EBM-Änderungen

Wir haben für Sie umfassende Informationen zu den vom Bewertungsausschuss beschlossenen EBM-Änderungen zusammengestellt.

 

Die aktuelle Version des EBM können Sie auf der Website der KBV abrufen.


Fragen zum EBM und seinen Änderungen beantworten Ihnen die Mitarbeiter der Abrechnungsberatung der KVBB unter der EBM-Hotline 0331 982298 03.

 

Wünsche Sie eine weitergehende Beratung? Nutzen Sie das Angebot der Abrechnungsberatung EBM-Änderungen und andere aktuelle Themen bei Ihren Stammtischen vorzustellen und Ihre Fragen vor Ort zu beantworten.


Bei Interesse wenden Sie sich bitte an die vorgenannte EBM-Hotline.

 

 

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Überblick zu den EBM-Neuerungen

 

EBM – Änderungen zum 01.01.2019 - Nachtrag

Fachärztlicher Versorgungsbereich

  • Änderung der Bewertung der GOP 08411 (Belegärztliche Geburtshilfe) im Abschnitt 8.4 EBM

EBM-Änderungen zum 01.01.2019

Anhebung des Orientierungswertes 2019

Arztgruppenübergreifender allgemeiner Bereich

  • Neuaufnahme eines Abschnittes 4.3.9 in die Allgemeinen Bestimmungen des EBM,  Neuaufnahme des Abschnitts 1.6 (Ärztliche Zweitmeinung) sowie Aufnahme der GOP 01645 EBM
  • Übertragung des elektronischen Medikationsplan auf die eGK des Patienten wird in den fakultativen Leistungsinhalt der GOP 01630 EBM aufgenommen
  • Streichung des Abrechnungsausschlusses, der Nebeneinanderberechnung der GOP 01748 EBM (Bauchaortenaneurysmenscreening) neben der GOP 33043 EBM (Sonographische Untersuchung eines oder mehrerer Uro-Genital-Organe…)
  • Neuregelung der Abrechnungsmöglichkeit zur GOP 01102 EBM für Radiologen und Strahlentherapeuten

Arztgruppenübergreifender spezieller Versorgungsbereich

  • Änderung der Leistungsinhalte zu den GOP 11235 und 11236 EBM sowie Aufnahme der GOP 19461 in den Abschnitt 19.4.4 EBM
  • Osteodensitometrie (GOP 34600, 34601 Abschnitt 34.6 EBM) wird höher vergütet
  • Neuaufnahme der GOP 30440 in den Abschnitt 30.4 EBM - extrakorporale Stoßwellentherapie bei Fasciitis plantaris
  • Neuaufnahme einer Leistung für die Mitbetreuung eines Patienten bei Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase - Abschnitt 37.4 EBM (GOP 37400)

Fachärztlicher Versorgungsbereich

  • Ausweitung der Abrechnungsmöglichkeit der GOP 07345 EBM (Zusatzpauschale Behandlung und/oder Betreuung eines Patienten mit einer gesicherten onkologischen Erkrankung…) auf weitere Krankheitsbilder
  • Bei den Internisten gehört die Anlage und Löschung eines Notfalldatensatzes auf der eGK künftig (GOP 01640 - 01642 EBM) zur fachärztlichen Grundversorgung

Hausärztlicher Versorgungsbereich

  • Erhöhung der Versichertenpauschale der Altersklasse „ab Beginn des 76. Lebensjahres“ 
  • Zusatzpauschale für die neuropädiatrische Betreuung (GOP 04433 EBM)  künftig auch für Patienten mit einem komplexen regionalem Schmerzsyndrom der oberen Extremitäten Typ II berechnungsfähig


Rückwirkende Änderung zum 01.10.2018

  • Dermatologen dürfen die Betreuung eines Patienten zwischen den Druckkammerbehandlungen bei der hyperbaren Sauerstofftherapie bei diabetischem Fußsyndrom berechnen (GOP 30214 EBM)
  • Sachkostenpauschale (40301 EBM) ist für die Durchführung der Messung der myokardialen fraktionierten Flussreserve bei belegärztlicher Durchführung nicht berechnungsfähig

 

 

EBM-Änderungen zum 01.10.2018

Fachärztlicher Versorgungsbereich

  • Änderung der Anmerkungen der GOP 04411, 04413 bis 04416 im Abschnitt 4.4.1  und parallel dazu der GOP 13571, 13573 bis 13576 im Abschnitt 13.3.5 sowie die entsprechenden Praämbeln der Nrn. 3, 4 und 8 der Präambel zu Kapitel 13.1

Arztgruppenübergreifender allgemeiner Bereich

  • Änderung der Leistungslegende der GOP 01622 EBM (Ausführlicher schriftlicher Kurplan…) und Neuaufnahme der GOP 01624 EBM (Verordnung medizinischer Vorsorge für Mütter und Väter)
  • Neuaufnahme des Abschnitts 30.2.2 (Hyperbare Sauerstofftherapie bei diabetischem Fußsyndrom) in das Kapitel 30.2 EBM sowie Aufnahme der GOP 30210, 30212, 30214, 30216 und 30218

Arztgruppenübergreifender spezieller Versorgungsbereich

  • Redaktionelle Änderung der ersten und vierten Bestimmung zum Abschnitt 34.2.9 EBM und Neuaufnahme der GOP 34298 EBM ( Zuschlag zu der GOP 34291 für die Messung der myokardialen fraktionellen Flussreserve - FFR)
  • Neuaufnahme der entsprechenden Kostenpauschale 40301 EBM (Kostenpauschale für die Durchführung der Leistung entsprechend der GOP 34298) in den Abschnitt 40.6
  • Aufnahme der GOP 01416 in die Präambel 23.1 EBM Nr. 5
  • Aufnahme der OPS-Codes 5.601.42 (Photoselektiven Vaporisation) und des OPS-Codes 5-601.72 (Thulium-Laserenukleation) in den Anhang 2 zum EBM

 

Rückwirkende Änderung ab 01.01.2011

Arztgruppenübergreifender allgemeiner Versorgungsbereich

  • Änderung Betreuungs- und Beobachtungsleistungen aufgrund Urteil Bundessozialgericht vom 25.01.2017

 

Rückwirkende Änderungen zum 01.07.2017

Arztgruppenübergreifender spezieller Versorgungsbereich

  • Änderung des Leistungsinhaltes der GOP 34291 EBM

 

EBM-Änderungen zum 01.07.2018    

Arztgruppenübergreifender allgemeiner Versorgungsbereich

  • Bewertung der Gebührenordnungsposition (GOP) 01724 EBM neu festgelegt

Arztgruppenspezifischer Versorgungsbereich

  • Verlängerung Übergansregelung bei der Funktionsanalyse von Kardiovertern bzw. Defibrillatoren und Systemen zur kardialen Resynchronisationstherapie

Arztgruppenübergreifender spezieller Versorgungsbereich

  • Weitere Anpassungen im Laborkapitel 32 EBM

 

EBM-Änderungen zum 01.04.2018

Arztgruppenübergreifender allgemeiner Versorgungsbereich

  • Laborreform
  • Keine PFG bei GOP 01738

Arztgruppenübergreifender spezieller Versorgungsbereich

  • Thulium-Laserresektion im EBM
  • Psychotherapeutische Sprechstunde verpflichtend
  • Psychotherapeuten können Reha und Soziotherapie verordnen
  • Anpassung des Anhang 2

 

EBM-Änderungen zum 01.01.2018

Der Orientierungspunktwert für das Jahr 2018 ist auf 10,6543 Cent festgelegt.

 

Fachärztlicher Versorgungsbereich

  • Neuaufnahme von Leistungen zur transurethralen Botulinumtoxin-Therapie in das Kapitel 8 und 26 EBM; GOP 08312, 08313, 26316, 26317
  • Änderungen zur Hörgeräteversorgung in den Kapiteln 9 und 20 EBM; Neubewertung der GOP 09372, 20372, 09373, 20373, 09374, 20374
  • Übergangsregelung zu den GOP 04413 bis 04416 und 13573 bis 13576 EBM (konvent. bzw. telemed. Funktionsanalyse eines Defibrillators/Kardioverters bzw. CRT-Systems) erneut verlängert
  • EBM - Detailänderungen Humangenetik  Abschnitt 11.3 EBM, Verlängerung der Übergangsfrist zur Abrechnung der GOP 11235 und 11236 EBM ohne Genehmigung der KV sowie die Neuaufnahme der GOP 19460 EBM in den Abschnitt 19.4.4 EBM
  • Änderung der Diagnosevorgaben zu den GOP 14313 (Zusatzpauschale kontinuierliche Mitbetreuung eines Patienten mit einer psychiatrischen Erkrankung…) und 14314 im Abschnitt 14.3  EBM
  • Änderung der ersten Anmerkung zu den GOP 30600 (Zusatzpauschale  Prokto-/Rektoskopie) und 30601 EBM (Zuschlag zur 30600), GOP 13260 EBM  wurde rausgestrichen

Arztgruppenübergreifender allgemeiner Versorgungsbereich

  • Aufnahme neuer  Pauschalen zum  Notfalldatenmanagement in den Abschnitt 1.6 EBM, GOP 01640, 01641,01642 EBM
  • Neuaufnahme von Leistungen zur Früherkennung eines Bauchaortenaneurysma in den Abschnitt 1.7.2 EBM, GOP 01747, 01748 EBM
  • Änderung der GOP 01630 (Medikationsplan), Streichung des Bezugs auf den Krankheitsfall und Aufnahme analoger Abrechnungsausschlüße

Arztgruppenübergreifender spezieller Versorgungsbereich

  • Änderung der ersten Bestimmung im Abschnitt 32.2 EBM
  • Anhebung der Punktzahlen für intravitreale Medikamenteneingabe

