Hinweis zur Dienstpflicht im ärztlichen Bereitschaftsdienst

Durch die KBV, als Betreiber der einheitlichen Bereitschaftsdienstrufnummer116117, wurden wir darauf hingewiesen, dass es einige wenige Probleme bei der Erreichbarkeit der diensthabenden Ärzte im allgemeinen ärztlichen Bereitschaftsdienst gibt.

 

Eine Auswertung der in der KVBB vorliegenden Beschwerden über dieNichterreichbarkeit im Bereitschaftsdienst ergab, dass es sich hierbei um Einzelfälle handelt. Im gesamten Jahr2013 wurden 42.750 Bereitschaftsdienste geleistet, der Anteil der Beschwerden über Nichterreichbarkeit lag bei nur 0,05 Prozent.

 

Die überwältigende Mehrheit der Bereitschaftsdienste wird also ordnungsgemäß ausgeführt.


Ungeachtet dessen, möchten wir noch einmal alle am Bereitschaftsdienstteilnehmenden Ärzte auf die entsprechenden Regularien gemäß Gemeinsamer Bereitschaftsdienstordnung der KVBB und der LÄK Brandenburg hinweisen:

  • § 5 Abs. 1 Satz 3
    Der Bereitschaftsdienst endet mit der Information über die Fortführung des Dienstes (Dienstübergabe) durch dennächstfolgenden zum Bereitschaftsdienst verpflichteten Arzt bzw. dem Ende der sprechstundenfreien Zeit nach § 10 Abs. 2.


  • § 4 Abs. 4 Satz 1
    In begründeten Ausnahmefällen kann der Arzt auch verpflichtet werden, in einem Bereitschaftsdienstbezirk amallgemeinen Bereitschaftsdienst teilzunehmen, der an die Bereitschaftsdienstbezirke angrenzt, in denen sich der Arztsitz bzw. der Wohnort des Arztes befindet.

 

Dementsprechend kann es in den wenigen oben beschriebenen Fällen vorkommen, dass bei Nichtantritt des Dienstes der vorher dienstpflichtige Arzt bzw. der diensthabende Arzt des Nachbar-Dienstbezirkes durch das Callcenter der 116117 kontaktiert wird.

24.10.2014