Asymptomatische Personen

Testung nach Coronavirus-Testverordnung (TestV)

 

Die Testung nach TestV ist für

a) Bürgertestungen mittels PoC-Antigen-Schnelltest 1x wöchentlich

b) Kontaktpersonen von einer mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 infizierten Person oder

c) bei Ausbruchsgeschehen vom Corona-Virus SARS-CoV-2 in bestimmten
    Einrichtungen und Unternehmen sowie auch

d) zur Verhütung der Verbreitung des Corona-Virus SARS-CoV-2 in bestimmten
    Einrichtungen und Unternehmen möglich.

 

In bestimmten Konstellationen führen Einrichtungen/Unternehmen im Rahmen ihres Testkonzeptes Testungen mittels Antigen-Schnelltest (POC) durch. Die TestV sieht die Möglichkeit der ärztlichen Schulung von Mitarbeitenden in nichtärztlichen Einrichtungen zur Anwendung/Auswertung dieser Schnelltests vor. Die Schulung kann maximal alle zwei Monate je Einrichtung/Unternehmen abgerechnet werden. Die Vergütung je Schulung beträgt 70 € und ist über die monatliche Meldung im Abrechnungsportal der KVBB abzurechnen.

 

a) Bürgertestungen

Personen haben seit dem 08.03.2021 mindestens einmal wöchentlich Anspruch auf einen PoC-Antigen-Schnelltest. Den Anspruchsnachweis bildet die Vorlage eines Personalausweises (Darlegung Wohnsitz/gewöhnlicher Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland).

 

Vertragsärzte erhalten für den Abstrich pauschal 15 €, enthalten sind auch die Beratung und das Ausstellen eines ärztlichen Zeugnisses über das Testergebnis.

 

Die Sachkosten für den PoC-Antigen-Schnelltest sind in Höhe der Beschaffungskosten erstattungsfähig:

-          Bis 31.03.2021: höchstens 9 €

-          Ab 01.04.2021: höchstens 6 €

 

Die Abrechnung erfolgt über eine monatliche Meldung im Abrechnungsportal der KVBB.

 

Bitte beachten: Keine Abrechnung von Testungen in Schulen und Kitas sowie in Unternehmen als Bürgertestungen.

 

Hinweis: Bei positivem Antigen-Schnelltest-Ergebnis muss eine Bestätigung des Testergebnisses durch einen PCR-Test erfolgen. Die Bestätigungsdiagnostik mittels PCR-Test ist über die TestV abzurechnen (Anzahlmeldung im Abrechnungsportal (DatenNerv)).  Fällt auch dieser Test positiv aus und es gibt einen begründeten Verdacht auf das Vorliegen einer Virusvariante, besteht Anspruch auf eine variantenspezifische PCR-Testung. Eine nachgewiesene Erkrankung ist immer namentlich an das Gesundheitsamt zu melden. Auch ein positiver Antigen-Schnelltest (PoC-Antigentest) ist meldepflichtig.

 

b) Kontaktpersonen

Einen Anspruch auf Testung haben nur Personen, die in den letzten zehn Tagen Kontakt zu einer mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierten Person hatten.

 

Der Anspruch auf Testung besteht bis zu vierzehn Tage nach dem Kontakt zu einer infizierten Person, wenn eine 14-tägige Quarantäne vom ÖGD angeordnet wurde und die Testung damit zur Verkürzung der Quarantäne dient.