Kostenpauschalen

  • Aufnahme einer Bestimmung Nr. 1 in den Abschnitt 40.4 EBM in Bezug auf das Versenden von e-Arztbriefen
  • Neuaufnahme der Kostenpauschale GOP 40161 (Kostenpauschale zu Leistungen der transurethralen Botulinumtoxin-Therapie) in den Abschnitt 40.5 EBM
  • Änderung der Überschrift zum Abschnitt 40.5 EBM, der Vermerk „Besuche durch Mitarbeiter“ wurde gestrichen

 

EBM-Änderungen zum 01.10.2017

Fachärztlicher Versorgungsbereich

  • Epilation mittels Lasertechnik

Arztgruppenübergreifender spezieller Versorgungsbereich

  • Neue Abrechnungssystematik bei Schrittmachersystemen
  • Ambulante Palliativmedizin - Neue Leistungen im EBM
  • Weiterführendes geriatrisches Assessment innerhalb von BAG auch ohne Überweisung möglich
  • Neuerungen Substitutionsbehandlung, Konsiliarius-Regelung und Take-Home-Vergabe
  • Streichung der GOP 32040 und der Kostenpauschale 40150

 

EBM-Änderungen zum 01.07.2017

  • Erweiterung der Allgemeinen Bestimmungen 4.2.1 Geschlechtsspezifikation

Hausärztlicher Versorgungsbereich

  • Aufnahme eines Screening des Herzens bei Neugeborenen in den EBM

Fachärztlicher Versorgungsbereich

  • Aufnahme der Möglichkeit der Abrechnung von Hausbesuchen von in Facharztpraxen tätigen nichtärztlichen Praxisassistenten in den EBM

Arztgruppenübergreifender spezieller Versorgungsbereich

  • Redaktionelle Änderung der Nr. 3 der Präambel 30.12 EBM (Diagnostik und Eradikationstherapie im Rahmen von MRSA)
  • Strukturreform der psychotherapeutischen Versorgung - Aufnahme neuer GOP in den  EBM-Abschnitt 35.2
  • Änderung der 2. Anmerkung (rückwirkend zum 01.04.2017) zur GOP 35120 im Abschnitt 35.1 EBM
  • Änderung (rückwirkend zum 01.04.2017) der Bewertung der GOP 35150,35151 und 35152 sowie der GOP 22216, 22218, 23216, 23218,35151, 35152, 35254 und 35573; Kennzeichnung  der GOP 35151, 35254 und 35573 als Leistung der fachärztlichen Grundversorgung
  • Änderung der Bewertung der GOP 01713 bis 01720,01723 und 01732
  • Änderung der Bewertung der GOP 50110 und 50111 ( Tbc-Laborleistungen) sowie Neuaufnahme der GOP 50112 in den Abschnitt 50.1 EBM (einschl. Anpassung Anhang EBM)

 

EBM-Änderungen zum 01.04.2017
Hausärztlicher Versorgungsbereich

  • Aufnahme einer neuen Versorgungspauschale für Kindernephrologen in den EBM

Fachärztlicher Versorgungsbereich

  • Vergütung von Telekonsilen zwischen Ärzten zur Befundbeurteilung von Röntgen- und CT-Aufnahmen

Arztgruppenübergreifender spezieller Versorgungsbereich

  • Neues Testverfahren – Stuhltest iFOBT
  • Anleitung zur Glukosemessung mit Real-Time-Messgeräten wird vergütet
  • Vergütung der Videosprechstunde geregelt
  • Neue Regelungen für Notfall- und Bereitschaftsdienst im EBM
  • Strukturreform der psychotherapeutischen Versorgung

 

EBM-Änderungen zum 01.01.2017
Hausärztlicher Versorgungsbereich

  • Neuregelung der qualifizierten nichtärztlichen Praxisassistenten (NäPA)
  • Erweitertes Kinderfrüherkennungsprogramm im EBM geregelt
  • Ausweitung der Abrechnungsmöglichkeiten für den Sozialpädiatrischen Zuschlag

Fachärztlicher Versorgungsbereich

  • Humangenetik: EBM-Änderungen beschlossen

Arztgruppenübergreifender spezieller Versorgungsbereich

  • Förderung für Versand und Empfang von eArztbriefen
  • Stufenweise Anhebung der Zuschläge für Infektionsdialyse
  • Telemedizin – Anforderungen in neuer Anlage 31 Bundesmantelvertrag-Ärzte (BMV-Ä) geregelt

 

Rückwirkende Änderung zum 01.04.2005

  • Psychotherapeuten erhalten Samstagssprechstunde

 

EBM-Änderungen zum 01.10.2016

 

Arztgruppenübergreifender spezieller Versorgungsbereich

  • Aufnahme eines Bundeseinheitlichen Medikationsplans für Haus- und Fachärzte in den EBM

Fachärztlicher Versorgungsbereich

  • Aufnahme eines Aufklärungsgespräches im Rahmen des Mammographie-Screenings, GOP 01751 EBM
  • Kardiologen erhalten Dokumentation vergütet, GOP 34291, 40306 EBM

 

EBM-Änderungen zum 01.07.2016

Arztgruppenübergreifender spezieller Versorgungsbereich

  • Aufnahme neuer Leistungen zur Spezialisierten geriatrischen Diagnostik und Versorgung in den EBM, GOP 30980, 30981, 30984 - 30986, 30988
  • Aufnahme neuer Leistungen in den EBM zur Stärkung der Pflegeheimversorgung, GOP 37100, 37102, 37105, 37113, 37120

Fachärztlicher Versorgungsbereich

  • Weiterentwicklung der humangenetischen Gebührenordnungspositionen (Kapitel 11)
  • Aufnahme neuer EBM-Ziffern für Narkose bei Katarakt-OP, GOP 31840, 31841, 36840, 36841
  • Aufnahme delegationsfähiger Leistungen in den EBM, GOP 38100, 38105, 38200, 38205

 

EBM-Änderungen zum 01.04.2016

Arztgruppenübergreifender spezieller Versorgungsbereich

  • Aufnahme neuer telemedizinscher GOP 04418/13552 und GOP 01438 in den EBM

Fachärztlicher Versorgungsbereich

  • Aufnahme neuer GOP und OP-Verfahren in den EBM für belegärztlich tätige Fachärzte für Urologie
  • Erweiterte Verordnungsmöglichkeiten für Soziotherapie (GOP 30800, 30810 und 30811)
  • Arthroskopien bei Gonarthrose nur noch begrenzt GKV-abrechnungsfähig (GOP 31142 - 31145)

 

EBM-Änderungen zum 01.01.2016

Fachärztlicher Versorgungsbereich

  • Aufnahme der Tumordiagnostik mittels PET in den EBM für Fachärzte für Radiologie und Fachärzte für Nuklearmedizin
Detailinformationen

EBM-Änderungen zum 01.01.2019

 

Belegärztliche Geburtshilfe höher bewertet

Die Bewertung der belegärztlichen Geburtshilfe (GOP 08411 EBM) wurde zum 01.01.2019 angehoben.

 

Gebührenordnungs-
position

Bezeichnung

Bewertung bis 31.12.2018 in Punkten

Bewertung ab 01.01.2019 in Punkten

08411

Betreuung und Leitung einer Geburt

2030

2787

 

Seit dem 1. Januar 2009 gilt unverändert die Regelung, dass die GOP des Abschnitts 8.4 EBM (GOP 08410-08416 EBM)  bei belegärztlicher Durchführung mit einem Faktor von 1,1869 zu multiplizieren sind. Diese Regelung war bisher im EBM nicht sichtbar und wurde nun durch den Bewertungsausschuss in die Präambel des Abschnitts 8.4 EBM aufgenommen.

 

Detaillierte Informationen erhalten Sie hier.

 

Anhebung des Orientierungswertes 2019

Der Orientierungswert steigt zum Januar 2019 auf 10,8226 Cent. Damit erhöhen sich die Preise für in Punkte bewertete ärztliche und psychotherapeutische Leistungen um 1,58 Prozent.

 

Die Anhebung berücksichtigt die Preiskomponente und damit unter anderem die Inflationsrate.

Ärztliche Zweitmeinung

Patienten können sich vor bestimmten planbaren Operationen zukünftig eine zweite ärztliche Meinung einholen. Mit Wirkung zum 1. Januar 2019 wird zur Erstattung der entstehenden Kosten im Rahmen der Zweitmeinung die GOP 01645 EBM mit einer Vergütung von 75 Punkten (8,12 Euro) neu in den EBM aufgenommen. Darüber hinaus wurde in den Allgemeinen Bestimmungen festgelegt, dass für die ärztliche Zweitmeinung die jeweilige Versicherten-, Grund- oder Konsiliarpauschale berechnungsfähig ist.

 

Ein rechtlicher Zweitmeinungsanspruch besteht vorerst bei einer geplanten Mandelteilresektion (Tonsillotomie), bei einer geplanten vollständigen Entfernung der Gaumenmandel (Tonsillektomie) sowie bei einer geplanten Gebärmutterentfernung (Hysterektomie).

 

Rät der indikationsstellende Arzt einen Patienten zu einer Tonsillektomie, Tonsillotomie oder Hysterektomie, muss er den Patienten darauf hinweisen, dass er sich vor dem Eingriff eine Zweitmeinung einholen kann. Dazu ist unter anderem das Merkblatt des G-BA auszuhändigen.

(KV-Intern-Ausgabe 1/2019 detaillierter Artikel)  

Weitere Informationen erhalten Sie unter: Praxisnachrichten der KBV vom 13.12.2018 und hier.

