Förderung darf nicht nur einseitig sein!

Brandenburger Landesregierung fördert bisher nur Krankenhäuser

Das Brandenburger Gesundheitsministerium hat in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass mit dem Nachtragshaushalt für das Jahr 2018 das Land 20 Millionen Euro zusätzlich für Investitionen in die stationäre Versorgung zur Verfügung stellt. Die Entscheidung kommentiert MUDr./ČS Peter Noack, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB):

 

„Wir freuen uns mit unseren Kollegen aus den Krankenhäusern darüber, dass die Landesregierung die stationäre medizinische Versorgung in Brandenburg finanziell stärker fördert. Die Weiterentwicklung der bestehenden stationären Gesundheitsversorgung hin zu ambulant-stationären Gesundheitszentren ist dabei ein richtiger Schritt – der nur gemeinsam mit uns ambulant tätigen Ärzten gegangen werden kann. Denn über 90 Prozent der Brandenburgerinnen und Brandenburger kommen mindestens einmal jährlich in unsere Praxen.

 

Um auch zukünftig die ambulante Versorgung flächendeckend zu gewährleisten, haben wir im vergangenen Jahr Förderungen von deutlich über 7 Millionen Euro ausgezahlt, die zur Hälfte aus den Honoraren der Brandenburger Vertragsärzte finanziert wurden. Die Landesregierung unterstützt uns dabei bisher nicht. Die Mehrzahl der anderen Bundesländer hat hingegen längst erkannt, dass die Förderung des ambulanten Bereiches und die Ansiedlung junger Ärzte auch eine zentrale politische Aufgabe ist. Darauf haben wir das Gesundheitsministerium nachdrücklich in Gesprächen hingewiesen, doch bisher leider keine verbindliche Zusage erhalten. Insbesondere eine Beteiligung des Landes bei der Nachwuchsgewinnung von Ärzten könnte die Versorgung der Patienten auf dem Lande verbessern “

21.03.2018