Vertretung im Bereitschaftsdienst

In den letzten Monaten erreichten die KVBB häufiger Patientenbeschwerden über selbständige Vertreterärzte im allgemeinen ärztlichen Bereitschaftsdienst, die keine Mitglieder der KV Brandenburg sind. Allerdings bleiben unsere Anfragen, die wir an diese Ärzte zur Sachverhaltsaufklärung richten, häufig unbeantwortet, so dass wir letztlich nur anhand der Beschwerde entscheiden können. Bitte beachten Sie aber, dass der Vertretene auch für seinen Vertreter verantwortlich bleibt! Insofern können sich disziplinar- und berufsrechtliche Maßnahmen auch gegen denjenigen wenden, der sich im Bereitschaftsdienst durch ein Nichtmitglied vertreten lässt. Hierzu führt die Gemeinsame Bereitschaftsdienstordnung wie folgt aus:

 

§ 6, Pkt 1.
„Der zum allgemeinen ärztlichen Bereitschaftsdienst eingeteilte Arzt kann sich von einem anderen Arzt vertreten lassen, wenn dieser sich durch den Besitz einer Approbationsurkunde oder einer deutschen Erlaubnis zur vorübergehenden Ausübung des ärztlichen Berufes ausweisen kann. Der Arzt hat sich über die Qualifikation seines ihn vertretenden Arztes zu vergewissern. Seine Verantwortung für den organisatorischen Ablauf der Vertretung gemäß § 9 bleibt erhalten, auch wenn er sich vertreten lässt.

 

Bitte achten Sie daher auf eine sorgfältige Auswahl Ihrer Vertreter, vor allem, wenn es sich hierbei um Nichtmitglieder der KVBB handelt! Hilfreiche weitere Informationen zur Praxisvertretung finden Sie auch in dem Artikel „Vertretungsregelungen: Einer für alle?“ im Deutschen Ärzteblatt 2012, 109/49, Seite A-2487.

29.07.2013