Impfen

Einen wirksamen Schutz gegen zahlreiche gefährliche Infektionskrankheiten bieten Impfungen.

Ein Impfstoff enthält den jeweiligen Krankheitserreger in abgeschwächter oder abgetöteter Form. Der Körper reagiert darauf mit der Bildung von Abwehrstoffen und baut so einen eigenen Schutzschild gegen die Auslöser der jeweiligen Infektionskrankheit auf, ohne jedoch selbst daran zu erkranken.

Begleiterscheinungen wie kurzfristige Rötungen oder Schwellungen um die Einstichstellen sowie leichtes Fieber sind nicht bedrohlich, sondern zeigen Ihnen, dass Ihr Körper Abwehrkräfte bildet.

Die meisten Impfungen werden im Baby-, Kindes und Jugendalter durchgeführt. Das ist die sogenannte Grundimmunisierung. Für bestimmte Krankheiten sind danach regelmäßige Auffrischimpfungen notwendig, um den Schutz ein Leben lang zu erhalten.


Kinderkrankheiten werden oft unterschätzt
Masern, Mumps und Windpocken gehören zu den sogenannten Kinderkrankheiten, sind aber bei weitem kein Kinderspiel.

Heute erkranken nicht nur Kinder an diesen Infektionen, sondern zunehmend auch Jugendliche und Erwachsene, weil Grundimmunisierung oder Auffrischimpfungen fehlen. Die Krankheiten verlaufen dann oft schwerer als im Kindesalter.

Doch auch für die Kleinen sind diese Erkrankungen nicht so harmlos, wie gemeinhin vermutet.

Oder wussten Sie, dass Masern eine Gehirnhautentzündung mit sich bringen können und dass über 20 Prozent der Kinder, bei denen diese auftritt, daran sterben?



Empfohlene Impfungen

Da es in Deutschland keine Impfpflicht gibt, erstellt die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert- Koch-Institut in Berlin in regelmäßigen Abständen eine Auflistung verschiedener Impfungen, die sie zur Anwendung empfiehlt (www.rki.de).

Seit dem 1. April 2007 müssen die gesetzlichen Krankenkassen alle Impfungen entsprechend der Schutzimpfungsrichtlinie bezahlen.

Für Babys, Kinder und Jugendliche sind Impfungen gegen folgende Krankheiten vorgesehen:

Diphtherie, Wundstarrkrampf (Tetanus), Keuchhusten (Pertussis), Kinderlähmung (Polio), Haemophilus influenza Typ b (Hib), Hepatitis B, Masern, Mumps, Röteln und Windpocken. Babys sollten zudem gegen Meningokokken und Pneumokokken geimpft werden, Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren gegen die Humanen Papillomaviren (HPV).

Für Diphtherie und Tetanus ist ein Nachimpfen im Erwachsenenalter notwendig. Diese Impfungen sollten aller 10 Jahre aufgefrischt werden. Wo die Möglichkeit besteht, sollten Kombi-Impfungen zur Anwendung kommen.

Für ältere Erwachsene und bestimmte Risikogruppen wird außerdem die Impfung gegen Influenza und Pneumokokken empfohlen.


Impfausweis
Damit Sie Ihren Impfstatus im Blick behalten, gibt es den Impfausweis.

In ihm vermerkt der Arzt jede Impfung, die Sie bekommen haben, mit Datum sowie Art und Dosis des Impfstoffes.

Bewahren Sie Ihren Impfausweis sorgfältig auf, so dass Ihr Impfstatus jederzeit problemlos überprüft werden kann.

Legen Sie Ihren Impfausweis in regelmäßigen Abständen Ihrem Arzt vor und lassen Sie Ihren Impfstatus überprüfen – am besten gleich beim nächsten Termin.


Wenden Sie sich an Ihren Arzt und sein Team.

Klären Sie Ihren aktuellen Impfstatus ab.

Lassen Sie sich beraten, welche Impfungen wann eine Auffrischung erfahren sollten.