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Stand 11.2.

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Allgemeine Hinweise (aktualisert 11.2.)

Wer gilt als Verdachtsfall?
(Aktualisert 11.2..)

Die Entscheidung, wer auf SARS-CoV-2 getestet wird, trifft der Arzt/die Ärztin auf Basis der Kriterien des Robert Koch-Institutes (RKI). Danach sollte eine Testung nur bei Vorliegen von Krankheitssymptomen erfolgen und zwar in diesen Fällen:

 

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Die Krankenkassen übernehmen die Kosten, wenn der Arzt/die Ärztin den Test für medizinisch notwendig erachtet.

 

RKI-Fluss-Schema


Für wen gilt die Testung nach Rechtsverordnung (Coronavirus Testverordnung)?

Sowohl Versicherte, als auch Personen, die nicht in der gesetzlichen Krankenversicherung  versichert sind, haben nach Coronavirus Testverordnung Anspruch auf Testung.

 

Die aktuell gültige Testverordnung können Sie hier einsehen.

 

Sehen Sie hier, welche Personen nach der Coronavirus-Testverordnung getestet werden können.

 


Muss ich jeden begründeten Verdachtsfall an das Gesundheitsamt melden?
(Aktualisiert 11.2.)

Nach Infektionsschutzgesetz (§ 6 Abs.1 Nr.1 IfSG) ist der Verdacht einer Erkrankung, die Erkrankung sowie der Tod in Bezug auf die Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19) meldepflichtig. Wenn bei einer Person mindestens einer der nachfolgend genannten Konstellationen zutrifft, liegt ein begründeter Verdacht auf COVID-19 vor.

  • Personen mit jeglichen mit COVID-19 vereinbaren Symptomen UND Kontakt mit einem bestätigten Fall von COVID-19
  • Auftreten von zwei oder mehr Lungenentzündungen (Pneumonien) in einer medizinischen Einrichtung, einem Pflege- oder Altenheim, bei denen ein epidemischer Zusammenhang wahrscheinlich ist oder vermutet wird, auch ohne Vorliegen eines Erregernachweises.

Weiter Informationen finden Sie hier.

 

Weiterhin melden Sie bitte auch alle bestätigten Infektionen!

Schutzausrüstung

Wer finanziert die Schutzausrüstung?
Die Schutzausrüstung wird von den gesetzlichen Krankenkassen finanziert. Die Refinanzierung erfolgt in Anlehnung an den Umlageschlüssel des SSB bei den einzelnen Krankenkassen, sofern keine abweichende Regelung dazu getroffen wurde.



Kann ich über die KVBB meine persönliche Schutzausrüstung beziehen?

Zu den normalen Beschaffungswegen, gibt es für unsere Mitglieder zusätzlich die Möglichkeit über die KVBB vom Bund bzw. selbst beschaffte Persönliche Schutzausrüstung (PSA) zu beziehen.

 

Näheres zur Bedarfsanmeldung von Schutzausrüstung finden Sie hier.


Die Bedarfsmeldungen sind im wöchentlichen Rhythmus von jeweils Donnerstag bis Mittwoch der Folgewoche über unsere Website möglich.

Hier geht’s zur Bedarfsanmeldung

 

 

Abrechnung / Vergütung / EBM (aktualisiert 11.2.)

Für privat Versicherte erhalte ich einen Hygienezuschlag im Rahmen der Abstrichentnahme auf SARS-CoV-2. Gilt dieses auch für GKV-Versicherte?

Nein

 


 

Wie verhalte ich mich, wenn ein Patient ohne Symptome oder Anlass auf die Testung auf SARS-CoV-2 besteht?

Testungen auf SARS-CoV 2 auf Wunsch eines Patienten ohne gegebenen Anlass erfolgen in der Abrechnung nach GOÄ:

Beispiel:

 

Leistung

Nummer GOÄ

Beratung

1

Abstrichentnahme

298

Hygienezuschlag

A245

-nicht abschließend-

 

Fragen zur Abrechnung beantwortet Ihnen bei Bedarf Ihre zuständige Privatärztliche Verrechnungsstelle.

 


Wer veranlasst und bezahlt die Testung auf COVID 19 im Zusammenhang mit einem Krankenhausaufenthalt, vor Aufnahme in eine Reha-Einrichtung oder vor ambulanten Operationen?
Die Testung (PCR-Test) auf eine COVID 19 Infektion für Patienten, die in ein Krankenhaus voll- oder teilstationär oder in eine Reha-Einrichtung aufgenommen werden, bzw. bei denen eine ambulante Operation geplant ist, können nach  § 4 der Coronavirus-Testverordnung  vom behandelnden Vertragsarzt durchgeführt und abgerechnet werden.  Die Laboruntersuchung wird mittels dem OEGD-Schein veranlasst. Die Abrechnung der erfolgten Testungen asymptomatischer Personen nach Testverordnung z. B. vor Aufnahme in eine Reha-Einrichtung erfolgt über die monatliche Anzahlmeldung im Datennerv.