 

Übertragung des Medikationsplans auf die elektronische Gesundheitskarte (eGK)

Im E-Health Gesetz wurde beschlossen, dass Versicherte ab Januar 2019 Anspruch auf die Speicherung des Medikationsplans auf ihrer eGK haben. Die Umsetzung ist technisch derzeit noch nicht möglich. Die entsprechenden Anpassungen wurden jedoch im EBM zum 1. Januar 2019 bereits vorgenommen, der fakultative Leistungsinhalt der GOP 01630 EBM ist um die Übertragung des elektronischen Medikationsplans auf der eGK ergänzt worden.

 

Den Beschluss des Bewertungsausschusses finden Sie hier.

 

Abrechnungsausschluss zum Bauchaortenaneurysmenscreening

Vertragsärzte, mit entsprechender Genehmigung,  können ab dem 01.01.2019 die Uro-Genitalsonographie (GOP 33043 EBM) neben dem Ultraschallscreening auf Bauchaortenaneurysmen (GOP 01748 EBM) berechnen. Damit wurde der derzeit gültige Abrechnungsausschluss aufgehoben.  Allerdings wird ein Abschlag auf die Gesamtpunktzahl der GOP 33043 EBM bei der Nebeneinanderabrechnung der beiden Leistungen in Höhe von 8 Punkten erhoben und die GOP ist mit einem „A“ zu kennzeichnen (GOP 33043A). Die entsprechenden Anpassungen erfolgten sowohl im Abschnitt 1.7.2 EBM als auch im Kapitel 33 EBM.

 

Nähere Informationen zum Beschlusstext erhalten Sie hier.

 

Samstagszuschlag nach GOP 01102 EBM nun auch für Radiologen und Strahlentherapeuten

Fachärzte für diagnostische Radiologie und Fachärzte für Strahlentherapie dürfen nun auch den Samstagszuschlag nach der GOP 01102 EBM abrechnen. Dazu erfolgt die Aufnahme der GOP 01102 EBM in die Präambeln 24.1 sowie 25.1.

 

Weitere Informationen erhalten Sie unter: Praxisnachrichten der KBV vom 20.12.2018 und hier.

 

Änderungen in der Humangenetik und Tumorgenetik

Die humangenetischen Beurteilungsleistungen nach den GOP 11235 und 11236 EBM  sind zukünftig weiterhin ohne Qualitätssicherungsvereinbarung berechnungsfähig. Die entsprechende Ankündigung wurde in den Anmerkungen der GOP gestrichen.

 

Die Verordnung von Osimertinib (Tagrisso) für die Erstlinientherapie von erwachsenen Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom mit aktivierenden Mutationen des epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptor-(EGFR)-Gens kann bei fehlender Gewebeprobe auch anhand einer Flüssigbiopsie erfolgen. Diese Leistung wird nun als extrabudgetär vergütete Leistung mit der GOP 19461 in den Abschnitt 19.4.4 EBM aufgenommen.

 

Weitere Informationen erhalten Sie unter: Praxisnachrichten der KBV vom 13.12.2018 und hier.

 

Der Beschluss beinhaltet weitere Änderungen mit Wirkung zum 1. April 2019 über die wir zu einem späteren Zeitpunkt gesondert informieren werden.

 

Osteodensitometrie wird höher vergütet

Zum Januar 2019 erfolgt die Anpassung der Bewertungen  der osteodensitometrischen Untersuchungen I und II.

GOP

Bezeichnung

Bewertung bis 31.12.2018 in Punkten

Bewertung  ab 01.01.2019 in Punkten

34600

Osteodensitometrische Untersuchung I

161

268

34601

Osteodensitometrische Untersuchung II

161

268

 

Zur Finanzierung der Mehrkosten für die GOP 34600 EBM, wird die morbiditätsbedingte

 

Gesamtvergütung (MGV) entsprechend erhöht. Die Honorierung der GOP 34601 EBM erfolgt weiterhin extrabudgetär.

 

Des Weiteren erfolgt im Anhang 3 des EBM eine Anpassung der entsprechenden Prüfzeiten beider Leistungen von 7 min auf 2 min in Tages- und Quartalszeitprofil.

 

Weiter Details können Sie dem Beschluss des Bewertungsausschusses entnehmen.

 

Stoßwellentherapie bei Fasciitis plantaris nach EBM berechnungsfähig

Bereits im April 2018 hatte der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beschlossen, dass die Behandlungsmethode extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT)  für Patienten mit Fersenschmerzen auf Grund einer Fasciitis plantaris (M72.2) Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung wird. Die Richtlinie zu Untersuchungs- und Behandlungsmethoden der vertragsärztlichen Versorgung wurde dementsprechend angepasst.

 

Zum 01.01.2019 erfolgt die Überführung der Leistung in den EBM. Die  neue GOP 30440 wird  in den Abschnitt 30.4 EBM aufgenommen und mit 247 Punkten bewertet.

 

Die Vergütung der neuen Behandlungsmethode erfolgt vorerst für zwei Jahre extrabudgetär.

 

Die Durchführung und Berechnung der GOP 30440 EBM ist ausschließlich Fachärzten für Orthopädie, Fachärzten für Orthopädie und Unfallchirurgie und Fachärzten für Physikalische und Rehabilitative Medizin vorbehalten.

 

Die Patienten wiederum müssen schon mindestens sechs Monate unter Fersenschmerz bei Fasciitis plantaris leiden und dadurch in ihrer gewohnten körperlichen Aktivität eingeschränkt sein. Während dieser Zeit müssen zudem unterschiedliche konservative Therapieansätze sowie Maßnahmen wie Dehnübungen und Schuheinlagen ohne relevante Beschwerdebesserung angewandt worden sein. Erst dann dürfen die Ärzte eine Stoßwellentherapie als zusätzliche Maßnahme durchführen.

 

Detailinformationen erhalten Sie beim G-BA und hier.

 

Neue GOP zur Beratung von Heimbewohnern bei der Versorgungsplanung

Pflegeheimbewohnern kann nach § 132g SGB V eine Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase angeboten werden. Diese Aufgabe soll ein besonders qualifizierter Berater in Abstimmung mit dem behandelnden Arzt des Patienten übernehmen.  Vor diesem Hintergrund wird zum 1. Januar 2019  der neue Abschnitt 37.4 in den EBM aufgenommen.

 

Die Pauschale 37400 beinhaltet die Zusammenarbeit und den Informationsaustausch des betreuenden Vertragsarztes mit dem besonders qualifizierten Berater über das Angebot der gesundheitlichen Versorgungsplanung und die verwendeten Notfalldokumente. Inhalt ist ebenso die schriftliche Patientenverfügung für Notfallsituationen, die vom Berater erstellt und vom betreuenden Vertragsarzt (Hausärzte/Fachärzte) unterschrieben wird. Optional kann der Arzt an einem Beratungsgespräch und/oder einer Fallbesprechung des Beraters mit dem Patienten teilnehmen.

 

Die Vorgabe des Gesetzgebers finden Sie hier.

 

Den Beschluss des Bewertungsausschusses kann hier eingesehen werden.

 

Ausweitung der Abrechnungsmöglichkeit der GOP 07345 EBM

Fachärzte für Chirurgie können für die Betreuung eines Patienten mit einer gesicherten onkologischen Erkrankung bei laufender Therapie oder Betreuung im Rahmen der Nachsorge die GOP 07345 EBM berechnen. Für die Berechnungsmöglichkeit wurden im EBM Krankheitsbilder mittels ICD-10-GM definiert. Neu ist, dass die GOP 07345 EBM ab Januar 2019 auch für Patienten mit bösartiger Neubildung der Bronchien und Lunge (C34.-) sowie  für Patienten mit bösartiger Neubildung des Herzens, des Mediastinums und der Pleura (C38.-) und auch für Patienten mit bösartiger Neubildung sonstiger Lokalisation des Atmungssystems (C39.-) berechnungsfähig ist.

 

Folgen Sie dem Link zum Beschluss.

 

Anlage und Löschung des Notfalldatensatzes Bestandteil der fachärztlichen Grundversorgung

Für die Anlage und Löschung eines Notfalldatensatzes auf der eGK ist vorgesehen, dass Ärzte einen Zuschlag zur Grund- bzw. Versichertenpauschale nach den GOP 01640 bis 01642 EBM erhalten. Diese Zuschläge sind nach Anhang 3 des EBM Bestandteil der fachärztlichen Grundversorgung.

 

Zukünftig sind die Zuschläge für die internistische Grundversorgung nach den GOP 13294, 13344, 13394, 13494, 13543, 13594, 13644 und 13694 EBM auch in Behandlungsfällen berechnungsfähig, in denen ausschließlich die Zuschläge für die Anlage und Löschung eines Notfalldatensatzes berechnet werden.

 

Detailinformationen erhalten Sie hier.

 

Erhöhung der Versichertenpauschale

Im hausärztlichen Bereich wird zum Januar 2019 die Versichertenpauschale in der Altersklasse ab dem 76. Lebensjahr auf 211 Punkte angehoben.

 

Hintergrund ist der zu erwartenden Anstieg von Verordnungen für häusliche Krankenpflege. Im Dezember 2017 erfolgten Änderungen in der Richtlinie - Häusliche Krankenpflege, wonach Vertragsärzte im Rahmen der häuslichen Krankenpflege auch z. B. Unterstützungspflege verordnen dürfen. Die Prüfung der Notwendigkeit und Koordination der häuslichen Krankenpflege (GOP 01420) war zum Januar 2008 in die Versichertenpauschale der Hausärzte integriert worden. Fachärzte hingegen rechnen seitdem weiterhin die GOP 01420 EBM ab.

 

Informationen erhalten Sie hier.

