Labor-Ringversuche

Die neue Richtlinie der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung laboratoriumsmedizinischer Untersuchungen (Rili-BÄK) trat am 01. April 2008 in Kraft.

Die Richtlinie besteht aus einem allgemeinen Teil A und einem speziellen Teil B.

Teil A enthält grundlegende Anforderungen an die Qualitätssicherung laboratoriumsmedizinischer Untersuchungen, die sich an der Norm ENO ISO 15189 orientieren und ist für jeden, der laboratoriumsmedizinische Untersuchungen durchführt, verbindlich.
Gefordert wird z. B.:

  •     die Dokumentation der Verfahren zur Präanalytik und Postanalytik,
  •     die Dokumentation der Untersuchungsverfahren
  •     die Einführung eines Qualitätsmanagementsystems
  •     die Dokumentation der Schulung und Weiterbildung der Mitarbeiter


Teil B legt die Mindestanforderungen an die Sicherung der Qualität der Messergebnisse quantitativer laboratoriumsmedizinischer Untersuchungen fest. Diese Mindestanforderungen umfassen die interne und externe Qualitätssicherung.
Hiernach unterliegen die von medizinischen Laboratorien durchgeführten quantitativen laboratoriumsmedizinischen Untersuchungen der internen Qualitätssicherung. Wird eine Messgröße an mehreren Geräten analysiert, so ist die interne Qualitätssicherung an jedem dieser Geräte durchzuführen. Zusätzlich unterliegen alle in Teil B 1 a bis c genannten Messgrößen der externen Qualitätssicherung (Ringversuche).

Ärzte, die ringversuchspflichtige Laborleistungen mit der Kassenärztlichen Vereinigung abrechnen, sind gemäß § 25 Bundesmantelverträge Ärzte seit 01. April 2011 verpflichtet, jedes Quartal an einer externen Qualitätssicherung teilzunehmen. Die Ringversuchszertifikate, welche eine erfolgreiche Teilnahme bescheinigen, sind elektronisch an die Kassenärztliche Vereinigung zu übermitteln. Die elektronische Übermittlung der Ringversuchszertifikate erfolgt über die Praxissoftware.

Ausgenommen von der Ringversuchspflicht ist die Verwendung sogenannter Unit-use-Reagenzien im Rahmen der patientennahen Sofortdiagnostik.