 

Kontaktpersonen sind:

1.  Personen, die insbesondere in Gesprächssituationen mindestens 15 Minuten
     ununterbrochen oder durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten engen Kontakt zu
     einer mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierten Person hatten,

2.  Personen, die mit einer mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierten Person in demselben
     Haushalt leben oder gelebt haben,

3.  Personen, die durch die räumliche Nähe zu einer mit dem Coronavirus SARS-CoV-2
     infizierten Person mit hoher Wahrscheinlichkeit einer relevanten Konzentration von
     Aerosolen auch bei größerem Abstand ausgesetzt waren (z. B. Feiern, gemeinsames
     Singen oder Sporttreiben in Innenräumen),

4.  Personen, die sich mit einer mit dem Coronavirus SARS-CoV-2
     infizierten Person für eine Zeit von über 30 Minuten in relativ beengter Raumsituation oder
     schwer zu überblickender Kontaktsituation aufgehalten haben (z. B Schulklasse,
     Gruppenveranstaltungen),

5.  Personen, die durch die „Corona-Warn-App“ des Robert Koch-Institutes eine Warnung
     mit der Statusanzeige „erhöhtes Risiko“ erhalten haben,

6.  Personen, die Kontakt zu einer mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierten
     Person hatten,

     a. die sie in ihrem Haushalt oder in dem Haushalt der mit dem Coronavirus SARS-CoV-2
         infizierten Person behandeln, betreuen oder pflegen oder behandelt, betreut
         oder gepflegt haben, oder

     b. von der sie in ihrem Haushalt oder in dem Haushalt der mit dem Coronavirus
         SARS-CoV-2 infizierten Person behandelt, betreut oder gepflegt werden
         oder behandelt, betreut oder gepflegt wurden.

 

Es genügt, dass die Person darlegt, dass ein behandelnder Arzt/Ärztin oder der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) festgestellt hat, sie habe Kontakt zu einer auf SARS-CoV-2 positiv getesteten Person gehabt. In der Praxis wird dies in der Regel dadurch erfolgen, dass der Patient/die Patientin sagt, ihm/ihr sei mitgeteilt worden, er/sie solle sich als Kontakt testen lassen. „Darlegen“ oder vortragen heißt, es muss für den Arzt/die Ärztin schlüssig sein.

 

In diesen Fällen wird ein PCR-Test empfohlen.

 

Vertragsärzte erhalten für den Abstrich pauschal 15 €, enthalten sind auch die Beratung und das Ausstellen eines ärztlichen Zeugnisses über das Testergebnis.

 

Für ein ärztliches Gespräch mit einer Kontaktperson, bei der eine SARS-CoV-2-Testung nicht durchgeführt wurde, erhält der/die Vertragsarzt/-ärztin 5€.

 

Die Abrechnung erfolgt über eine monatliche Meldung im Abrechnungsportal der KVBB.

 

Die Beauftragung des Labors erfolgt über das Formular OEGD.

 

c) Ausbruchsgeschehen

Wenn in bestimmten Einrichtungen/Unternehmen in den letzten zehn Tagen eine mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierte Person festgestellt wurde (von der Einrichtung/Unternehmen selbst, einem Arzt/Ärztin oder dem ÖGD), haben asymptomatische Personen Anspruch auf Testung, wenn sie in oder von betroffenen Teilen dieser Einrichtungen oder Unternehmen

1. behandelt, betreut, gepflegt werden oder untergebracht sind oder behandelt,
    betreut oder gepflegt wurden oder untergebracht waren („Behandelte/Betreute/Gepflegte“),

2. tätig sind oder waren oder („Personal“)

3. sonst anwesend sind oder waren („Besucher“).

 

Der Anspruch besteht bis zu vierzehn Tage nach der Feststellung einer mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierten Person, wenn die Testung zur Verkürzung der Absonderungszeit erfolgt.

 

Anspruchsberechtigte Einrichtungen zur Testung bei Ausbruchsgeschehen von SARS-CoV-2

1.      Krankenhäuser

2.      Einrichtungen für ambulantes Operieren,

3.      Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen, in denen eine den Krankenhäusern
         vergleichbare medizinische Versorgung erfolgt

4.      Dialyseeinrichtungen

5.      Tageskliniken

6.      Entbindungseinrichtungen

7.      Behandlungs- oder Versorgungseinrichtungen, die mit einer der in den Nummern
         1 bis 6 genannten Einrichtungen vergleichbar sind

