Bestellung, Lieferung und Verabreichung (Impfstoff)

Impfstoffe

Der Bund stellt Impfstoff von BioNTech/Pfizer, Moderna und Johnson & Johnson bereit. 

 

Erste BioNTech/Pfizer-Dosen mit neuer Formulierung

Mit der Impfstofflieferung für die Woche ab 31. Januar bis 6. Februar werden erste Dosen der neuen Formulierung des BioNTech/Pfizer-Impfstoffs für die Personengruppe ab zwölf Jahre bereitgestellt. Das Vakzin muss nicht mehr verdünnt werden und ist im Kühlschrank zehn Wochen haltbar. Pro Vial sind weiterhin 6 Dosen enthalten.

 

Die Umstellung auf die Fertiglösung erfolgt schrittweise und soll voraussichtlich im Mai/Juni abgeschlossen sein.

 

Die Durchstechflasche der Comirnaty-Fertiglösung hat eine graue Kunststoffkappe sowie ein graues Etikett und ist dadurch leicht vom Impfstoff-Konzentrat, das verdünnt werden muss (violette Kunststoffkappe, violettes Etikett), zu unterscheiden.

 

Bestellmenge 

  • COVID-19-Impfstoff Comirnaty: Höchstbestellmenge 240 Dosen je Arzt/Ärztin 
  • COVID-19-Impfstoff Comirnaty für 5- bis 11-Jährige: keine Höchstbestellmenge 
  • COVID-19-Impfstoff Spikevax: keine Höchstbestellmenge 
  • COVID-19-Impfstoff Janssen: keine Höchstbestellmenge 

Novavax-Lieferung ab KW 12

Die Stabsstelle Impfen in Brandenburg beim Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz informiert: Alle Leistungserbringer nach § 3 Absatz 1 Satz 1 der Coronavirus-Impfverordnung können für den Impfstoff Nuvaxovid® (Novavax) erstmalig bis Dienstag, den 15. März 2022 Bestellungen bei einer Apotheke aufgeben. Der Impfstoff wird dann ab der Kalenderwoche 12 über den pharmazeutischen Großhandel und die Apotheken zur Verimpfung zur Verfügung gestellt.

 

Wöchentliche Bestellung des Kinderimpfstoffs

Das Vakzin für 5- bis 11-Jährige kann seit Anfang des Jahres wöchentlich bestellt werden – ebenfalls immer bis Dienstag, 12 Uhr. Für die Bestellung nutzen Praxen dasselbe Rezept, auf dem sie die gewünschte Impfstoffmenge für ab 12-Jährige angeben. Sie fügen lediglich „für Kinder (5 - 11 Jahre)“ hinzu.

 

Zur Bestellung von Moderna: Hier weisen wir die Praxen nochmals drauf hin, dass bei Personen, die mit Johnson & Johnson geimpft wurden und nun eine zweite Impfung zur Optimierung der Grundimmunisierung mit Spikevax erhalten, die volle Dosis (0,5 ml) verabreicht werden soll. Im Unterschied dazu wird für Auffrischimpfungen im Vergleich zur Grundimmunisierung mit dem Vakzin nur die halbe Dosis verwendet (0,25 ml statt 0,5 ml). 

 

Praxen können Lieferprobleme jetzt online melden. Auf der Website des PEI haben sie die Möglichkeit zeitnah mitzuteilen, wenn sie keinen oder deutlich weniger Impfstoff erhalten als sie bestellt haben.

 

Der Impfstoff Spikevax des US-Unternehmens Moderna ist in Deutschland für die Grundimmunisierung ab 12 Jahren sowie für Auffrischimpfungen ab 18 Jahren zugelassen. Personen unter 30 Jahren sowie Schwangere sollen laut STIKO nicht mit Moderna, sondern mit dem mRNA-Impfstoff Comirnaty von BioNTech/Pfizer geimpft werden.  

 

Neues IK seit 1. Juli 2021 im PVS

Seit 1. Juli 2021 hat sich das Institutionskennzeichen (IK) für den Kostenträger geändert: Vertragsärzte geben auf dem Bestellrezept das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) mit dem IK 103609999 an, es wird in den Praxisverwaltungssystemen (PVS) hinterlegt sein. 

 

Sofern mehrere Vertragsärzte in einer Praxis tätig sind, kann dies bei der Bestellung berücksichtigt werden.

  

Bestellung auf einem Rezept

Die Bestellung von Impfstoffen erfolgt auf nur noch einem Rezept. Eine Unterscheidung zwischen Erst-, Zweit- und Auffrischimpfungen ist nicht erforderlich. Ärzte geben lediglich die Gesamtzahl der Dosen je Impfstoff an.

