Landarzt in Brandenburg? Warum nicht!

Medizinstudenten aus Neuruppin informierten sich bei der KVBB

„Werden bei der Bedarfsplanung die Sprechzeiten der ambulant tätigen Ärzte berücksichtigt?“ „Meine Fachgruppe hat in dem Planungsbereich einen Versorgungsgrad von über 140 Prozent. Kann ich dort trotzdem die Praxis meiner Eltern übernehmen?“ „Was kostet eine kardiologische Praxis in Brandenburg?“ Die Fragen, mit denen 34 Studenten der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB) am 25. Oktober in die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB) kamen, gingen schon sehr ins Detail.

 

Die KVBB hatte die angehenden Mediziner zu einem Infotag nach Potsdam eingeladen: zum einen, um ihnen Funktion und Aufgaben der KV näherzubringen, zum anderen, um ihnen zu erläutern, wie die KVBB Medizinstudenten unterstützt und natürlich auch, um ihnen die ambulante Tätigkeit als Haus- oder Facharzt im Land Brandenburg schmackhaft zu machen.

 

Die jungen Leute, alle im 4. Semester, schnuppern während ihres Studiums in Neuruppin bereits selbst Praxisluft. Alle zwei Wochen führt sie ihr Praxistag in brandenburgische Haus- und Facharztpraxen. Ein Konzept, das offenbar gut ankommt, denn die Studenten loben den praxisnahen Ansatz der MHB sehr. Und ja: Für einige von ihnen ist eine vertragsärztliche Tätigkeit oder eine Niederlassung in Brandenburg durchaus denkbar.

 

Welche unterschiedlichen Möglichkeiten es dafür gibt, erläuterte die KVBB-Niederlassungsberaterin Karin Rettkowski. Michael Stillfried, betriebswirtschaftlicher Berater bei der KVBB, erklärte die Finanzflüsse in der gesetzlichen Krankenversicherung und die Honorarverteilung. Über die organisatorische und finanzielle Unterstützung der KVBB für Medizinstudenten informierte Elisabeth Lesche von der Koordinierungsstelle Weiterbildung. Auch der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KVBB, Dipl.-Med. Andreas Schwark, ließ es sich nicht nehmen, die jungen Kollegen in spe persönlich zu begrüßensowie  Aufgaben und Struktur der KV darzustellen.

 

Wie es sich als Weiterbildungsassistent in einer ambulanten Praxis in Brandenburg arbeitet und welche Vorteile die ambulante Weiterbildung hat, darüber sprachen Antonia Stahl und Astrid Wawro, Ärztinnen in Weiterbildung Allgemeinmedizin, mit den Studenten anschließend in lockerer Runde.

 

 

10.11.2016