Bestellung, Lieferung und Verabreichung (Impfstoff)

Impfungen mit AstraZeneca nur noch bis Ende November möglich

Der Impfstoff des Herstellers AstraZeneca steht in Deutschland nur noch kurze Zeit bereit. Aktuell könnten nur noch Impfstoffdosen mit Verfallsdatum 30. November ausgeliefert werden, teilte das Bundesgesundheitsministerium mit.

 

Der Bezug neuer Impfstoffdosen sei auf Grund der Abgabe der Kontingente an die internationale Impfstoffinitiative COVAX derzeit nicht geplant, hieß es. Arztpraxen sollten dies bei ihren Planungen berücksichtigen.

 

Letzte Bestellmöglichkeit am 9. November

Der Impfstoff Vaxzevria von AstraZeneca kann letztmalig am 9. November (Lieferung 22. November) in den Apotheken bestellt werden. Ärzte sollten dann nur so viele Dosen ordern, wie sie bis Ende November verimpfen können.

 

Auch nach Einstellung der AstraZeneca-Lieferungen sind die Zweitimpfungen für mit Vaxzevria erstgeimpfte Personen gesichert. Denn nach der Empfehlung der Ständigen Impfkommission soll die zweite Impfung hier mit einem mRNA-Impfstoff erfolgen.

 

Der Impfstoff von AstraZeneca war in den letzten Wochen nur noch in geringem Umfang bestellt worden. Die meisten Praxen verimpfen das Vakzin von BioNTec/Pfizer. Dieser Impfstoff sowie die Produkte von Moderna und Johnson & Johnson werden auch nach dem 30. November in ausreichenden Mengen bereitstehen.

 

Die Bestellung des Impfstoffes auf Muster 16 (Arzneimittelrezept) erfolgt auf dem bekannten Weg über die Apotheken vor Ort. Als Kostenträger ist das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS, KT 38825)einzutragen.

 

ACHTUNG:

Neues IK ab 1. Juli im PVS

 

Zum 1. Juli ändert sich das Institutionskennzeichen (IK) für den Kostenträger: Vertragsärzte geben dann auf dem Bestellrezept das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) mit dem IK 103609999 an, es wird in den Praxisverwaltungssystemen (PVS) hinterlegt sein. Bis dahin können Ärzte weiterhin das IK 100038825 verwenden.

 

Sofern mehrere Vertragsärzte in einer Praxis tätig sind, kann dies bei der Bestellung berücksichtigt werden.

 

Hinweise zur nächsten Impfstoffbestellung bis 21. September 12 Uhr für die Woche vom 4. bis 10. Oktober

 

Impfstoffe (NEU!)

Praxen können für die Woche vom 4. bis 10. Oktober wie bisher Impfstoff von BioNTech/Pfizer, AstraZeneca und Johnson & Johnson sowie erstmals auch von Moderna (Spikevax) bestellen.

 

Bestellmenge

Es gibt keine Vorgaben zu den Bestellmengen. Arztpraxen bestellen so viele Dosen, wie sie in dieser Woche für Erst- und Zweitimpfungen benötigen.

 

Bestellung auf einem Rezept

Die Bestellung von Impfstoffen erfolgt auf nur noch einem Rezept. Eine Unterscheidung zwischen Erst- und  Zweitimpfungen ist nicht erforderlich. Ärzte geben lediglich die Gesamtzahl der Dosen je Impfstoff an.

 

Wichtige Hinweise zur Bestellung:

Spritzen und Kanülen für COVID-19-Schutzimpfungen werden vorerst entgegen der bisherigen Ankündigung des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) weiter zusammen mit dem Impfstoff an die Arztpraxen ausgeliefert. Der bisherige Bestellprozess soll bis voraussichtlich Ende Oktober verlängert werden.

 

BMG: Impfzubehör wird vorerst weiter mit Impfstoff zusammen ausgeliefert 

Praxen bestellen somit zunächst weiterhin bis Dienstag, 12 Uhr, bei ihrer Apotheke den Impfstoff inklusive Zubehör, den sie für die übernächste Woche benötigen, und erhalten das entsprechende Impfzubehör mitgeliefert. Auch für die bereits getätigte Bestellung für die Auslieferung am 4. Oktober erhalten die Praxen das Zubehör wie bisher praktiziert. 

Details zur Umstellung des Bestellprozesses noch offen 

Grundsätzlich plant das Bundesgesundheitsministerium, den Bestellprozess für Impfzubehör zu ändern. Zukünftig soll das Impfzubehör nicht mehr zusammen mit dem Impfstoff ausgeliefert werden, sondern die Arztpraxen sollen Spritzen, Kanülen sowie gegebenenfalls NaCL-Lösung entsprechend ihres Bedarfs bestellen können. Die Kosten für das Impfzubehör werden weiterhin vom Bund übernommen. 