  

Haltbarkeit

Bereits ausgelieferte Impfstoffdosen von Moderna zwei Monate länger haltbar

Wenn Praxen Chargen des Moderna-Impfstoffes vorrätig haben, die kurz vor dem Ablaufdatum stehen oder im Dezember abgelaufen sind, sollten sie diese in keinem Fall vernichten. Grund hierfür ist, dass Spikevax in tiefgefrorenem Zustand statt bisher sieben Monate mittlerweile neun Monate haltbar ist. Die Aufbewahrungsbedingungen bleiben unverändert (-25 ºC bis -15 ºC). Innerhalb der Haltbarkeitsdauer von 9 Monaten können ungeöffnete Durchstechflaschen im Kühlschrank vor Licht geschützt bei 2 °C bis 8 °C für maximal 30 Tage aufbewahrt werden. Für bereits in Verkehr gebrachte Impfstoffdosen gilt dies ebenfalls.

 

Die Verlängerung des Verfalldatums betrifft die Vials mit den in der nachstehenden Tabelle genannten aufgedruckten Verfallsdaten:

 

Aufgedrucktes Verfalldatum

Aktualisiertes Verfalldatum

Dezember 2021

Februar 2022

Januar 2022

März 2022

Februar 2022

April 2022

März 2022

Mai 2022

April 2022

Juni 2022

Mai 2022

Juli 2022

Juni 2022

August 2022

Juli 2022

September 2022

August 2022

Oktober 2022

 

Längere Verfalldaten für ultratiefgefrorene BioNTech/Pfizer-Impfstoffe 

Der Kinderimpfstoff sowie die neue Fertiglösung von BioNTech/Pfizer sind jetzt ebenfalls neun statt bislang sechs Monate im ultratiefgefrorenen Zustand haltbar. Dadurch ist das aufgedruckte Verfalldatum auf bereits produzierten Impfstoffdosen nicht mehr aktuell. Es verlängert sich um drei Monate, wie der Hersteller mitteilte. Weitere Informationen.

 

Die Bestellung wird impfstoffspezifisch verordnet.

Das heißt: Wie bisher geben sie den Namen des Impfstoffes sowie die Anzahl der Dosen und das Impfzubehör (die Angabe „plus Impfzubehör“ reicht aus) an.

 

Bestellmenge pro Arzt

Ärzte geben an, wie viele Dosen sie für alle Erst- und Zweitimpfungen insgesamt benötigen.

 

Hinweis: Bitte geben Sie die Anzahl der Dosen entsprechend der Vial-Größe an: Wenn Sie beispielsweise 23 Patienten zum zweiten Mal mit dem Impfstoff von BioNTech impfen wollen, geben Sie 24 Dosen (4 Vials mit 6 Dosen) an.

 

Hinweise zu Impfstoffbestellung bei Praxisschließung

Vertretungsarzt übernimmt die Zweitimpfungen

Zweitimpfungen können bei Praxisschließungen, etwa wegen Urlaub, in der Vertretungspraxis durchgeführt werden.

 

Für die Bestellung dieses Impfstoffes bei kollegialer Vertretung empfehlen die KBV und die Bundesvereinigung Deutscher Apothekenverbände (ABDA) folgendes Vorgehen:

 

Der Vertreter bestellt die Zahl der Impfstoffdosen, die ihm der zu vertretende Arzt übermittelt hat.

 

Er verwendet dazu ein gesondertes Formular (Muster 16), auf dem er ausschließlich die Dosen für den Vertretungsfall aufführt. Er gibt auf diesem Rezept seine eigene Lebenslange Arztnummer (LANR) an sowie den Namen des Vertragsarztes, den er vertritt.

 

Das ausgefüllte Rezept reicht der Vertretungsarzt bei derselben Apotheke ein, bei der er den Impfstoff für „seine“ Patienten bestellt.

 

Bestellung für „eigene“ Impfungen auf separatem Rezept

Der Vertretungsarzt bestellt den Impfstoff für die eigenen Patienten auf einem separaten Rezept. Die Bestellung dieser Impfstoffdosen darf nicht mit der Bestellung der Impfstoffdosen für den Vertretungsfall in einem Auftrag zusammengefasst werden.

 

Bei einer vorübergehenden Praxisschließung, zum Beispiel wegen Urlaub, kann der Arzt die Impfstoffbestellung auch schon früher als an dem Dienstag in der Apotheke einreichen. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass die empfohlenen Bestellmengen möglicherweise noch nicht bekannt sind. Ärzte und Apotheker sollten dies im Vorfeld besprechen.

 

 

Ansprechpartner

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