Gemeinsame Pressemitteilung
KV Brandenburg, AOK Nordost, BARMER GEK, St. Josefs-Krankenhaus Potsdam
Potsdam. „Was machen Sie, wenn am Sonntag um 14.22 Uhr das Fieber steigt?“ Plakate mit diesem und anderen Slogans in der Landeshauptstadt weisen auf ein neues Angebot im ärztlichen Bereitschaftsdienst hin. Eine spezielle Bereitschaftsdienstpraxis unmittelbar an der Rettungsstelle des St. Josefs-Krankenhauses wird zukünftig auch an den Wochenenden und Feiertagen jeweils von 8 bis 20 Uhr und wochentags von 17 bis 20 Uhr die medizinische Versorgung der Brandenburger sicherstellen.
„Wir ergänzen damit den ärztlichen Bereitschaftsdienst in seiner jetzigen Form für alle Potsdamer und Besucher der Landeshauptstadt, die in diesen Zeiten wegen akuter, aber nicht lebensbedrohlicher Erkrankungen außerhalb der üblichen Praxiszeiten ärztliche Hilfe benötigen“, so der Vorstandsvorsitzende der KV Brandenburg, Dr. med. Hans-Joachim Helming. Mit dieser ersten im Land Brandenburg errichteten „KV RegioMed-Bereitschaftsdienstpraxis“ werde durch neue, flexible Strukturen die medizinische Versorgung in Potsdam weiter verbessert.
„Zur Sicherstellung der flächendeckenden gesundheitlichen Versorgung in Brandenburg ist eine stärkere Kooperation zwischen ambulantem und stationärem Bereich nötiger denn je“, hob Gesundheitsministerin Anita Tack anlässlich der Eröffnung hervor. „Die Bereitschaftsdienstpraxis gleich neben der Rettungsstelle eines Krankenhauses wird ein weiterer wichtiger Baustein im künftigen Versorgungsensemble sein“, so Tack. Und alle Partner des Projektes und vor allem die Patientinnen und Patienten werden davon profitieren.
Der Ärztliche Direktor des St. Josefs- Krankenhauses, Prof. Eckart Frantz, wies auf die gute verkehrstechnische Erreichbarkeit hin. Die unmittelbare Anbindung der Bereitschaftspraxis an die Rettungsstelle würde diese auch von der Behandlung leichterer Erkrankungen entlasten. Prof. Frantz: „Dieses Projekt ist für uns ein sehr interessantes. Sehr gut ist dabei auch, dass wir für komplizierte Fälle auch immer die Kapazitäten und das Know how der Rettungsstelle quasi im Hintergrund haben.“
Frank Michalak, der Vorstandsvorsitzende der AOK Nordost, würdigte die gute Zusammenarbeit der Partner. „Dieses Konzept ist eines von mehreren innovativen Versorgungsmodellen, die in der IGiB (Innovative Gesundheitsversorgung in Brandenburg) entstehen.“ Wenn dieses vorerst auf neun Monate begrenzte Pilotprojekt erfolgreich sei, könne es eine Art „Blaupause“ für weitere Einrichtungen dieser Art in Brandenburg sein.
„Gute Erreichbarkeit, kurze Wartezeiten, kompetente ärztliche Versorgung – all dies sind gewichtige Argumente für einen Erfolg und versprechen ein Mehr an Service für die Potsdamer Versicherten“, so der Landesgeschäftsführer der BARMER GEK, Hermann Schmitt. Das Projekt werde eng begleitet und ausgewertet. Auch unter wirtschaftlichem Aspekt könne dies ein interessantes Projekt sein, wenn es helfe, Krankenhausbehandlungen zu vermeiden.
Weitere Informationen zur "KV RegioMed-Bereitschaftsdienstpraxis" finden Sie hier.
06.01.2012