Die späte Einsicht des Professor Wasem
Wasem beklagt Benachteiligung von Praxen mit vergleichsweise wenigen Patienten, aber intensiver Betreuung. Dr. Helming: Volumenmodell wäre Lösung.
Potsdam, 25. Februar 2009 "Die späte Einsicht des Herrn Professor Wasem, dass die Entscheidung im Erweiterten Bewertungsausschuss, bei den Regelleistungsvolumen gegen das von der Ärzteseite vorgeschlagene Volumenmodell und für eine fallzahlorientierte Struktur zu votieren, sachlich falsch war, ist nur zu begrüßen", stellte der Vorsitzende der KV Brandenburg, Dr. med. Hans-Joachim Helming, fest.
Er bezog sich dabei auf das Interview von Professor Wasem in der "Ärztlichen Praxis" vom 24. Februar. Darin hatte dieser beklagt, dass "Praxen, die vergleichsweise wenige Patienten haben, diese aber sehr intensiv betreuen", benachteiligt würden. Dr. Helming: "Und genau aus diesem Grund hatten wir das Volumenmodell, das wir im Übrigen in Brandenburg seit Jahren sehr erfolgreich umsetzen, vorgeschlagen."
Besser jedoch eine späte Erkenntnis als keine, so der KV-Chef. Dass sich jetzt jedoch Professor Wasem hinstelle und "insbesondere die KBV auffordert, sinnvolle Vorschläge vorzulegen", sei schon irritierend.
Dr. Helming: "Diese sinnvollen Vorschläge lagen auf dem Tisch und wurden mit der numerischen Mehrheit von Kassenvertretern und der Stimme des Vorsitzenden Wasem Ende des vergangenen Jahres abgelehnt."
Aber gute Vorschläge hätten durchaus eine zweite Chance verdient.
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