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Geduld und Kompromissfähigkeit

Aktuell im Gespräch mit Hartmut Uhl, Psychologischer Psychotherapeut und ehrenamtlicher Richter am Sozialgericht Potsdam

Herr Uhl, Sie sind einer von insgesamt 17 brandenburgischen Ärzten und Psychotherapeuten, die sich ehrenamtlich zumindest ein stückweit der Juristerei verschrieben haben. Warum?

Ich bin froh, in einem Rechtsstaat zu leben und möchte das geltende Sozialrecht besser kennen lernen und an dessen Umsetzung mitwirken.

Welche Eigenschaften muss man für solch eine Tätigkeit mitbringen? Geduld, Abstraktionsvermögen, Kompromissfähigkeit. In welchen Verfahren kommen Sie zum Einsatz?

In Verfahren, die das Kassenarztrecht betreffen: Honorare, Zulassungen, Regresse.

Wie oft ist dies der Fall?

Etwa vier Mal jährlich, aber das ist von Jahr zu Jahr verschieden.

Gefragt ist ja wohl vor allem Ihr Sachverstand als zugelassener Psychotherapeut. Wie ist das, wenn man dann im Sozialgericht den eigenen Kollegen gegenüber sitzt?

Das ist mir bisher noch nicht passiert. Gefragt ist oft der Sachverstand als Mitglied einer KV.

Wie und auf welchen Gebieten muss sich ein ehrenamtlicher Richter weiterbilden?

In den relevanten Fragen des Kassenarztrechts. Dazu gehören das Studium der Zeitschriften, die von den Körperschaften herausgegeben werden und auch die Teilnahme an der einmal jährlich stattfindenden Fortbildung der ehrenamtlichen Richterinnen und Richter, die in meinem Falle von den norddeutschen KVen organisiert wird und ein Wochenende in Anspruch nimmt.

Sind Sie als Psychotherapeut besonders gut geeignet für dieses Ehrenamt?

Das vielleicht nicht. Aber Psychotherapeuten haben Übung darin, sich auch in spezielle Konflikte schnell hineinzudenken.

Vielen Dank für dieses kurze Gespräch
Gefragt und notiert von Ralf Herre

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Hartmut Uhl, Psychologischer Psychotherapeut und ehrenamtlicher Richter am Sozialgericht Potsdam
Hartmut Uhl,
Psychologischer Psychotherapeut und ehrenamtlicher Richter am Landessozialgericht Berlin-Brandenburg