Ein Ansichtsexemplar des aktuellen Muster OEGD finden hier

Das kostenfreie Formular können Sie auf dem gewohnten Weg über unsere Formularbestellung beziehen.

 


Ich unterstütze zusätzlich in einem Abklärungsstützpunkt – Welche Regelung gibt es zur Plausibilitätsprüfung?

Die zeitlich intensive Tätigkeit im Abklärungsstützpunkt - neben dem regulären Praxisbetrieb – hat ein erhöhtes zeitliches Aufkommen zur Folge. Dies wird im Falle der Frage der Plausibilität der Abrechnung als Besonderheit bewertet.

 


Darf ich in der Zeit der Pandemie vermehrt Videosprechstunden anbieten?

Ja. Der Bewertungsausschuss hat sich darauf verständigt, dass ab dem 2. Quartal 2020 die Obergrenze von 20 Prozent aller Behandlungsfälle im Quartal und die Begrenzung für die Gebührenordnungspositionen aufgehoben werden (EBM, Allgemeine Bestimmungen Nr. 4.3.1 Abs. 5 Nr. 6 und Abs. 6). Persönliche Arzt-Patienten-Kontakte sollen so reduziert werden.

 

Bitte denken Sie daran, mit Ihren Abrechnungsunterlagen auch die „Bescheinigung des Videodienstanbieters über die erforderlichen Nachweise gemäß § 5 Absatz 2 Anlage 31b BMV“ (zertifizierter Videodienstanbieter) einzureichen.

 


Darf ich die Beratung zur Schmerztherapie auch im Rahmen einer Videosprechstunde anbieten?

Ja. Seit dem 01.04.2020 ist die GOP 30708 auch im Rahmen einer Videosprechstunde berechnungsfähig. Diese Möglichkeit zur Durchführung der schmerztherapeutischen Beratung per Video besteht nicht nur während der Coronavirus-Pandemie, sondern dauerhaft.

 


Darf ich als Psychotherapeut psychotherapeutische Sprechstunden und probatorische Sitzungen als Videosprechstunden anbieten?

Für psychotherapeutische Sprechstunden und probatorische Sitzungen gilt: diese sind in Ausnahmefällen möglich, z. B. wenn ein Aufsuchen in der Praxis dem Patienten nicht zugemutet werden kann. Seit dem 24.03.2020 gilt außerdem: psychotherapeutische Sprechstunde und Probatorik sowie auch neuropsychologische Probatorik als Videosprechstunde ist ohne vorherigen persönliche Arzt-Patienten-Kontakt möglich. Diese Regelungen wurden  bis zum 31.03.2021 verlängert.  Therapeutinnen und Therapeuten müssen die Vorgaben ihrer Landeskammer zur Berufsordnung in Bezug auf die Gestaltung der Erstkontakte beachten. Diesbezüglich gehen wir davon aus, dass entsprechende Informationen durch die Kammern vorgehalten werden.

 


Wie ist die Gruppentherapie in der Pandemiezeit geregelt?

Gruppentherapien können Sie unbürokratisch in Einzeltherapien umwandeln. Für jede bewilligte Gruppensitzung (100 Minuten) können Sie jeweils eine Einzeltherapie (50 Minuten) durchführen. Dies teilen Sie der Krankenkasse bitte formlos mit. Diese Regelung gilt vorerst bis zum 31.03.2021.

 


Welche Regelungen gelten für Kinderfrühuntersuchungen?

U-Untersuchungen ab der U6 können auch über die Toleranzzeit hinaus durchgeführt werden. Diese Regelung gilt bis 31.03.2021 (solange der Bundestag eine epidemische Lage von nationaler Tragweite feststellt – und bis zu drei Monate darüber hinaus)

 


Müssen meine Patienten, die ich im Rahmen von DMP behandle, in der Zeit von COVID-19 an Schulungen teilnehmen und müssen DMP-Dokumentationen erstellt werden?

Nein. Der G-BA hat  die Verpflichtung der Versicherten zur Teilnahme an empfohlenen Schulungen und die DMP-Dokumentationspflicht ausgesetzt. Nach individueller Abwägung können aber weiterhin DMP-Dokumentationen und Schulungen erfolgen. Koordinierende Ärzte können somit selbst entscheiden, was für ihre Patienten in der aktuellen Situation am besten ist. Dies gilt solange, wie der Bundestag eine epidemische Lage von nationaler Tragweite feststellt.

 


Muss ich meine Qualitätssicherung weiterhin vollständig dokumentieren?

Wir werden mit Ihrer gegebenenfalls unvollständigen Qualitätssicherungsdokumentation angemessen und sachgerecht umgehen.

 

 

Verordnungen / Bescheinigungen (aktualsiert 11.2.)

