EBM-Änderungen zum 1. April 2013

Hier: Abschnitt 34.5 - nicht vaskuläre interventionelle Maßnahmen

 

Die Richtlinie über die ambulante Behandlung im Krankenhaus nach § 116b SGB V für die CT-/MRT-gestützte interventionelle schmerztherapeutische Behandlung wurde 2011 durch den gemeinsamen Bundesausschuss geändert. In seiner 290. Sitzung hat der Bewertungsausschuss nun den EBM sowohl inhaltlich als auch im Hinblick auf Qualifikationsvoraussetzungen an die geänderte Richtlinie angeglichen. Die neuen Regelungen des Abschnitts 34.5 EBM gelten ab dem 01.04.2013.

 

Änderung der Leistungslegende nach der Gebührenordnungsposition (GOP) 34503 EBM

Die GOP 34503 EBM – Bildwandlergestützte Intervention(en) an der Wirbelsäule – ist nun nicht mehr einmal je Sitzung, sondern einmal am Behandlungstag berechnungsfähig.

 

Aufnahme neuer GOP in den Abschnitt 34.5 EBM

Die GOP 34504 EBM – CT-gesteuerte schmerztherapeutische Intervention(en) bei akutem und/oder chronischem Schmerz nach vorausgegangener interdisziplinärer Diagnostik – ist nach neu gefassten Abrechnungsbestimmungen im Abschnitt 34.5 EBM nur dann berechnungsfähig, wenn die Behandlung von Vertragsärzten, welche die Voraussetzungen gemäß Qualitätssicherungsvereinbarung zur schmerztherapeutischen Versorgung chronisch schmerzkranker Patienten nach § 135 Abs. 2 SGB V erfüllen oder von Fachärzten mit der Zusatzweiterbildung „Spezielle Schmerztherapie“ erbracht wird oder auf deren Überweisung durchgeführt wird. Außerdem muss eine gesicherte ICD-10-GM-Diagnose vorliegen und die Behandlung in ein multimodales Schmerztherapiekonzept eingebunden sein.

 

Die GOP 34505 EBM bildet die CT-gesteuerte Intervention bei anderen Indikationen als der Schmerztherapie, z. B. Punktionen oder Biopsie, ab. Es ist unter anderem erforderlich, dass entweder mindestens eine Erkrankung nach den ICD-10-Diagnosen C00-D48 oder D50-D90 oder bei anderen Erkrankungen eine ausführliche Begründung der medizinischen Notwendigkeit vorliegt. Jene ist bei der Abrechnung anzugeben.

 

Die GOP 34502 EBM wurde gestrichen, da deren Regelungen inhaltlich in den neuen GOP aufgegangen sind. In diesem Zusammenhang wurde außerdem der OPS-Kode 5.830.2 für die offen-chirurgische Facettenderivation aus dem Anhang 2 des EBM entfernt.

 

Die Veröffentlichung der vollständigen Beschlusstexte entnehmen Sie bitte einem der nächsten Hefte des deutschen Ärzteblattes oder der Internetseite der KBV, http://www.kbv.de/8157.html.

14.01.2013