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Ein bewegtes Jahr mit vielen Fragen

Leitartikel von Dr. med. Hans Joachim Helming, Vorsitzender des Vorstandes der KV Brandenburg

Das gerade begonnene Jahr 2010 verspricht bereits jetzt viel Spannung!

Spannung, weil wir einerseits das Jubiläum des 20jährigen Bestehens unserer KV feiern können und andererseits eine dynamische Entwicklung in die Zukunft erleben, ja auch selbst gestalten werden.

Mit Stolz können wir auf das schauen, was wir gemeinsam in den letzten 20 Jahren aufgebaut haben. Unsere KV ist nicht irgendeine, sondern eine, die immer wieder den Takt angegeben hat, immer wieder innovative Zeichen gesetzt hat, die solide finanziert und fachlich hochkompetent ist. Erinnern Sie sich noch an die ersten Jahre des Aufbaus unserer Selbstverwaltung? Sollten Sie! Denn dann wird Ihnen deutlich, dass der Stolz nicht unbegründet ist.

Wir haben aber auch allen Grund, erwartungsvoll auf die Entwicklungen zu schauen, die sich in diesem Jahr vollziehen werden nicht nur das, wir müssen sogar aktiv daran mitwirken! Im Ergebnis der Bundestagswahlen wird sich mittelfristig die Gesundheitslandschaft deutlich verändern. Allein dies sollte man nicht passiv erwarten; es empfiehlt sich schon jetzt in der Entwicklungsphase der neuen Politik die aktive Mitgestaltung.

Genauso aktiv wird man sich in die demokratischen Gestaltungsmöglichkeiten der ärztlichen Selbstverwaltung, den Wahlen zur Vertreterversammlung, einbringen müssen. Nachdem alte BMG Ideologen uns Ärzten schon fast alle Selbstgestaltungsmöglichkeiten genommen und zum direkten Sprung in die Staatsmedizin angesetzt hatten, ist es jetzt an uns, wieder aktiv zu werden. Unsere Selbstverwaltung gilt es, stark zu machen, um so die Verwerfungen, ja auch Zerstörungen der letzten Jahre professionell zu beseitigen. Wir müssen unsere Selbstverwaltung wieder zu einer einflussreichen, erfolgreichen Struktur machen.

Und ich betone das WIR! Jeder ist aufgerufen, sich aktiv an diesem Prozess zu beteiligen und dafür zu sorgen, dass nicht Minderheiten, die zwar vorgeben, die Interessen der Ärzte zu vertreten, jedoch das ganze Gegenteil davon tun, eine Chance erhalten, ihr Unwesen in unseren Interessenvertretungsstrukturen zu treiben!

Wer heute die Trennung der Ärzteschaft fordert und damit noch immer auf dem Schoß der Ziehmutter aus Zeiten der Deutschen Kommunistischen Partei - Ulla Schmidt - sitzt, der beweist, dass er die Zeichen der Zeit nicht erkennt! Solche Rattenfänger sollte man in Hameln lassen! Wir sind weder Ratten noch Lemminge. Aber dies müssen wir in diesem Jahr durch aktive Teilnahme an den Wahlen zur Vertreterversammlung auch beweisen!

Viele von uns haben bereits verstanden, dass der Veränderungsprozess, der schon seit einiger Zeit das KV System in Bewegung hält, auch im eigenen Umfeld der Praxis nicht spurlos bleibt. Bemühungen, zwischenärztliche Kooperationen, Netze und Verbünde zu organisieren, um gemeinsam bestimmte Verbesserungen der ärztlichen Tätigkeit zu initiieren, neue wettbewerbliche Vertragsformen auch außerhalb des Kollektivvertrages zu etablieren das alles erfordert ebenfalls Aufmerksamkeit, Mitgestaltung und Mitwirkung. Wer diese Entwicklung verschläft, wird mit Sicherheit unsanft geweckt; und dies nicht erst in ferner Zukunft!

Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir haben es in der Hand, unser Umfeld, die Rahmenbedingungen, die unsere tägliche Arbeit bestimmen, zugestalten. Wir müssen es wollen und auch tun. Diese Erkenntnis hat viele von uns in den letzten 20 Jahren dazu bewogen, sich aktiv in die ärztliche Selbstverwaltung in die Prozesse unserer KV einzubringen. Das hat uns so stark und innovativ gemacht. Und das sollte uns motivieren, das spannende Jahr 2010 zum Ausgang für weitere erfolgreiche 20 Jahre zu machen!

22.01.10

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Foto: Dr. Helming
Vorsitzender des Vorstandes
Dr. med. Hans-Joachim Helming