 

Ausweitung der Abrechnungsmöglichkeit der GOP 04433 EBM

Die Zusatzpauschale für die neuropädiatrische Betreuung nach der GOP 04433 EBM ist nun auch für Patienten mit komplexen regionalen Schmerzsyndrom der oberen Extremitäten, Typ II: Kausalgie (ICD-10-Kode G90.60) berechnungsfähig.

 

Hintergrund ist die Streichung des ICD-10-Kodes G56.4 sowie die Übernahme des medizinischen Inhaltes in den neuen ICD-10-Kode G90.60.

 

Den Beschluss des Bewertungsausschusses finden Sie unter Praxisnachrichten der KBV vom 20.12.2018 und hier.

 

 

Hyperbare Sauerstofftherapie jetzt auch für Dermatologen

Zum Oktober 2018 erfolgte die Aufnahme der hyperbaren Sauersstofftherapie als neue berechnungsfähige Leistung in den EBM. Vorab wurde diese Behandlungsmöglichkeit für Patienten mit einem diabetischen Fußsyndrom als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung durch den G-BA beschlossen und die Richtlinie „Methoden vertragsärztlicher Versorgung“ dem entsprechend angepasst. Die Abrechnungsmöglichkeiten der GOP des Abschnittes 30.2.2 EBM sind jeweils einzelnen Fachärzten vorbehalten und unterliegen einer Genehmigungspflicht.

 

Rückwirkend zum 1.10.2018 wurde beschlossen, dass die Betreuung eines Patienten zwischen den Druckkammerbehandlungen (GOP 30214 EBM)  nun auch von Dermatologen durchgeführt und berechnet werden kann, sofern dieser die im EBM geforderten Mindeststandards erfüllt.

 

Detaillierte Informationen finden Sie unter Praxisnachrichten der KBV vom 20.12.2018 und hier.

 

 

Keine Berechnung der Sachkosten bei der Messung der myokardialen fraktionierten  Flussreserve bei belegärztlicher Behandlung

Rückwirkend zum 1. Oktober 2018 hat der Bewertungsausschuss klargestellt, dass die Sachkostenpauschale 40301 für die Durchführung der Messung der myokardialen fraktionierten Flussreserve bei belegärztlicher Durchführung nicht berechnungsfähig ist. Dazu wird die Sachkostenpauschale 40301 in die Nummer 3 der EBM-Präambel aufgenommen.

 

Detaillierte Informationen finden Sie unter Praxisnachrichten der KBV vom 20.12.2018 und hier.

 

 

EBM-Änderungen zum 01.10.2018

 

 

Rhythmusimplantat-Kontrolle

 

Durch die Anpassung und Neuformulierung der QS-Vereinbarung zur Kontrolle von aktiven kardialen Rhythmusimplantaten (nach § 135 Abs. 2 SGB V) hat der Bewertungsausschuss die entsprechenden redaktionellen Anpassungen im EBM beschlossen. Mit der Anpassung der QS-Vereinbarung endet nun endgültig die Übergangsfrist, wonach die GOP des Abschnitts 4.4.1 EBM  (04411, 04413 bis 04416)  und die GOP des Abschnitts 13.3.5 EBM (13571, 13573 bis 13576) ohne Genehmigung durch die KVBB berechnet werden konnten.

 

Detailinformationen erhalten Sie unter folgendem Link.

 

Verordnung medizinischer Vorsorge für Mütter und Väter

 

Zum 1. Oktober 2018 wird die Verordnung medizinischer Vorsorge für Mütter und Väter bundesweit vereinheitlicht. Es wurde zwischen den Vertragspartnern ein neues Formular 64 vereinbart. Dieses neue Formular vereinfacht das Verordnungsverfahren  und kann sowohl per Praxisverwaltungssoftware wie auch per Blankoformularbedruckung ausgestellt werden. Für die Ausstellung des Formulars 64 wird die GOP 01624 neu in den EBM aufgenommen.  

 

Im Zusammenhang mit der medizinischen Vorsorge für Mütter und Väter wird das Muster 65  „Ärztliches Attest Kind“ eingeführt.  Für das Ausstellen dieses Formulars kann die GOP 01622 EBM berechnet werden.  

 

Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link.

 

Neuaufnahme des Abschnitts 30.2.2 EBM - Hyperbare Sauerstofftherapie bei diabetischem Fußsyndrom (HBO)

Der gemeinsame Bundesausschuss hatte bereits im September 2017 die Leistungsausweitung zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen beschlossen und die Hyperbare Sauerstofftherapie  (HBO) bei schwerem diabetischem Fußsyndrom in die Richtlinie – Methoden vertragsärztlicher Versorgung aufgenommen. Es erfolgt nun die Überführung in den EBM. Die ärztlichen Aufwände werden durch fünf neue GOP (GOP 30210, 30212, 30214, 30216 und 30218 EBM) abgebildet.

 

Zwei der neuen GOP, die Durchführung der Hyperbaren Sauerstofftherapie (GOP 30218 EBM) und die Feststellung der Eignung auf Druckkammertauglichkeit (GOP 30216 EBM), sind genehmigungspflichte Leistungen. Die Vergütung der Leistungen soll außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung erfolgen.

 

Nähere Informationen zum Thema erhalten Sie unter folgendem Link.

 

Neuaufnahme der GOP 34298 EBM - Messung der myokardialen fraktionellen Flussreserve – (FFR) und Neuaufnahme einer Kostenpauschale

Die Untersuchungsmethode zur Messung der myokardialen fraktionellen Flussreserve (FFR) bei Patienten mit KHK wird in den EBM überführt. In den Abschnitt 34.2.9 EBM erfolgt die Aufnahme der neuen GOP 34298 EBM (FFR) als Zuschlag zur GOP 34291 EBM (Herzkatheteruntersuchung mit Koronarangiographie). Zur Darrstellung der entsprechenden Sachkosten, einschließlich der Kosten für Kontrastmittel und Sprechstundenbedarf, wird die Kostenpauschale 40301 in den Abschnitt 40.6 EBM aufgenommen.

 

Die GOP 34298 EBM ist an eine Genehmigungspflicht gebunden. Zur Einführung dieser neuen Leistung ist ebenfalls eine Anpassung der QS-Vereinbarung vorgesehen. Es wurde eine Übergangsregelung bis zum 31. Dezember 2018vereinbart, die die Genehmigung nur für Fachärzte für Innere Medizin und Kardiologie vorzieht, die bereits eine Genehmigung zur Durchführung zur invasiven Kardiologie besitzen.

 

Sie erhalten detaillierte Informationen unter dem folgendem Link

 

Aufnahme der GOP 01416 EBM  in die Präambel 23.1 EBM Nr. 5 – Begleitung eines Kranken

Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendpsychotherapeuten können im Falle einer Notfalleinweisung auf Grund von akuter Selbst- und Fremdgefährdung die Begleitung eines Patienten übernehmen und abrechnen. Die GOP 01416 EBM ist ab 01.10.2018 entsprechend abrechnungsfähig. Die Änderung der Krankentransport-Richtlinie wurde schon im März 2017 vorgenommen.

 

Vertiefende Details erhalten Sie im Beschluss des Bewertungsausschusses.

 

 

Neuaufnahme von OPS-Kodes zu Operationsverfahren zur Behandlung des benignen Prostatasyndroms in den Anhang 2 des EBM

Das Operationsverfahren Thulium-Laserenukleation  (OPS-Kode 5-601-72) und das Verfahren der Photoselektiven Vaporisation (OPS-Kode 5-601.42) zur Behandlung des benignen Prostatasyndroms werden in den Anhang 2 des EBM aufgenommen. Die Durchführung beider Verfahren setzt eine Genehmigung nach der QS-Vereinbarung voraus. Die QS-Vereinbarung wird ebenfalls in Bezug auf die beiden neuen OP-Verfahren erweitert, bis dahin gilt für die Genehmigung zur Durchführung beider Verfahren eine Übergangsregelung bis zum 31. Dezember 2018.

 

Näheres erfahren Sie unter nachstehendem Link.

 

Rückwirkende Änderung ab 01.01.2011

Das Bundessozialgericht urteilte am 25.01.2017, dass Betreuungs- und Beobachtungsleistungen nach den GOP 01510 bis 01512 EBM auch von ermächtigten stationären Einrichtungen und ermächtigten Ärzten abgerechnet werden können. Der obligate Leistungsinhalt der GOP 01510 bis 01512 EBM wird dementsprechend angepasst. Die Änderung erfolgt rückwirkend zum 01.01.2011. Weiterhin erfolgten kleinere redaktionelle Änderungen der Bezeichnung des Abschnitts 1.5 EBM und in den Anhängen 1 und 3 des EBM.

Rückwirkende Änderungen zum 01.07.2017

Änderung des Leistungsinhaltes der GOP 34291

Der Gemeinsame Bewertungsausschuss hat am 19. Februar 2015 mit Änderung der Richtlinie zur einrichtungs- und sektorenübergreifenden Qualitätssicherung (Qesü-RL) das erste Verfahren zur sektorenübergreifenden Qualitätssicherung und die Dokumentation ab dem 1. Januar 2016 verpflichtend beschlossen. Mit Beschluss des Bewertungsausschusses wurden die Maßnahmen zur Erfüllung der Qualitätssicherung einschließlich der Dokumentationsleistung in den obligaten Leistungsinhalt der GOP 34291 aufgenommen, was zur Folge hatte, dass die gesamte Leistung bei fehlender Dokumentation und somit nicht vollständiger Erbringung des obligaten Leistungsinhaltes nicht vergütet werden würde. Nun wurden die Maßnahmen zur Erfüllung der Qualitätssicherung einschließlich der Dokumentationsleistung aus dem obligaten Leistungsinhalt in den fakultatitven Leistungsinhalt überführt. 

