Bestellung, Lieferung und Verabreichung (Impfstoff)

 

Hinweise zur Impfstoffbestellung bis kommenden Dienstag (7. Dezember 2021)

 

Für die Woche vom 13. bis 19. Dezember können Arztpraxen nur eine begrenzte Menge von BioNTech/Pfizer-Impfstoffdosen anfordern. Die Höchstbestellmenge pro Arzt wurde auf 30 Dosen (5 Vials) festgesetzt. Abhängig von der Zahl der bestellenden Ärztinnen und Ärzte müssen Praxen sich darauf einstellen, dass sie weniger als 30 Dosen erhalten (zwischen 18 und 24). 

 

Weiterhin unbegrenzt bestellbar ist der Impfstoff von Moderna. Das BMG geht davon aus, dass die Bestellungen beliefert werden können. Aufgrund aktueller Erfahrungen können jedoch einzelne regionale Kürzungen nicht ausgeschlossen werden.

 

Achtung: Alle Ärzte, die auch Kinder versorgen, können erstmals bis 7. Dezember den Impfstoff für 5- bis 11-Jährige bestellen; die Auslieferung erfolgt ab 13. Dezember. Nächster Termin für die Bestellung des Kinderimpfstoffs ist der 4. Januar 2022.

 

Für die Bestellung ist kein separates Rezept nötig. Praxen geben auf dem Rezept, auf dem sie auch den Impfstoff für Jugendliche und Erwachsene bestellen, die Anzahl der Kinderimpfstoff-Dosen mit dem Zusatz „für Kinder (5 - 11 Jahre)“ an. Zum Beispiel: „30 Dosen Comirnaty plus Impfzubehör und 20 Dosen Comirnaty für Kinder (5 - 11 Jahre) plus Impfzubehör“. 

 

Die Auslieferung des Impfstoffes, der bis 7. Dezember bestellt wird, erfolgt ab 13. Dezember. Der nächste Bestelltermin ist der 4. Januar; der Impfstoff inklusive Zubehör wird dann am 10. Januar geliefert. 

 

Wichtige Hinweise zur Bestellung des Impfstoffs von Moderna

Praxen, die den Impfstoff von Moderna ordern, sollten berücksichtigen, dass für Auffrischimpfungen im Vergleich zur Grundimmunisierung mit dem Vakzin nur die halbe Dosis zu verwenden ist (0,25 ml statt 0,5 ml). Ein Vial reicht somit für 20 Auffrischimpfungen oder zehn Impfungen im Rahmen der Grundimmunisierung. Impfzubehör wird ausreichend mitgeliefert, sodass ein Vial vollständig für Auffrischimpfungen verwendet werden kann.

 

Der Impfstoff Spikevax des US-Unternehmens Moderna ist in Deutschland für die Grundimmunisierung ab 12 Jahren sowie für Auffrischimpfungen ab 18 Jahren zugelassen. Personen unter 30 Jahren sowie Schwangere sollen laut STIKO nicht mit Moderna, sondern mit dem mRNA-Impfstoff Comirnaty von BioNTech/Pfizer geimpft werden.  

 

Neues IK ab 1. Juli im PVS

Zum 1. Juli ändert sich das Institutionskennzeichen (IK) für den Kostenträger: Vertragsärzte geben dann auf dem Bestellrezept das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) mit dem IK 103609999 an, es wird in den Praxisverwaltungssystemen (PVS) hinterlegt sein. 

 

Sofern mehrere Vertragsärzte in einer Praxis tätig sind, kann dies bei der Bestellung berücksichtigt werden.

  

Bestellung auf einem Rezept

Die Bestellung von Impfstoffen erfolgt auf nur noch einem Rezept. Eine Unterscheidung zwischen Erst-, Zweit- und Auffrischimpfungen ist nicht erforderlich. Ärzte geben lediglich die Gesamtzahl der Dosen je Impfstoff an.

 

BMG: Impfzubehör wird vorerst weiter mit Impfstoff zusammen ausgeliefert 

Praxen bestellen somit zunächst weiterhin bis Dienstag, 12 Uhr, bei ihrer Apotheke den Impfstoff inklusive Zubehör, den sie für die übernächste Woche benötigen, und erhalten das entsprechende Impfzubehör mitgeliefert.

