Augen auf bei Vertreterwahl im Bereitschaftsdienst

KVBB-Bereitschaftsdienstmanagement unterstützt

Vertretungen im ärztlichen Bereitschaftsdienst sind gängige Praxis. Allerdings gilt es, den Vertreter sorgfältig auszuwählen: denn der Vertragsarzt, der sich vertreten lässt, bleibt in der Verantwortung. Deshalb drohen auch ihm Konsequenzen, kommt der Vertreter seiner Dienstpflicht nicht ordnungsgemäß nach.

 

Ihr Wunsch-Vertreter ist weder KVBB-Mitglied noch hat er die Teilnahmegenehmigung für den Bereitschaftsdienst?

Das ist möglich. Grundsätzlich kann Sie im Bereitschaftsdienst jeder Kollege vertreten, der eine Approbationsurkunde oder eine deutsche Erlaubnis zur vorübergehenden Ausübung des ärztlichen Berufes besitzt. Zudem müssen Sie sich von der fachlichen Eignung des Kollegen vergewissern. So will es die gemeinsame Bereitschaftsdienstordnung von KVBB und Landesärztekammer.

 

Bevor Ihr Vertreter den Dienst antritt, müssen Sie das KVBB-Bereitschaftsdienstmanagement darüber schriftlich informieren. Teilen Sie bitte Name, Anschrift, Telefonnummer und – sofern vorhanden – die Facharztbezeichnung Ihres Vertreters mit.

 

Vergessen Sie bitte auch nicht, den Kollegen auf seine Pflichten im Bereitschaftsdienst hinzuweisen: telefonische Erreichbarkeit oder Hausbesuche, wenn sie medizinisch notwendig sind. Zudem hat die Dienstdurchführung von einem Ort innerhalb des Bereitschaftsdienstbezirks zu erfolgen.

 

Sieht sich ein Patient durch die Behandlung des Vertreters geschädigt, kann er auch den Vertragsarzt dafür zur Verantwortung ziehen. Die KVBB wird Fehlleistungen des Vertreters zum Anlass nehmen müssen, gegen den ihn einsetzenden Vertragsarzt disziplinarisch vorzugehen. Denn er ist für die vertragsrechtkonforme Dienstausführung seines Vertreters verantwortlich. Schließlich kann die Landesärztekammer Brandenburg einen Verstoß gegen das ärztliche Berufsrecht prüfen.

 

Lassen Sie daher bei der Wahl Ihrer Vertretung im Bereitschaftsdienst bitte besondere Sorgfalt walten: Sie bleiben in der Verantwortung, und bei Ihnen liegt das Haftungsrisiko, sollte Ihr Vertreter die Dienstpflichten verletzen.

 

Mit Teilnahmegenehmigung auf Nummer sicher

Auf der sicheren Seite sind Sie hingegen, wenn Sie einen Vertreter beauftragen, der von der KVBB eine Genehmigung zur Teilnahme am ärztlichen Bereitschaftsdienst besitzt. Auskunft darüber erhalten Sie bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bereitschaftsdienstmanagements der KVBB.

 

Der Vorteil, wenn einer dieser Ärzte Ihre Vertretung übernimmt: Die KVBB hat deren Eignung und Qualifikation bereits geprüft. Diese unterliegen den KVBB-Regularien hinsichtlich Dienstdurchführung, Abrechnung und Verordnung.

 

 

 

20.07.2017