8.      Arztpraxen, Zahnarztpraxen

9.      Praxen sonstiger humanmedizinischer Heilberufe

10.    Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitsdienstes, in denen medizinische
         Untersuchungen, Präventionsmaßnahmen oder ambulante Behandlungen
         durchgeführt werden

11.    ambulante Pflegedienste, die ambulante Intensivpflege in Einrichtungen, Wohngruppen
         oder sonstigen gemeinschaftlichen Wohnformen erbringen

12.    Rettungsdienste

13.    Kindertageseinrichtungen und Kinderhorte, Schulen und sonstige
         Ausbildungseinrichtungen, Heime und Ferienlager

14.    nicht unter § 23 Absatz 5 Satz 1 IfSG fallende voll‐ oder teilstationäre Einrichtungen
         zur Betreuung und Unterbringung älterer, behinderter oder pflegebedürftiger Menschen

15.    Obdachlosenunterkünfte

16.    Einrichtungen zur gemeinschaftlichen Unterbringung von Asylbewerbern, vollziehbar
         Ausreisepflichtigen, Flüchtlingen und Spätaussiedlern

17.    sonstige Massenunterkünfte

18.    Justizvollzugsanstalten

19.    nicht unter § 23 Absatz 5 Satz 1 IfSG fallende ambulante Pflegedienste und
         Unternehmen, die den Einrichtungen nach Nummer 2 vergleichbare Dienstleistungen
         anbieten; Angebote zur Unterstützung im Alltag im Sinne von § 45a Absatz 1 Satz 2
         SGB XI zählen nicht zu den Dienstleistungen, die mit Angeboten in
         Einrichtungen nach § 36 Abs. 1 Nr. 2 IfSG vergleichbar sind

20.   Einrichtungen und Unternehmen, bei denen die Möglichkeit besteht, dass durch
        Tätigkeiten am Menschen durch Blut Krankheitserreger übertragen werden, sowie
        Gemeinschaftseinrichtungen nach § 33 Nummer 2 können durch das
        Gesundheitsamt infektionshygienisch überwacht werden

21.    Vorsorge‐ oder Rehabilitationseinrichtungen auch wenn dort keine den Krankenhäusern
         vergleichbare medizinische Versorgung erfolgt

22.   ambulante Dienste der Eingliederungshilfe.

 

Empfohlen wird ein PCR-Test.

 

Vertragsärzte erhalten für den Abstrich pauschal 15 €, enthalten sind auch die Beratung und das Ausstellen eines ärztlichen Zeugnisses über das Testergebnis.

 

Die Abrechnung erfolgt über eine monatliche Meldung im Abrechnungsportal (DatenNerv) der KVBB. Die Beauftragung des Labors erfolgt über das Formular OEGD.

 

 

d) Verhütung der Verbreitung

Wenn es bestimmte Einrichtungen/Unternehmen oder der ÖGD zur Verhinderung der Verbreitung des Coronavirus verlangen, haben asymptomatische Personen Anspruch auf Testung, wenn sie

1. in oder von bestimmten Einrichtungen behandelt, betreut, gepflegt oder
    untergebracht werden sollen („vor Aufnahme“),

2. in bestimmten Einrichtungen tätig werden sollen oder tätig sind („Personal“), oder

3. in bestimmten Einrichtungen oder Unternehmen gegenwärtig behandelt, betreut, gepflegt
    werden oder untergebracht sind („Behandelte/Betreute/Gepflegte“)
    oder in bestimmten Einrichtungen eine dort behandelte, betreute,
    gepflegte oder untergebrachte Person besuchen wollen („Besucher“).

 

Für Personal bestimmter Einrichtungen/Unternehmen ist der Anspruch auf eine Diagnostik mittels Antigen-Tests (PoC) beschränkt. Die zuständigen Stellen des öffentlichen Gesundheitsdienstes können unter Berücksichtigung der Testkapazitäten und der epidemiologischen Lage vor Ort bei bestimmten Einrichtungen veranlassen, dass auch andere Testmethoden zur Anwendung kommen können.

