Potsdam. Als „geballten Unsinn“ und „fundamentales Verkennen der Realität“ bezeichnete der Vorsitzende der KV Brandenburg, Dr. med. Hans-Joachim Helming, die gestern in einer Pressemitteilung der „Freien Ärzteschaft“ erhobenen Vorwürfe gegen die KV Brandenburg im Zusammenhang mit der Etablierung einer „KV RegioMed-Bereitschaftsdienstpraxis“ am St. Josefs-Krankenhaus in Potsdam zum 1. Januar 2012.
Die Behauptung, dass das Versorgungsstrukturgesetz damit „konterkariert“ werde und dieses Projekt offenbar ein „einsamer Vorstandsbeschluss“ der KV Brandenburg sei, „initiiert durch die AOK“, „ist in der Sache und im Detail falsch und schlichtweg aberwitzig“, so der KV-Vorsitzende. Ebenso die Behauptung, dass „nach der Satzung der
KV Brandenburg … die Vertreterversammlung“ dies hätte beschließen müssen.
Die Verfasser dieser Pressemitteilung, die Herren Grauduszus und Panzer, der eine aus Erkrath und der andere aus Berlin, hätten sich vorher einmal schlau machen sollen, bevor sie derartigen Unsinn verbreiten. „Bereitschaftsdienstpraxen an Krankenhäusern machen strukturell und wirtschaftlich Sinn und sind absolut keine bedrohliche wirtschaftliche Konkurrenz zu den niedergelassenen Kollegen, wie die beiden Herren orakeln“, so
Dr. Helming.
Das „KV RegioMed-Konzept“ sei vielmehr ein innovativer Ansatz für neue Versorgungsstrukturen, von denen ein Modul die „KV RegioMed-Bereitschaftsdienstpraxis“ sei. Einigen Vertretern der „Freien Ärzteschaft“ scheint noch nicht aufgegangen zu sein, dass die Herausforderungen der Zukunft in der medizinischen Versorgung nicht mit den jahrzehntealten Konzepten zu meistern seien.
„Wirkliche Interessenvertreter der Vertragsärzteschaft bereiten sich jedoch gerade darauf gründlich vor – im Interesse ihrer Mitglieder und deren beruflicher Zukunft“, stellte der KV-Vorsitzende klar.
29.11.2011