Neue Kinderärzte für Falkensee!

Falkensee bekommt doch zwei neue Kinderärzte. Das hat der Berufungsausschuss jetzt entschieden und einen Konkurrenten-Widerspruch gegen die beiden Neuzulassungen zurückgewiesen. Einer der beiden Kinderärzte praktizierte bereits – er kann dies nun weiter tun. Zum 1. September nimmt ein weiterer Kinderarzt seine Tätigkeit in Falkensee auf.

 

„Das ist eine gute Nachricht sowohl für die Kinder und Eltern in Falkensee als auch die beiden Kollegen. Nun haben sie die nötige Sicherheit, um sich voll auf ihre ärztliche Tätigkeit zu konzentrieren“ kommentiert MUDr./ČS Peter Noack, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB), die Entscheidung.

 

Seit 2013 wurden zwölf neue Kinderärzte über so genannte Sonderbedarfe für die Versorgung der kleinen Patienten im Land Brandenburg gewonnen. Davon allein fünf in diesem Jahr. „Wir reagieren damit aktuell auf die demographische Entwicklung in den Regionen“, so MUDr./ČS Noack.

 

Die meisten dieser kinderärztlichen Sonderbedarfe wurden für Regionen im „Speckgürtel“ genehmigt, die ganz besonders vom Zuzug junger Familien profitieren. Doch auch außerhalb davon konnten sich zusätzliche Kinderärzte niederlassen, beispielsweise in Neuruppin, Forst und Spremberg.

 

Hintergrund: Der Zulassungsausschuss, ein unabhängiges Gremium aus Vertretern der Ärzteschaft und der Krankenkassen, hatte im März zwei Sonderbedarfsanträgen für die kinderärztliche Versorgung in Falkensee zugestimmt. Dagegen wurde ein Konkurrenten-Widerspruch eingelegt, den der Berufungsausschuss nun zurückgewiesen hat.

 

Ein Sonderbedarf kann vergeben werden, wenn es gilt, in einem statistisch überversorgten Planungsbereich eine lokale dauerhafte Versorgungslücke zu schließen.

 

 

21.06.2018