Müssen meine Patienten für jede AU-Bescheinigung in die Praxis kommen?
Patienten mit leichten Symptomen der oberen Atemwege können  bis zu sieben Kalendertage krankgeschrieben werden, ohne dass diese in die Praxis kommen müssen. Sollte der Patienten nach einer Woche noch nicht gesund sein, ist eine Verlängerung per Telefon um weitere sieben Tage möglich. Diese Regelung gilt vorerst bis zum 31.03.2021.


Die Kosten für den Versand werden wie gehabt von den Krankenkassen übernommen (90 Cent für das Porto, GOP 88122).

 


Welche Regelungen gelten für Folgeverordnungen und Überweisungen?

Die Portokosten für Folgeverordnungen werden erstattet (GOP 88122). Voraussetzung dafür ist, dass Ihr Patient im selben oder vorangegangenen Quartal in Ihrer Praxis vorstellig war. Dies gilt für:

  • Folgeverordnungen von Arzneimitteln (auch BtM-Rezepte) sowie von Verband- und Hilfsmitteln, die auf Muster 16 verordnet werden (somit Ausnahme von Sehhilfen und Hörhilfen),
  • Verordnungen einer Krankenbeförderung (Muster 4),
  • Überweisungen (Muster 6 und 10) und
  • Folgeverordnungen für die häusliche Krankenpflege (Muster 12) sowie für Heilmittel (Muster 13, 14, und 18)  gemäß den Vordrucken für die vertragsärztliche Versorgung (Anlage 2 zum BMV-Ärzte). Da die Regelungen zur GOP 01430 (Verwaltungskomplex) und zur GOP 01435 (Haus-/Fachärztliche Bereitschaftspauschale) eine Nebeneinanderberechnung anderer Gebührenordnungspositionen ausschließen, wird übergangsweise bis zum 31.03..2021 die Berechnung der GOP 88122 neben den GOP 01430 und der GOP 01435 bei postalischer Zustellung der Verordnungen/Überweisungen ermöglicht.

Gilt für Verordnungen weiterhin eine Frist von 14 Tagen zwischen Verordnungsdatum und Beginn der Therapie?

Diese Frist wurde auf 28 Tage ausgeweitet. Gleiches gilt für die Frist von Podologie und Ernährungstherapie.

 


Gibt es Medikamente zur Behandlung von COVID-19-Erkrankungen?

Derzeit stehen weltweit keine zugelassenen Arzneimittel zur Verfügung.

 


Kann ich einen beschwerdefreien Patienten krankschreiben, wenn er sich in behördlich angeordneter Quarantäne befindet?

Die Ausstellung einer AU zu Lasten der GKV ist nicht möglich. Wenn der Patient positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurde aber symptomfrei ist, erfolgt die Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber über die Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz.

 


Müssen Krankentransporte von COVID-19-Patienten oder Quarantäne-Patienten zu einer ambulanten Behandlung von der Krankenkasse vorab genehmigt werden?
Nein, Ärzte und Psychotherapeuten, die für COVID-19-Patienten oder Quarantäne-Patienten einen Krankentransport (nicht: Krankenfahrt im Taxi) zu einer ambulanten Behandlung veranlassen, müssen diese Verordnung kennzeichnen. Dazu geben sie auf dem Formular für die Krankenbeförderung (Muster 4) an, dass es sich um einen nachweislich COVID-19-Erkrankten oder einen gesetzlich Versicherten in Quarantäne (behördliche angeordnet) handelt. Eine Genehmigung der Krankenkasse ist nicht erforderlich.

 

Bitte beachten Sie, dass die ambulante Behandlung, zu der ein Krankentransport verordnet wird, zwingend medizinisch notwendig und nicht aufschiebbar sein muss.

 

Diese Regelung gilt,  solange der Bundestag eine epidemische Lage von nationaler Tragweite feststellt.

Antikörpertestung auf SARS-CoV-2 zu Lasten GKV

Wann darf ein Antikörpertest auf SARS-CoV-2 zu Lasten der GKV veranlasst werden?

Antikörpertests können bei COVID-19-typischer Symptomatik in bestimmten Fällen durchgeführt werden. Besteht ein milder Verlauf, kann ab der zweiten Woche nach Symptomeintritt ein direkter Erregernachweis mittels PCR-Test nicht mehr möglich sein.


Durch das serologische Verfahren ist dies dann indirekt möglich. Es müssen zwei Blutproben im Abstand von sieben bis 14 Tagen entnommen werden. Die zweite Probe sollte aber nicht vor der dritten Woche nach Symptomeintritt entnommen werden. Die Untersuchungen müssen in demselben Labor stattfinden.


Beispiel:  Patient zeigt COVID 19 Symptome in KW 1

1. Blutprobe ab KW 2
2. Blutprobe nicht vor KW 4


Wie wird der SARS-CoV-2 Antikörpertest abgerechnet?

Abgerechnet wird mit der GOP 32641 EBM. Die Angabe der Antikörperspezifität (Feldkennung 5002) ist zwingend.


Zusätzlich kennzeichnen der veranlassende Arzt und der Laborarzt die Abrechnung am Behandlungstag mit 88240. Somit werden die Leistungen extrabudgetär vergütet.