 

EBM-Änderungen zum 01.07.2018

Weitere Anpassungen im Laborkapitel 32

Zum 1. Juli 2018 wird der EBM angepasst. Es geht unter anderem um die schnelle Diagnostik vor Verordnung eines Antibiotikums. Mehrere labordiagnostische Untersuchungen zur schnellen und qualitätsgesicherten Antibiotikatherapie werden an den Stand von Wissenschaft und Technik angepasst.

 

Zudem wurde vereinbart, dass sich die Kosten für mikrobiologische Tests nicht auf den Wirtschaftlichkeitsbonus auswirken, den Praxen erhalten können, wenn sie Laborleistungen wirtschaftlich veranlassen und/oder abrechnen. Dazu wird die Kennnummer 32004 in den EBM aufgenommen.

Ebenfalls wurden bei der Kennnummer 32006 die ausgenommenen GOPen 32766, 32767 EBM gestrichen  und die neu in den  EBM aufgenommenen GOPen 32772,32773, 32774, 32775 EBM der Kennnummern zugeordnet sowie die GOP 32759 EBM.


Desweiteren erfolgten weiter redaktionelle Änderungen in den Abschnitten 1.7, 12.1 und 32.3 EBM in Bezug auf die am 01.04.2018 in Kraft getretene Qualitätssicherungsvereinbarung Spezial-Labor.

 

Weitere Informationen erhalten sie unter: PraxisNachrichten der KBV vom 19.04.2018 und www.kbv.de/html/1150_35723.php.

 

Bewertung der Gebührenordnungsposition (GOP) 01724 EBM neu festgelegt - Früherkennung der Tyrosinämie


Bereits im März hatte der gemeinsame Bundesausschuss die Früherkennung der Stoffwechselerkrankung  Tyrosinämie Typ I als dreizehnte Erkrankung in das Neugeborenen-Screening aufgenommen. Mit der Erweiterung des Neugeborenen- Screening wurde nun auch die Bewertung der GOP 01724 EBM angepasst. Die Bewertung betrug bis zum 30.06.2017 117 Punkte und wurde nun auf 147 Punkte erhöht.


Verlängerung der Übergansregelung zur Abrechnung der Funktionsanalyse von Kardiovertern bzw. Defibrillatoren und Systemen zur kardialen Resynchronisationstherapie

Der BA hat zum 01.07.2018 ein weiteres Mal die vereinbarte Übergangsregelung für die Berechtigung  zur Abrechnung der GOP 04413, 04414, 04415, 04416, 13573, 13574, 13575 und 13576 EBM verlängert bis zum 30.09.2018. Hintergrund ist das Inkrafttreten der Qualitätssicherungsvereinbarung zur Funktionsanalyse von Kardiovertern bzw. Defibrillatoren und Systemen zur kardialen Resynchronisationstherapie zum 01.10.2018.
 

Änderungen mit Wirkung zum 01.04.2018

Laborreform 

Zum 01.04.2018 wird die Laborreform umgesetzt.

Neu ist, dass die bisherige Systematik des Laborbudgets, die die Kosten mit dem Budget und dem Wirtschaftlichkeitsbonus direkt verrechnet, umgestellt wird. Künftig wird der durchschnittliche individuelle Fallwert des Arztes (tatsächlich veranlasste und eigenerbrachte Laborkosten der Praxis) mit den begrenzenden Fallwerten in seiner Arztgruppe verglichen.

Weiterhin werden nunmehr einzelne Laboruntersuchungen den Kennnummern zugeordnet.

Somit befreien die Kennnummern zukünftig nur bestimmte Laborleistungen von der Anrechnung auf die Kosten der erbrachten Laboruntersuchungen.

 

Weitere Informationen erhalten sie unter folgendem Link:

KBV - So können Ärzte ab April einen Wirtschaftlichkeitsbonus Labor erhalten - Praxisinformation erläutert neue Systematik

 

Keine PFG bei GOP 01738

Der Bewertungsausschuss hat klargestellt, dass die GOP 01738 (Automatisierte quantitative immunologische Bestimmung von occultem Blut im Stuhl (iFOBT) gemäß Abschnitt D. III. der Krebsfrüherkennungs-Richtlinie (KFE-RL), einschließlich der Kosten für das Stuhlprobenentnahmesystem und das Probengefäß) nicht zur fachärztlichen Grundversorgung gehört. Ärzte erhalten deshalb keine Pauschale für die fachärztliche Grundversorgung (PFG), wenn sie im Behandlungsfall die quantitative immunologische Bestimmung von occultem Blut im Stuhl (iFOBT) im Rahmen der Darmkrebsfrüherkennung abrechnen. Diese Regelung gilt ab April. 

 

Hintergrund ist, dass die Durchführung laboratoriumsmedizinischer Untersuchungen des Abschnitts 32.3 EBM und entsprechender Untersuchungen im Abschnitt 1.7 EBM generell nicht zur Grundversorgung zählen und deshalb von der Berechnungsfähigkeit der PFG ausgeschlossen sind. Dazu gehören auch Früherkennungsuntersuchungen.

 

Thulium-Laserresektion im EBM

Die Thulium-Laserresektion wird zum 1. April als weitere Methode zur Behandlung des obstruktiven benignen Prostatasyndroms in den Anhang 2 des EBM aufgenommen.

 

Die Abrechnung des Eingriffs erfolgt über die bereits bestehende GOP 36289 mit der OP-Kategorie RW3 (laserendoskopischer urologischer Eingriff bis 45 Minuten Dauer) sowie dem dazugehörigen Zuschlag (GOP 36290). Die textlichen Anmerkungen der GOP werden entsprechend angepasst.

 

Die Berechnung der GOP 36289 und 36290 setzt eine Genehmigung nach der Qualitätssicherungsvereinbarung zu nichtmedikamentösen, lokalen Verfahren zur Behandlung des benignen Prostatasyndroms (BPS) mittels Holmium-Laser voraus.

 

Die Thulium-Laserresektion dürfen Fachärzte für Urologie durchführen, die über nachgewiesene Erfahrung mit der Methode und die entsprechende Genehmigung der KVBB verfügen.

 

Weitere Informationen dazu finden Sie unter: PraxisNachrichten der KBV vom 11.01.2018.

 

Psychotherapeutische Sprechstunde verpflichtend

Ab dem 1. April 2018 ist die psychotherapeutische Sprechstunde gem. GOP 35151 EBM vor dem Beginn von probatorischen Sitzungen oder einer psychotherapeutischen Akutbehandlung verpflichtend. Vorgeschrieben sind mindestens 50 Minuten, die in Einheiten von je 25 durchgeführt werden können.

 

Sofern ein Therapeutenwechsel nach der Sprechstunde oder im Rahmen einer laufenden Richtlinientherapie stattgefunden hat oder Patienten aufgrund einer psychischen Erkrankung in einer stationären Krankenhausbehandlung oder rehabilitativen Behandlung waren, können probatorische Sitzungen und Akutbehandlungen auch weiterhin ohne Sprechstunde beginnen.

 

Hintergrund: Die Strukturreform der psychotherapeutischen Versorgung trat zum 1. April 2017 in Kraft. Im Rahmen der Übergangsregelung kann noch bis zum 31. März 2018 eine ambulante psychotherapeutische Behandlung auch ohne psychotherapeutische Sprechstunde beginnen.

 

Psychotherapeuten können Reha und Soziotherapie verordnen

Bereits seit Juni vergangenen Jahres dürfen Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten ausgewählte Leistungen verordnen. Das hatte der Gemeinsame Bundesausschuss beschlossen. Möglich sind danach bei bestimmten Indikationen die Verordnung von Krankenhausbehandlungen und Krankenbeförderungen.

 

Zum 1. April 2018 können Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten nun auch medizinische Rehabilitation und Soziotherapie verordnen.

 

Die Abrechnung der Erstverordnung der Soziotherapie erfolgt über die GOP 30810, die Folgeverordnung wird über die GOP 30811 abgerechnet jeweils auf dem Muster 26.

 

Die Verordnung einer Rehabilitation erfolgt über die GOP 01611 unter Verwendung des Muster 61. Nach den Vorgaben des Gemeinsamen Bundesausschusses können Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten Leistungen zur Rehabilitation nur bei bestimmten Diagnosen verordnen. Kostenträger ist die gesetzliche Krankenversicherung. Reha-Leistungen, für die die Rentenversicherung zuständig ist und die Kosten übernimmt, dürfen weiterhin nicht verordnet werden.

 

Weitere Informationen dazu finden Sie unter: PraxisNachrichten der KBV vom 08.03.2018.

 

Anpassung des Anhangs 2

Die jährliche Aktualisierung der internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD-10-GM) und des Operationen- und Prozedurenschlüssels (OPS) des Deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) macht eine Anpassung des Anhangs 2 zum EBM erforderlich. Dabei handelt es sich um die Aufnahme von neuen OPS-Kodes der Version 2018 und die Streichung von ungültigen (beendeten) OPS-Kodes in der Version 2018 im Vergleich zur Version 2017.

 

Den vollständigen Beschluss des Bewertungsausschusses in seiner 411. Sitzung am 19. Dezember 2017 finden Sie hier.

 

Änderungen mit Wirkung zum 01.01.2018

Vergütung der transurethralen Botulinumtoxin-Therapie

Zur Vergütung der Aufwände im Zusammenhang mit der transurethralen Botulinumtoxin - Therapie werden zum 1. Januar 2018 insgesamt fünf neue Gebührenordnungspositionen (GOP) in den Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) aufgenommen.