 

Grundsätzlich plant das Bundesgesundheitsministerium, den Bestellprozess für Impfzubehör zu ändern. Zukünftig soll das Impfzubehör nicht mehr zusammen mit dem Impfstoff ausgeliefert werden, sondern die Arztpraxen sollen Spritzen, Kanülen sowie gegebenenfalls NaCL-Lösung entsprechend ihres Bedarfs bestellen können. Die Kosten für das Impfzubehör werden weiterhin vom Bund übernommen. 

 

Haltbarkeit: Zukünftig ist es möglich, dass der Großhandel den Apotheken und diese wiederum den Praxen augenscheinlich abgelaufene Comirnaty-Vials liefert. Dahinter steckt eine kürzlich gefallene Entscheidung der EU, die Haltbarkeit der Biontech/Pfizer-Vakzine in der Ultratiefkühlung von sechs auf neun Monate zu verlängern. Steht als Verfall also August 2021 auf der Durchstechflasche, ist sie noch bis einschließlich November dieses Jahres zu verwenden.

 

Die Bestellung wird impfstoffspezifisch verordnet.

Das heißt: Wie bisher geben sie den Namen des Impfstoffes sowie die Anzahl der Dosen und das Impfzubehör (die Angabe „plus Impfzubehör“ reicht aus) an.

 

Bestellmenge pro Arzt

Ärzte geben an, wie viele Dosen sie für alle Erst- und Zweitimpfungen insgesamt benötigen.

 

Hinweis: Bitte geben Sie die Anzahl der Dosen entsprechend der Vial-Größe an: Wenn Sie beispielsweise 23 Patienten zum zweiten Mal mit dem Impfstoff von BioNTech impfen wollen, geben Sie 24 Dosen (4 Vials mit 6 Dosen) an.

 

Hinweise zu Impfstoffbestellung bei Praxisschließung

 

Vertretungsarzt übernimmt die Zweitimpfungen

Zweitimpfungen können bei Praxisschließungen, etwa wegen Urlaub, in der Vertretungspraxis durchgeführt werden.

 

Für die Bestellung dieses Impfstoffes bei kollegialer Vertretung empfehlen die KBV und die Bundesvereinigung Deutscher Apothekenverbände (ABDA) folgendes Vorgehen:

 

Der Vertreter bestellt die Zahl der Impfstoffdosen, die ihm der zu vertretende Arzt übermittelt hat.

 

Er verwendet dazu ein gesondertes Formular (Muster 16), auf dem er ausschließlich die Dosen für den Vertretungsfall aufführt. Er gibt auf diesem Rezept seine eigene Lebenslange Arztnummer (LANR) an sowie den Namen des Vertragsarztes, den er vertritt.

 

Das ausgefüllte Rezept reicht der Vertretungsarzt bei derselben Apotheke ein, bei der er den Impfstoff für „seine“ Patienten bestellt.

 

Bestellung für „eigene“ Impfungen auf separatem Rezept

Der Vertretungsarzt bestellt den Impfstoff für die eigenen Patienten auf einem separaten Rezept. Die Bestellung dieser Impfstoffdosen darf nicht mit der Bestellung der Impfstoffdosen für den Vertretungsfall in einem Auftrag zusammengefasst werden.

 

Bei einer vorübergehenden Praxisschließung, zum Beispiel wegen Urlaub, kann der Arzt die Impfstoffbestellung auch schon früher als an dem Dienstag in der Apotheke einreichen. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass die empfohlenen Bestellmengen möglicherweise noch nicht bekannt sind. Ärzte und Apotheker sollten dies im Vorfeld besprechen.

 

Empfohlene Impfabstände der STIKO:

  • Comirnaty (BioNTech/Pfizer): 3-6 Wochen
  • Spikevax (Moderna): 4-6 Wochen
  • Vaxzevria (AstraZeneca): 9-12 Wochen
  • Heterologes Impfschema (Vaxzevria/mRNA-Impfstoff): ab 4 Wochen

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