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Finanzielle Anreize für neue Ärzte in Brandenburg

Fördermöglichkeit verlängert

Potsdam, 30. April 2010. Die Arbeitsgemeinschaft der Verbände der Krankenkassen im Land Brandenburg (AG) und die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB) werden die finanzielle Förderung von Arztpraxen auch im Jahr 2010 gemeinsam fortsetzen. Die Wei-terführung der seit 2006 bestehenden regionalen Fördermöglichkeit wurde heute vertraglich vereinbart.

Danach können Vertragsärzte einen Investitionskostenzuschuss bei der KVBB beantragen, wenn sie sich in unterversorgten Regionen niederlassen. Die Krankenkassen und die KVBB tragen die Kosten je zur Hälfte. So kann die Praxisübernahme mit 50.000 Euro, die Praxis-neugründung mit 40.000 Euro und die Praxisübernahme in Form einer Zweigpraxis mit 15.000 Euro gefördert werden. Welche Regionen in Brandenburg förderwürdig sind, ist über die Website der KVBB unter www.kvbb.de zu erfahren.

Die Vertragspartner wenden hier ein bewährtes Verfahren weiterhin an, um auch in 2010 gezielt Anreize für junge Ärzte zu setzen, sich in ländlichen Regionen anzusiedeln. Denn der Versorgungsbedarf der Menschen im Land wird nicht abnehmen, sondern durch die demo-grafische Entwicklung eher zunehmen, so die einhellige Auffassung beider Seiten.

Doch diese Maßnahme allein wird nicht ausreichen, sind sich AG der Krankenkassen und KVBB einig. Hier bedarf es weitergehender maßgeschneiderter Versorgungskonzepte, die beispielsweise die Infrastruktur in den jeweiligen Regionen mit erhöhtem Versorgungsbedarf berücksichtigen. Daher werden neben vernünftigen politischen Rahmenbedingungen auch partnerschaftliche Lösungsansätze gebraucht, die die Frage nach Fördermitteln des Landes für den ambulanten Bereich ebenso einbeziehen, wie das finanzielle Engagement der Kom-munen.

Zum Hintergrund:
Im Rahmen der jüngsten Vergütungsreform für ärztliche Leistungen (GKV-WSG 2009) hat der Ge-setzgeber das Instrument für die finanzielle Förderung der Niederlassung in unterversorgten Gebieten geändert. Seit 01.01.2010 sind grundsätzlich keine Sicherstellungszuschläge mehr durch Kranken-kassen zu finanzieren. Stattdessen soll die finanzielle Förderung von Ärzten in unterversorgten Regio-nen durch erhöhte Punktwerte erfolgen. Da dieses neue Instrument allerdings erst in die Zukunft wirkt, haben sich KVBB und AG im Land Brandenburg auf die Verlängerung der bisherigen Fördermöglich-keiten für ein Jahr verständigt.


Gemeinsame Presseinformation
Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg – KVBB
und
Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände in Brandenburg

AOK Berlin-Brandenburg – Die Gesundheitskasse
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek), Landesvertretung Brandenburg
BKK-Landesverband Mitte, Landesvertretung Berlin-Brandenburg
IKK Brandenburg und Berlin
Knappschaft, Regionaldirektion Cottbus
LKK Mittel- und Ostdeutschland

30.04.10

 Ansprechpartner 

Ralf Herre
Tel.: 0331 2868-196
Fax: 0331 2868- 197
E-Mail: Ralf Herre


 Weitere Informationen 

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