 

Jeweils zwei neue GOP sind dem gynäkologischen und dem urologischen Kapitel zugeordnet. Die Vergütung dieser Gebührenordnungspositionen sowie der bestehenden GOP 08311, 26310 und 26311 (Zystoskopien), die in derselben Sitzung mit den GOP 08312 oder 26316 (neue Zuschläge) erbracht werden, erfolgt extrabudgetär. Des Weiteren wird eine Sachkostenpauschale in den Abschnitt 40.5 EBM eingeführt. Hier die neuen GOP im Überblick.

 

Gebührenordnungs-position (GOP)

Bezeichnung

Vergütung*

08312

Zuschlag zur GOP 08311 für die transurethrale Therapie mit Botulinumtoxin

282 Punkte/
30,05 Euro

08313

Zuschlag zur GOP 08312 für die Beobachtung eines Patienten im Anschluss an die transurethrale Therapie mit Botulinumtoxin

143 Punkte/
15,24 Euro

26316

Zuschlag zu den GOP 26310 und 26311 für die transurethrale Therapie mit Botulinumtoxin

282 Punkte/
30,05 Euro

26317

Zuschlag zur GOP 26316 für die Beobachtung eines Patienten im Anschluss an die transurethrale Therapie mit Botulinumtoxin

143 Punkte/
15,24 Euro

40161

Kostenpauschale bei Durchführung einer transurethralen Therapie mit Botulinumtoxin entsprechend den GOP 08312 und 26316 für den/die beim Eingriff eingesetzte(n) zystoskopische(n) Injektionsnadel(n), -kanüle(n) oder -katheter

45,00 Euro

* auf Basis des aktuell geltenden Orientierungspunktwertes 2018 (10,6543 Cent)

 

Zur Abrechnung der Zystoskopien nach den GOP 08311, 26310 und 26311 bei gleichzeitiger Botulinumtoxin-Therapie ist die bundeseinheitliche Kennzeichnung dieser GOP mit dem Buchstaben „T“ erforderlich.

 

Die Berechnung der GOP 08312 und 26316 EBM setzt eine Genehmigung der Kassenärztlichen Vereinigung voraus. Zur Beantragung ist ein formloser Antrag unter Beifügung der entsprechenden

 

Änderungen zur Hörgeräteversorgung

Aufgrund  der Änderungen des Abschnitt C der Hilfsmittel-Richtlinie (Hörhilfen) erfolgten in den Kapiteln 9 (HNO) und 20 (Phoniatrie) zum 01.01.2018 einige Überarbeitungen. Da künftig die Diagnostik vor der Hörgeräteverordnung, die erste Nachuntersuchung sowie generell die Nachsorge nach einer Verordnung eines Hörgerätes umfangreicher wird, wurde die Bewertung der GOP für die Hörgeräteversorgung  angeglichen.

 

Gebührenordnungsposition

Bezeichnung

Bewertung in Punkten

bis 31.12.2017

ab 01.01.2018

09372/20372

Hörgeräteversorgung bei Jugendlichen und Erwachsenen

469

494

09373/20373

Zusatzpauschale für die erste Nachuntersuchung nach …

401

523

09374/20374

Zusatzpauschale  für die Nachsorge (n) bei Hörgeräteversorgung

347

452

 

Es erfolgt außerdem eine Ergänzung der obligaten Leistungsinhalte der oben genannten GOP um den Verweis auf die Hilfmittel-Richtlinie.

 

Schrittmachersysteme: Übergangsregelung erneut verlängert

Die Übergangsregelung zu den GOP für die konventionellen bzw. telemedizinischen Funktionsanalysen von Defibrillatoren/Kardiovertern bzw. CRT-Systemen (GOP 04413 – 04416 und 13573 – 13576 EBM) wurde ein weiteres Mal verlängert bis zum 30.06.2018.

 

 EBM-Änderungen Humangenetik und Labor

Die Übergangsfrist für die Abrechnung  der GOP 11235 und 11236 im Abschnitt 11.3 EBM ohne Genehmigung wurde nochmals bis zum 31.12.2018 verlängert. Die Verhandlungen über die dementsprechende Qualitätssicherungsvereinbarung sind noch nicht abschließend.

Es erfolgt zum 01.01.2018 die Neuaufnahme der GOP 19460 (Nachweis der T790M-EGFR-Mutation) in den Abschnitt 19.4.4 EBM (In-vitro-Diagnostik tumorgenetischer Veränderungen zur Indikationsstellung einer pharmakologischen Therapie). Der Nachweis  der T790M-EGFR-Mutation ist nach Fachinformation des Arzneimittels Tagrisso (Osimertinib) eine zwingend erforderliche Leistung. Die  Vergütung der GOP 19460 EBM erfolgt, wie die der Leistungen des gesamten Abschnitts 19.4.4 EBM extrabudgetär. 

Weiterhin werden im Abschnitt 19.4.3 Nr. 1 EBM die Fachärzte für Kinder- und Jugendmedizin mit Schwerpunkt Kinder-Hämatologie und –Onkologie  zum 01.01.2018 ergänzt.

 

Änderung von Diagnosevorgabe

Bei den GOP 14313 und 14314 (Zusatzpauschalen für die kontinuierliche Mitbetreuung eines Patienten mit einer psychischen Erkrankung…) gibt es zum 01.01.2018 in der jeweils ersten Anmerkung eine Änderung zu den Diagnosevorgaben. Sowohl bei der GOP 14313 EBM wie auch bei der GOP 14314 EBM wurde die Diagnosegruppen der Essstörungen (F50.0-) und der Stereotypen Bewegungsstörungen (F98.4-) angeglichen.

 

Änderung der ersten Anmerkung zur GOP 30600 und 30601

Mit Wirkung zum 01.01.2018 wurde bei den GOP 30600 und 30601 EBM der  Abrechnungsausschluss je Sitzung zur GOP 13260 EBM  (Zuschlag zu der GOP 13257 für Polypenentfernung (en)) aufgehoben. Es erfolgte die Streichung der GOP 13260 in den jeweils  ersten Anmerkungen zu den GOP 30600 und 30601 EBM.

 

Umsetzung und Vergütung für Notfalldatenmanagement (NFDM) beschlossen

Für die Erstellung, Aktualisierung und Löschung von Notfalldatensätzen auf der eGK werden zum 01.01.2018 drei neue Gebührenordnungspositionen (GOP) in den Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) aufgenommen.

 

Gebührenordnungsposition

ab 01.01.2018

Bezeichnung

Bewertung

01640

Anlage eines Notfalldatensatzes

80 Punkte

01641

Pauschaler Zuschlag Notfalldatenmanagement

4 Punkte

01642

Löschen des Notfalldatensatzes

1 Punkt

 

Voraussetzung für die Abrechnung der neuen GOP ist, dass die Praxis an die Telematikinfrastruktur (TI) angeschlossen ist und nach Kenntnis der KV die technischen Voraussetzungen zur Umsetzung des Notfalldatenmanagement vorliegen.

 

Die neuen Leistungen werden vorerst außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung vergütet.

 

Neuaufnahme von Leistungen zur Früherkennung eines Bauchaortenaneurysma

Männliche Versicherte ab 65 Jahren können zukünftig einmalig an einer sonographischen Untersuchung zur Früherkennung von Bauchaortenaneurysmen teilnehmen. Zum 01.01.2018 werden zwei neue GOP in den Abschnitt 1.7.2 EBM aufgenommen.

 

Gebührenordnungsposition

ab 01.01.2018

Bezeichnung

Bewertung in Punkten

01747

Aufklärung zum Screening

57 Punkte

01748

Ultraschallscreening der Bauchaorta

148 Punkte

 

Beide GOP können von Hausärzten, Urologen, Internisten (mit und ohne Schwerpunkt), Chirurgen und Radiologen abgerechnet werden. Voraussetzung für die Abrechnung des Ultraschallscreenings ist eine Genehmigung der Kassenärztlichen Vereinigung zur Durchführung von Abdomen-Sonographien auf Grundlage der Ultraschallvereinbarung.


Die GOP 01748 ist neben der GOP 33042 (Sonographie Abdomen, 157 Punkte) abrechenbar, um bei Bedarf im Rahmen der Früherkennungsuntersuchung auch weitere Organe des Abdomens sonographisch untersuchen zu können. Aufgrund sich überschneidender Leistungsinhalte ist dann ein Abschlag von 77 Punkten auf die GOP 33042 vorzunehmen, so dass zusätzlich zur GOP 01748 noch 80 Punkte vergütet werden. Über die Aufnahme einer entsprechenden bundeseinheitlichen Symbolnummer informieren wir umgehend.

 

Die beiden neuen GOP 01747 und 01748 werden als Präventionsleistungen außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung vergütet.

  

Änderungen zur GOP 01630 (Medikationsplan)

Bei der GOP 01630 EBM wird zum 01.01.2018 der Bezug zum Krankheitsfall aus dem Leistungsinhalt gestrichen. Des Weiteren werden Abrechnungsausschlüsse zu inhaltsgleichen GOP neu formuliert. Es wurde  angepasst , dass die GOP 01630 EBM auch dann berechnet werden kann, wenn in einem der Vorquartale der Zuschlag zur Chronikerpauschale  bzw. zur Grundpauschale abgerechnet wurde.

 

Änderung der ersten Bestimmung im Abschnitt 32.2 EBM (Allgemeinlabor)

Es erfolgt die Streichung des 3. bis 6. Satzes der ersten Bestimmung im Abschnitt 32.2 EBM. Damit wird der Kostennachweis für Laborgemeinschaften endgültig aufgehoben.

