Verdachtsfälle (Stand 6.5.)

Zur Abklärung von Verdachtsfällen (begründet oder nicht) bietet das RKI einen Algorithmus (Graphik) als Orientierungshilfe. Die KBV hat diese Praxisinformation zur Verdachtsfallabklärung (Stand. 26.3.) bereit gestellt.

 

Bei Feststellung eines begründeten Verdachtsfalls ist der Arzt verpflichtet, das örtliche Gesundheitsamt umgehend zu informieren (Liste der Gesundheitsämter).

 

 

Wer gilt als Verdachtsfall?

Das Robert-Koch-Institut veröffentlichte mit dem Stand vom 06.05.2020 neue Kriterien, für die Testung von COVID-19 Verdachtsfällen.

 

Als Untersuchungsindikation für eine Testung auf COVID-19 ist nun auch möglich, wenn der Patient akute respiratorische Symptome jeder Schwere und/oder Verlust von Geruchs-/ Geschmackssinn hat. Diese Kriterien gelten auch bei Patienten, bei denen keine Risikofaktoren vorliegen.

 

Weitere Testkriterien sind:

  • Kontakt zu bestätigtem COVID-19 Fall bis max. 14 Tage vor Erkrankungsbeginn und jegliche mit COVID-19 vereinbare Symptome
  • Klinische und radiologische Hinweise auf eine virale Pneumonie und Zusammenhang mit einer Häufung von Pneumonien in Pflegeeinrichtung/Krankenhaus

Bei beiden Testkriterien handelt es sich um meldepflichtige Verdachtsfälle.