 

Bei Behandelten/Betreuten/Gepflegten und Besuchern bestimmter Einrichtungen ist der Anspruch auf eine Diagnostik mittels PoC-Antigen-Tests beschränkt, die von der betreffenden Einrichtung im Rahmen eines einrichtungs- oder unternehmensbezogenen Testkonzepts selbst durchgeführt wird.

 

Anspruchsberechtigte Einrichtungen und Personenkreise zur Testung zur Verhütung der Verbreitung des Coronavirus

 

Einrichtungen und Unternehmen

 

Behandelte/

Betreute/Gepflegte

Personal

Besucher

vor Auf-nahme
(PCR)

Während
(PoC)

Krankenhäuser

x

x

x

x

Einrichtungen für ambulantes Operieren

x

x

x

x

Vorsorge‐ oder Rehabilitationseinrichtungen, in denen eine den Krankenhäusern vergleichbare medizinische Versorgung erfolgt

x

x

x

x

Dialyseeinrichtungen

x

x

x

x

Tageskliniken

x

x

x

x

Arztpraxen, Zahnarztpraxen

 

 

x

 

Praxen sonstiger humanmedizinischer Heilberufe

 

 

x

 

ambulante Pflegedienste, die ambulante Intensivpflege in Einrichtungen, Wohngruppen oder sonstigen gemeinschaftlichen Wohnformen erbringen, und

x

x

x

 

Rettungsdienste

 

 

x

 

voll‐ oder teilstationäre Einrichtungen zur Betreuung und Unterbringung älterer, behinderter oder pflegebedürftiger Menschen, die  nicht unter § 23 Absatz 5 Satz 1 IfSG fallen

x

x

x

x

ambulante Pflegedienste und Unternehmen, die den Einrichtungen nach Nummer 2 vergleichbare Dienstleistungen anbieten; Angebote zur Unterstützung im Alltag im Sinne von § 45a Absatz 1 Satz 2 SGB XI zählen nicht zu den Dienstleistungen, die mit Angeboten in Einrichtungen nach § 36 Abs. 1 Nr. 2 IfSG vergleichbar sind, die nicht unter § 23 Absatz 5 Satz 1 IfSG fallen

x

x

x

 

Vorsorge‐ oder Rehabilitationseinrichtungen auch wenn dort keine den Krankenhäusern vergleichbare medizinische Versorgung erfolgt

x

x

x

x

ambulante Hospizdienste und Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV)

x

x

x

 

ambulante Dienste der Eingliederungshilfe

x

x

x

 

 

Vertragsärzte erhalten für den Abstrich pauschal 15 Euro, enthalten sind auch die Beratung und das Ausstellen eines ärztlichen Zeugnisses über das Testergebnis.

Der Abstrich ist für Personal der eigenen Praxis nicht berechnungsfähig.

 

Die Sachkosten für den PoC-Antigen-Schnelltest sind in Höhe der Beschaffungskosten erstattungsfähig:

  • Bis 31.03.2021: höchstens 9 €
  • Ab 01.04.2021: höchstens 6 €

Die Abrechnung erfolgt über eine monatliche Meldung im Abrechnungsportal der KVBB.

 

Hinweis: Bei positivem Antigen-Schnelltest-Ergebnis muss eine Bestätigung des Testergebnisses durch einen PCR-Test erfolgen. Die Bestätigungsdiagnostik mittels PCR-Test ist über die TestV abzurechnen (Anzahlmeldung im Abrechnungsportal (DatenNerv)).  Fällt auch dieser Test positiv aus und es gibt einen begründeten Verdacht auf das Vorliegen einer Virusvariante, besteht Anspruch auf eine variantenspezifische PCR-Testung. Eine nachgewiesene Erkrankung ist immer namentlich an das Gesundheitsamt zu melden. Auch ein positiver Antigen-Schnelltest (PoC-Antigentest) ist meldepflichtig.

 

 

 

 

Ansprechpartner

Mitgliederservice / Abrechnungsberatung
0331/2309-100