Bestellung, Lieferung und Verabreichung (Impfstoff)

Die Bestellung des Impfstoffes auf Muster 16 (Arzneimittelrezept) erfolgt auf dem bekannten Weg über die Apotheken vor Ort. Als Kostenträger ist das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS, KT 38825)einzutragen.

 

ACHTUNG:

Neues IK ab 1. Juli im PVS

Zum 1. Juli ändert sich das Institutionskennzeichen (IK) für den Kostenträger: Vertragsärzte geben dann auf dem Bestellrezept das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) mit dem IK 103609999 an, es wird in den Praxisverwaltungssystemen (PVS) hinterlegt sein. Bis dahin können Ärzte weiterhin das IK 100038825 verwenden.

 

Sofern mehrere Vertragsärzte in einer Praxis tätig sind, kann dies bei der Bestellung berücksichtigt werden.

 

Hinweise zur nächsten Impfstoffbestellung bis 3. August 12 Uhr für die Woche vom 16. bis 22. August

 

Impfstoffe

Praxen können für die Woche vom 16. bis 22. August Impfstoff von BioNTech/Pfizer, AstraZeneca und von Johnson & Johnson bestellen.

 

Bestellmenge pro Arzt

Es gibt keine Vorgaben zu den Bestellmengen. Arztpraxen bestellen so viele Dosen, wie sie in der Woche für Erst- und gegebenenfalls für Zweitimpfungen benötigen.

 

Rückmeldung durch die Apotheke

Das Bundesgesundheitsministerium geht davon aus, dass alle Bestellung beliefert werden können. Die Apotheken werden die Arztpraxen am Dienstag (10. August) dennoch informieren, wie viele Impfstoffdosen sie erhalten.

 

Hinweis: Die Arztpraxen bestellen den Impfstoff seit Mitte Juli immer zwei Wochen im Voraus. Hintergrund ist, dass der Bund das Liefer- und Bestellverfahren für COVID-19-Impfstoffe umgestellt hat, um den Bedarf an Impfstoffen besser bedienen zu können.

 

Die Bestellung wird impfstoffspezifisch verordnet. 

Das heißt: Wie bisher geben sie den Namen des Impfstoffes sowie die Anzahl der Dosen und das Impfzubehör (die Angabe „plus Impfzubehör“ reicht aus) an.

 

Die Bestellung von Impfstoff für Erst- und Zweitimpfungen in Arztpraxen erfolgt auf zwei separaten Rezepten. Damit soll erreicht werden, dass die Belieferung mit Impfstoff für Zweitimpfungen vorrangig erfolgen kann.

 

Vertragsärzte vermerken auf jeder Verordnung (Muster 16), ob es sich um eine Bestellung für „Erstimpfungen“ oder für „Zweitimpfungen“ handelt.

 

Bestellmenge pro Arzt

Ärzte geben wie bisher auf getrennten Rezepten an, wie viele Dosen sie für Erstimpfungen und wie viele Dosen sie für Zweitimpfungen benötigen.

 

Hinweis: Bitte geben Sie die Anzahl der Dosen entsprechend der Vial-Größe an: Wenn Sie beispielsweise 23 Patienten zum zweiten Mal mit dem Impfstoff von BioNTech impfen wollen, geben Sie 24 Dosen (4 Vials mit 6 Dosen) an.

 

Generell gilt:

Wenn Sie eine Erstimpfung durchführen, dann sind Sie auch für die Zweitimpfung zuständig. Dies bezieht sich nicht nur auf die eigentliche Impfung, sondern auch auf die Impfstoffbestellung und die Lieferung. Sollten Sie zum Beispiel vom Land, dem Landkreis, der Kommune oder dem DRK Impfstoff beziehen, so sind diese auch für die Lieferung des Impfstoffes für die Zweitimpfung zuständig. Bitte wenden Sie sich in diesen Fällen nicht an Ihre Apotheke, sondern an die zuständige Organisation, die Ihnen den Erstimpfstoff zur Verfügung gestellt hat.

 

Das Bundesministerium für Gesundheit hat noch einmal darauf hingewiesen, dass in Impfzentren angefangene Impfungen grundsätzlich auch dort beendet werden sollen.

 

Hinweise zu Impfstoffbestellung bei Praxisschließung

 

Vertretungsarzt übernimmt die Zweitimpfungen

Zweitimpfungen können bei Praxisschließungen, etwa wegen Urlaub, in der Vertretungspraxis durchgeführt werden. 

 

Für die Bestellung dieses Impfstoffes bei kollegialer Vertretung empfehlen die KBV und die Bundesvereinigung Deutscher Apothekenverbände (ABDA) folgendes Vorgehen:

 

Der Vertreter bestellt die Zahl der Impfstoffdosen, die ihm der zu vertretende Arzt übermittelt hat.

 

Er verwendet dazu ein gesondertes Formular (Muster 16), auf dem er ausschließlich die Dosen für den Vertretungsfall aufführt. Er gibt auf diesem Rezept seine eigene Lebenslange Arztnummer (LANR) an sowie den Namen des Vertragsarztes, den er vertritt.

 

Das ausgefüllte Rezept reicht der Vertretungsarzt bei derselben Apotheke ein, bei der er den Impfstoff für „seine“ Patienten bestellt.

 

Bestellung für „eigene“ Impfungen auf separatem Rezept

Der Vertretungsarzt bestellt den Impfstoff für die eigenen Patienten auf einem separaten Rezept. Die Bestellung dieser Impfstoffdosen darf nicht mit der Bestellung der Impfstoffdosen für den Vertretungsfall in einem Auftrag zusammengefasst werden.

 

Bei einer vorübergehenden Praxisschließung, zum Beispiel wegen Urlaub, kann der Arzt die Impfstoffbestellung auch schon früher als an dem Dienstag in der Apotheke einreichen. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass die empfohlenen Bestellmengen möglicherweise noch nicht bekannt sind. Ärzte und Apotheker sollten dies im Vorfeld besprechen.

 

Empfohlene Impfabstände der STIKO

  • Comirnaty (BioNTech/Pfizer): 3-6 Wochen
  • Spikevax (Moderna): 4-6 Wochen
  • Vaxzevria (AstraZeneca): 9-12 Wochen
  • Heterologes Impfschema (Vaxzevria/mRNA-Impfstoff): ab 4 Wochen

 

 

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