Ursprünglich sollte die Umstellung bereits Anfang Oktober erfolgen. Das BMG benötigt jedoch nach eigenen Angaben noch Zeit, um Einzelheiten zur Bestellung des Impfzubehörs festzulegen, sodass der Wechsel voraussichtlich auf Ende Oktober verschoben wird.

 

Haltbarkeit: Zukünftig ist es möglich, dass der Großhandel den Apotheken und diese wiederum den Praxen augenscheinlich abgelaufene Comirnaty-Vials liefert. Dahinter steckt eine kürzlich gefallene Entscheidung der EU, die Haltbarkeit der Biontech/Pfizer-Vakzine in der Ultratiefkühlung von sechs auf neun Monate zu verlängern. Steht als Verfall also August 2021 auf der Durchstechflasche, ist sie noch bis einschließlich November dieses Jahres zu verwenden.

 

Rückmeldung durch die Apotheke        

Das Bundesgesundheitsministerium geht davon aus, dass alle Bestellungen beliefert werden können. Die Apotheken werden die Arztpraxen am dienstags dennoch informieren, wie viele Impfstoffdosen sie erhalten.

 

Hinweis: Die Arztpraxen bestellen den Impfstoff seit Mitte Juli immer zwei Wochen im Voraus. Hintergrund ist, dass der Bund das Liefer- und Bestellverfahren für COVID-19-Impfstoffe umgestellt hat, um den Bedarf an Impfstoffen besser bedienen zu können.

 

Die Bestellung wird impfstoffspezifisch verordnet.

Das heißt: Wie bisher geben sie den Namen des Impfstoffes sowie die Anzahl der Dosen und das Impfzubehör (die Angabe „plus Impfzubehör“ reicht aus) an.

 

Bestellmenge pro Arzt

Ärzte geben an, wie viele Dosen sie für alle Erst- und Zweitimpfungen insgesamt benötigen.

 

Hinweis: Bitte geben Sie die Anzahl der Dosen entsprechend der Vial-Größe an: Wenn Sie beispielsweise 23 Patienten zum zweiten Mal mit dem Impfstoff von BioNTech impfen wollen, geben Sie 24 Dosen (4 Vials mit 6 Dosen) an.

 

Hinweise zu Impfstoffbestellung bei Praxisschließung

 

Vertretungsarzt übernimmt die Zweitimpfungen

Zweitimpfungen können bei Praxisschließungen, etwa wegen Urlaub, in der Vertretungspraxis durchgeführt werden.

 

Für die Bestellung dieses Impfstoffes bei kollegialer Vertretung empfehlen die KBV und die Bundesvereinigung Deutscher Apothekenverbände (ABDA) folgendes Vorgehen:

Der Vertreter bestellt die Zahl der Impfstoffdosen, die ihm der zu vertretende Arzt übermittelt hat.

 

Er verwendet dazu ein gesondertes Formular (Muster 16), auf dem er ausschließlich die Dosen für den Vertretungsfall aufführt. Er gibt auf diesem Rezept seine eigene Lebenslange Arztnummer (LANR) an sowie den Namen des Vertragsarztes, den er vertritt.

 

Das ausgefüllte Rezept reicht der Vertretungsarzt bei derselben Apotheke ein, bei der er den Impfstoff für „seine“ Patienten bestellt.

 

Bestellung für „eigene“ Impfungen auf separatem Rezept

Der Vertretungsarzt bestellt den Impfstoff für die eigenen Patienten auf einem separaten Rezept. Die Bestellung dieser Impfstoffdosen darf nicht mit der Bestellung der Impfstoffdosen für den Vertretungsfall in einem Auftrag zusammengefasst werden.

 

Bei einer vorübergehenden Praxisschließung, zum Beispiel wegen Urlaub, kann der Arzt die Impfstoffbestellung auch schon früher als an dem Dienstag in der Apotheke einreichen. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass die empfohlenen Bestellmengen möglicherweise noch nicht bekannt sind. Ärzte und Apotheker sollten dies im Vorfeld besprechen.

 

Empfohlene Impfabstände der STIKO:

  • Comirnaty (BioNTech/Pfizer): 3-6 Wochen
  • Spikevax (Moderna): 4-6 Wochen
  • Vaxzevria (AstraZeneca): 9-12 Wochen
  • Heterologes Impfschema (Vaxzevria/mRNA-Impfstoff): ab 4 Wochen

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