Gemeinsame Pressemitteilung
KV Brandenburg, AOK Nordost, BARMER GEK, St.Josefs-Krankenhaus Potsdam
Potsdam, 24.11.2011. Als landesweit bislang einmaliges Projekt soll in Potsdam zum
1. Januar 2012 die unmittelbar neben der Rettungsstelle des St.-Josefs-Krankenhauses errichtete „KV RegioMed-Bereitschaftsdienstpraxis“ starten. Mit Öffnungszeiten von 8 bis 20 Uhr an den Wochenenden und Feiertagen wird sie künftig die medizinische Versorgung zu den Zeiten sicherstellen, in denen die Arztpraxen in der Regel nicht geöffnet haben. Auch unter der Woche hat die Bereitschaftsdienstpraxis Montag bis Freitag zunächst zwischen
17 und 20 Uhr geöffnet. Sie ergänzt den ärztlichen Bereitschaftsdienst in seiner bisherigen Form.
„Alle Potsdamer und Besucher unserer Landeshauptstadt haben in dieser Zeit die Möglichkeit, aufgrund akuter, aber nicht lebensbedrohlicher Erkrankungen auch außerhalb der üblichen Sprechstundenzeiten ambulant ärztlich behandelt zu werden“, sagte der ärztliche Direktor des St. Josefs-Krankenhauses Potsdam-Sanssouci, Prof. Dr. med. Eckart Frantz. Zugleich unterstrich er die verkehrstechnisch gute Erreichbarkeit.
Diese erste im Land Brandenburg errichtete „KV RegioMed-Bereitschaftsdienstpraxis“ diene der weiteren Verbesserung der medizinischen Versorgung in Potsdam, stellte der brandenburgische KV-Vorsitzende Dr. med. Hans-Joachim Helming fest. Zugleich würden die Ärzte in der Rettungsstelle von der Behandlung sogenannter Bagatellerkrankungen – das war in 2010 mehrere tausend Mal der Fall – entlastet, stünden aber für spezielle Fragestellungen bereit. Das zunächst auf neun Monate angelegte Projekt werde nach der Pilotphase eingehend ausgewertet, so die Akteure.
„Das Konzept einer „KVRegioMed-Bereitschaftsdienstpraxis“ ist eines von mehreren neuen Versorgungsmodellen, mit denen die Partner der IGiB (Innovative Gesundheitsversorgung in Brandenburg) – die KV Brandenburg, die AOK Nordost und die BARMER GEK – gemeinsam neue und innovative Wege für eine verbesserte medizinische Versorgung in Brandenburg beschreiten“, sagt Frank Michalak, Vorstandsvorsitzender der AOK Nordost. Wenn das Pilotprojekt erfolgreich verlaufe, könne es eine „Blaupause“ für weitere Einrichtungen dieser Art in Brandenburg werden.
„Die Projekt-Partner sind sicher, dass die Patienten die „KV RegioMed-Bereitschaftsdienstpraxis“ gut annehmen werden“, sagte Hermann Schmitt, Landesgeschäftsführer der Barmer GEK. Neben der ärztlichen Kompetenz seien gute Erreichbarkeit und kurze Wartezeiten Argumente, die überzeugten. Die Idee einer solchen Bereitschaftsdienstpraxis unmittelbar am Krankenhaus sei auch unter dem Aspekt der Vermeidung unnötiger Krankenhausbehandlungen interessant, da die stationäre Behandlung in der Regel teurer sei als im ambulanten Bereich.
25.11.2011