 

Anhebung der Punktzahlen für intravitreale Medikamenteneingabe

(vgl. PraxisNachrichten der KBV vom 08.02.2018)

Der Bewertungsausschuss hat in seiner 413. Sitzung beschlossen, die Leistungen der intravitrealen Medikamenteneingabe rückwirkend zum 1. Januar 2018 höher zu bewerten.

 

Übersicht der alten und neuen Punktwerte:

 

GOP

Alt: Bewertung bis 31.12.2017 in Punkten

Neu: Bewertung ab 01.01.2018 in Punkten *

06334

100

129

06335

100

129

31371

1618

1683

31372

1618

1683

31373

2130

2216

36371

772

807

36372

772

807

*Anpassung der Punktzahlen gilt zunächst bis zum 31. Dezember 2019

 

Aufnahme einer Bestimmung Nr. 1 in den Abschnitt 40.4 EBM 

Kostenpauschalen sind nicht für das Versenden eines elektronischen Arztbriefes (eArztbrief) berechnungsfähig. Es erfolgte die Aufnahme einer Bestimmung Nummer 1 in den Abschnitt 40.4 EBM zum 01.01.2018.

 

Änderung der Benennung des Abschnitt 40.5 EBM

Im Abschnitt 40.5 EBM sind bis lang die Besuche durch Mitarbeiter aufgeführt. Es erfolgt zum 01.01.2018 die Streichung des Vermerkes „Besuche durch Mitarbeiter“.

   

Änderungen mit Wirkung zum 01.10.2017

 

Epilation mittels Lasertechnik

(vgl. PraxisNachrichten der KBV vom 03.08.2017)

 

Die Epilation mittels Lasertechnik kann bei Mann-zu-Frau-Transsexualität im Rahmen geschlechtsangleichender Maßnahmen über den EBM abgerechnet werden.

 

Voraussetzung ist eine Begutachtung, aus der hervorgeht, dass die medizinische Indikation zur Durchführung geschlechtsangleichender Maßnahmen bei Transsexualität (ICD-10-GM: F64.0) besteht.

 

Insgesamt werden vier neue GOP in den EBM-Abschnitt 2.3 (Kleinchirurgische Eingriffe, allgemeine therapeutische Leistungen) aufgenommen.

 

Sie können von Hautärzten, Chirurgen und Gynäkologen für die Epilation im Gesicht und/oder am Hals sowie die Epilation an einer Hand und/oder beiden Händen berechnet werden.

 

Des Weiteren wurden einige inhaltliche und redaktionelle Änderungen im EBM vorgenommen.

 

Neue Abrechnungssystematik bei Schrittmachersystemen

(vgl. PraxisNachrichten der KBV vom 29.06.2017)

 

Die telemedizinsche und konventionelle Funktionsanalyse von Schrittmachersystemen wird künftig differenziert nach den Aggregattypen Herzschrittmacher, implantierte Kardioveter bzw. Defibrillatoren und implantierten Systemen zur kardialen Resynchronisationstherapie (CRT-P, CRT-D).

 

Es werden in den Kapiteln 4 und 13 des EBM jeweils drei neue GOP für die konventionelle Funktionsanalyse und zwei für die telemedizinische Funktionsanalyse aufgenommen. Die GOP 04417, 04418, 13552 und 13554 werden zeitgleich gestrichen. Die Bewertung der neuen GOP ist abhängig vom jeweiligen Aggregattyp, außerdem bleiben weiterhin die pädiatrischen Leistungen höher bewertet.

 

Die neuen GOP im Überblick:

Gebührenordnungsposition

ab 01.10.2017

Bezeichnung

Bewertung

          Internisten                                konventionell Kapitel 13 EBM

13571

Schrittmacher

189 Punkte

13573

Kardioverter /Defibrillator

350 Punkte

13575

CRT

431 Punkte

                                                           telemedizinisch Kapitel 13 EBM

13574

Kardioverter /Defibrillator

350 Punkte

13576

CRT

431 Punkte

          Pädiater                                      konventionell Kapitel 4 EBM

04411

Schrittmacher

347 Punkte

04413

Kardioverter/Defibrillator

641 Punkte

04415

CRT

789 Punkte

                                                      telemedizinisch Kapitel 4 EBM

04414

Kardioverter/Defibrillator

641 Punkte

04416

CRT

789 Punkte

 

Ambulante Palliativmedizin - Neue Leistungen im EBM

(vgl. PraxisNachrichten der KBV vom 27.07.2017)

Die ambulante Palliativversorgung durch Haus- und Fachärzte wird erweitert. Dazu werden mehrere neue Leistungen in den EBM aufgenommen.

 

Patienten können im Rahmen der besonders qualifizierten und koordinierten palliativmedizinischen Versorgung behandelt werden. Dazu gehören die palliativmedizinische Ersterhebung und die Koor-dination der medizinischen und pflegerischen Versorgung der schwerstkranken Patienten, deren Lebenserwartung auf Tage, Wochen und Monate reduziert ist. Auch der Zeitaufwand für längere Hausbesuche, Fallkonferenzen sowie die Erreichbarkeit des Arztes in kritischen Phasen werden ver-gütet. Die Honorierung erfolgt extrabudgetär.

 

Die neuen Gebührenordnungspositionen (GOP) sind nur dann berechnungsfähig, wenn der Patient keine SAPV erhält bzw. wenn die SAPV nur als Beratungsleistung verordnet ist.

 

Die haus- oder fachärztliche Grundversorgung (z.B. Hausbesuch, Beratung, Verordnung) bleibt wei-terhin neben der Voll- oder Teilversorgung durch ein SAPV-Team regelhaft erhalten und ist auch wei-terhin abrechenbar.

 

Ärzte benötigen für die Berechnung bestimmter Gebührenordnungspositionen (GOP) des neu einge-führten Kap. 37.3 EBM eine Genehmigung der KVBB. Die Anforderungen an die Genehmigung und der Versorgungsumfang sind in der Anlage 30 zum Bundesmantelvertrag geregelt.

Die bisherigen palliativmedizinischen Leistungen können weiterhin unabhängig von den neuen Leistungen erbracht und abgerechnet werden.

 

Weiterführendes geriatrisches Assessment innerhalb von BAG auch ohne Überweisung möglich

(vgl. KV-Intern 7/2017)

Das weiterführende geriatrische Assessment nach der GOP 30984 EBM kann innerhalb von Berufsausübungsgemeinschaften und MVZ in bestimmten Fällen auch ohne Überweisung abgerechnet werden. Bitte beachten Sie dabei, dass die Abklärungspauschalen GOP 30980 und 30981 EBM dann mit einem „D“ durch den Vertragsarzt zu kennzeichnen sind: 30980D und 30981D.

 

Neuerungen Substitutionsbehandlung, Konsiliarius-Regelung und Take-Home-Vergabe

(vgl. PraxisNachrichten der KBV vom 06.07.2017)

Eine Substitutionsbehandlung nach der GOP 01950 kann nun auch im Rahmen von Hausbesuchen (GOP 01410 und 01413) erfolgen, wenn eine chronische Pflegebedürftigkeit vorliegt, die eine Substitutionsbehandlung in der Arztpraxis nicht zulässt.

 

Zur Abbildung des Aufwandes bei der Behandlung von Opiatabhängigen im Rahmen der Take-Home-Vergabe gemäß § 5 Abs. 9 BtMVV (Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung) wird die GOP 01949 (69 Punkte) in den EBM aufgenommen. Sie ist je Behandlungstag, aber höchstens zweimal in der Behandlungswoche berechnungsfähig.

 

Eine weitere neue GOP wird für die konsiliarische Untersuchung und Beratung eines Patienten im Rahmen des Konsiliariusverfahrens gemäß § 5 Abs. 4 BtMVV in den EBM aufgenommen: die GOP 01960 (90 Punkte). 

 

Streichung der GOP 32040 und der Kostenpauschale 40150

(vgl. PraxisNachrichten der KBV vom 09.03.2017)

Im Zusammenhang mit der Einführung des quantitativen immunologischen Tests zum Nachweis von fäkalem occultem Blut im Stuhl mit der neuen GOP 01737 zum 1. April 2017 werden nun die GOP 32040 und die Kostenpauschale 40150 für ausgegebene, aber nicht zurückerhaltene Testbriefe gestrichen.

 

Änderungen mit Wirkung zum 01.07.2017

Erweiterung der Allgemeinen Bestimmungen 4.2.1 Geschlechtsspezifikation

Neu ist, dass bei fehlender Kennzeichnung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) mit einem „X“ (für unbestimmtes Geschlecht), die Transsexualität bzw. Intersexualität mit dem entsprechenden ICD-10 Kode verschlüsselt werden muss. Weiterhin sind die entsprechend berechneten Leistungen im Behandlungsfall mit einer bundeseinheitlichen kodierten Zusatzkennzeichnung der Nr. 88150 zu versehen.

 

Aufnahme eines Screening des Herzens bei Neugeborenen in den EBM

(vgl. KBV - Screening des Herzens bei Neugeborenen ab Juli im EBM)

Zum Ende 2016 wurden die Kinder-Früherkennungsuntersuchungen um das Pulsoxymetrie-Screening erweitert.  Entsprechend wurde nun die extrabudgetäre Vergütung festgelegt.

 

Das Screening wird über die GOP 01703 EBM abgerechnet und ist mit 16,53 € vergütet. Die GOP 01703 EBM enthält die eingehende Aufklärung der Eltern, die Untersuchung sowie die Wiederholung der Untersuchung innerhalb von zwei Stunden nach einem kontrollbedürftigen Messergebnis.

 

Erfolgt nach der Aufklärung der Eltern keine Pulsoxymetrie, so ist diese über die GOP 01702 EBM berechnungsfähig,  welche mit 2,95€ bewertet ist. Beide GOP sind bis zur Früherkennungsuntersuchung U2 berechnungsfähig.

