darum, dass Gesundheitsleistungen nach wie vor allen Bedürftigen zur Verfügung stehen.
In den drei brandenburgischen Städten Potsdam, Cottbus und Frankfurt beginnen jeweils um 11.55 Uhr - also fünf vor Zwölf - Protestkundgebungen, bei denen Ärzte symbolisch ihre Kittel "an den Nagel hängen" werden:
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Potsdam, Platz der Einheit
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Cottbus, vor der Stadthalle
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Frankfurt, am Oderturm
Ärzte, Zahnärzte und Apotheker sowie das Praxis- und Klinikpersonal bitten für diese Demonstrationen um Verständnis. "Wir protestieren gegen die geplanten Einschränkungen und für den Erhalt der medizinischen Versorgung der Patienten. Wir müssen und wir werden uns gegen diese Pläne massiv wehren und wir hoffen, dass viele Patienten dies mit uns gemeinsam tun", sagte der Vorsitzende der KV Brandenburg, Dr. med. Hans-Joachim Helming.
Dieser Aktionstag findet bundesweit mit unterschiedlichen Aktionen statt. Aufgerufen haben die Bundesärztekammer, die Kassenärztliche Bundesvereinigung, die Deutsche Krankenhausgesellschaft sowie die Dachorganisationen der Zahnärzte, Apotheker und der Bundesverband der medizinischen Fachberufe sowie weitere Organisationen.
PM 28a-2006 vom 30.11.2006
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