 

Aufnahme der Möglichkeit zur Abrechnung  von Hausbesuchen von in Facharztpraxen tätigen nichtärztlichen Praxisassistenten in den EBM

(vgl. KBV - Auch Fachärzte können ab Juli Hausbesuche delegieren)

Bisher war es für nichtärztliche Praxisassistenten (NäPa) die in Facharztpraxen  tätig sind nur möglich, Visiten in Alten- und Pflegeheimen zu berechnen.  Nun sind auch die Hausbesuche für die NäPa in der Facharztpraxis berechnungsfähig.

 

Zur Abrechnung der Hausbesuche sind die zwei  neuen GOP 38202 und 38207 in das EBM-Kapitel 38 aufgenommen worden. Sie werden als Zuschläge zu den GOP 38100 und 38105 gezahlt (ohne Mengenbegrenzung).  Die Berechnungsfähigkeit der Zuschläge ist auf bestimmte Facharztgruppen beschränkt, vgl. Abschnitt 38.1 EBM. Fachärzte, die die Heim- und Hausbesuche an die angestellte NäPa delegieren, benötigen eine Genehmigung der KVBB.

 

Redaktionelle Änderung der Nr. 3 der Präambel 30.12 EBM (Diagnostik und Eradikationstherapie im Rahmen von MRSA)

(vgl. KBV - Kreis der MRSA-Risikopatienten erweitert)

Nach einem Krankenhausaufenthalt eines Patienten können  Vertragsärzte einen MRSA-Status erheben und bei Bestätigung des Verdachtes eine Sanierungsbehandlung durchführen, wenn bei dem Patienten bestimmte Risikofaktoren vorliegen.

Es erfolgte zum 01.07.2017 eine Anpassung bzw. Erweiterung des Kreises der MRSA-Risikopatienten in der Nr. 3 der Präambel 30.12 EBM auf Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO). Danach können Patienten, die folgende Risikokriterien erfüllen behandelt werden:

  • Patient mit positivem MRSA-Nachweis in der Anamnese

und/oder

  • Patient mit chronischer Pflegebedürftigkeit (Vorliegen eines Pflegegrades) und einem der nachfolgenden Risikofaktoren

    • Antibiotikatherapie in den zurückliegenden 6 Monaten,
    • liegende Katheter (z.B. Harnblasenkatheter, PEG-Sonde, Trachealkanüle)

und/oder

  • Patient mit Hautulkus, Gangrän, chronischer Wunde und/oder

tiefer Weichgewebeinfektion

und/oder

  • Patient mit einer Dialysepflicht.

Strukturreform der Psychotherapeutischen Versorgung – Aufnahme neuer GOP in den EBM-Abschnitt 35.2

Im Rahmen der Strukturreform wurde der EBM-Abschnitt 35.2 neu überarbeitet. Diese Überarbeitung betrifft die Einzel- und Gruppentherapien sowie die Strukturzuschläge. Der Abschnitt 35.2 EBM wurde in drei Abschnitte unterteilt:

35.2.1  Einzeltherapien (GOP 35401 bis 35425)  

35.2.2  Gruppentherapien (GOP 35503 bis 35559)  

35.2.3  Strukturzuschläge (GOP 35571 bis 35573)

Auch der Abschnitt 35.3 EBM (psychotherapeutische Testverfahren) ist von der Umstrukturierung betroffen, es werden neue GOP in diesen Abschnitt aufgenommen bzw. umbenannt (GOP 35600-35602).

 

Änderung (rückwirkend zum 01.04.2017) der 2. Anmerkung zur GOP 35120 im Abschnitt 35.1 EBM

Es gibt eine Änderung der zweiten Anmerkung zur GOP 35120 (Hypnose) im Abschnitt 35.1 EBM und damit die Streichung  der Abrechnungsausschlüsse zu den verhaltenstherapeutischen GOP. Somit sind in einer Sitzung eine Verhaltenstherapie und die Berechnung einer Hypnose möglich.

 

Änderung  der Bewertung der GOP 35150,35151 und 35152 sowie der GOP 22216, 22218, 23216, 23218,35151, 35152 und 35254 rückwirkend zum 01.04.2017  und des Weiteren die Neubewertung  der GOP 35573  zum 01.07.2017

Es erfolgte eine Änderung der Bewertung der nachfolgenden GOP:

Gebührenordnungspositionen

Bewertung bis zum 31.03.2017 in Punkten

Bewertung ab dem 01.04.2017 in Punkten

22216

164

170

22218

44

46

23216

164

170

23218

44

46

 

Bewertung ab dem 01.04.2017 in Punkten

35151

406 421

 

35152

 

406 421

 

35254

 

69 72

 

35573

 

69 72 (zum 01.07.2017)

 

Weiterhin erfolgte die Anpassung der Prüfzeiten bei den GOP 35151, 35152 (von 34 min auf 35 min). Die GOP 35151, 35254 und 35573 werden der fachärztlichen Grundversorgung zugerechnet.

 

Änderung der Bewertung der GOP 01713 bis 01720, 01723 und 01732 (Früherkennungsuntersuchungen)

Es erhöht sich  die Bewertung der Früherkennungsuntersuchungen um jeweils einen Punkt. Dies betrifft die Früherkennungsuntersuchungen U3 bis U9 und J1 (GOP 01713 bis 01720 und 01723 EBM) sowie die Gesundheitsuntersuchung der Erwachsenen (GOP 01732 EBM).

 

Änderung der Bewertung  (Tbc-Laborleistungen) sowie Neuaufnahme von GOP im Rahmen der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung (ASV)

Es erfolgte im Abschnitt 50.1 EBM die Änderung der Bewertung der GOP 50110 und 50111. Des Weiteren erfolgt die Aufnahme einer neuen GOP 50112 (Quantitative Bestimmung einer in-vitro Interferon-gamma Freisetzung…) in den Abschnitt 50.1 EBM. Der Anhang 6 EBM wurde dementsprechend angepasst. Für alle drei Leistungen wurde die Festsetzung der Vergütung beschlossen, somit die Bewertung in Punkte aufgehoben.

 

Gebührenordnungspositionen

Bewertung bis zum 30.06.2017 in Punkten

Bewertung ab dem 01.07.2017 in Euro

50110

779

82,03€

50111

944

99,40€

50112

58,00€


KBV Praxisinformation:

Analytische Psychotherapie – Übersicht der neuen GOP zum 1. Juli

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie – Übersicht der  neuen  GOP zum 1. Juli

Verhaltenstherapie – Übersicht der neuen GOP zum 1. Juli

 

Änderungen mit Wirkung z

Häufige Fragen

Wird die Pauschale zur Förderung der fachärztlichen Grundversorgung (PFG) von der KVBB ergänzt?

Ja, die PFG wird als Service für die Vertragsärzte im Land Brandenburg von der KVBB automatisch zugesetzt.

Wird neben der Abrechnung mit der KVBB eine selektivvertragliche Behandlung abgerechnet, könnte diese die Berechnung der PFG ausschließen. Diese Fälle müssen von der Praxis mit der Symbolnummer 99220 gekennzeichnet werden.

Wie wird die Pauschale zur Förderung der fachärztlichen Grundversorgung (PFG) vergütet?

Innerhalb des fachärztlichen Versorgungsbereiches wird für die PFG ein eigener Honorarfonds gebildet, aus dem die PFG zum vollen Preis nach EURO-Gebührenordnung vergütet wird. Sofern die im Honorarfonds für die PFG zur Verfügung stehenden Mittel eines Quartals nicht ausreichen um die Zuschläge für die fachärztliche Grundversorgung zu vergüten, werden ggf. noch aus Vorquartalen des entsprechenden Jahres nicht ausgeschöpfte Vergütungsanteile verwendet. Weitere Über- und Unterschreitungen im Honorarfonds für die PFG werden zugunsten bzw. zulasten der Rückstellungen des fachärztlichen Versorgungsbereiches ausgeglichen.

 

Ist die PFG berechnungsfähig, wenn GOP nach der Onkologie-Vereinbarung abgerechnet werden?

Nein, die Kostenpauschalen 86510, 86512, 86514, 86516 und 86518 sind nicht Bestandteil der fachärztlichen Grundversorgung gemäß der Allgemeinen Bestimmungen 4.3.8 des EBM. Sie führen somit zum Ausschluss der Pauschale für die fachärztliche Grundversorgung.

 

Wie werden die GOP der geriatrischen, palliativmedizinischen sowie sozialpädiatrischen Versorgung vergütet?

Für diese GOP wird ein Honorarfonds im hausärztlichen Versorgungsbereich gebildet. Sofern die Höhe der bereitgestellten Mittel zur Vergütung dieser GOP nicht ausreicht, erfolgt honorarfondsspezifisch eine gleichmäßige Quotierung der Vergütungssätze.

 

Wie erfolgt die Vergütung des problemorientierten ärztlichen Gespräches im Zusammenhang mit einer lebensverändernden Erkrankung und der Zusatzpauschale für die Wahrnehmung des hausärztlichen Versorgungsauftrages?

Das problemorientierte ärztliche Gespräch und die Zusatzpauschale werden im Regelleistungsvolumen vergütet. Die über das Punktzahlvolumen des Gesprächskontingentes hinaus gehenden Gespräche werden nicht vergütet.

 

Berechtigt die Abrechnung des Basisassessment (GOP 03240, gültig bis zum 30.09.2013) zum Ansatz des hausärztlich-geriatrischen Betreuungskomplex (GOP 03362)?
Ja, die KVBB erkennt die GOP 03240 zur Abrechnung des hausärztlich-geriatrischen Betreuungskomplexes nach der GOP 03362 an. Für die Berechnung der GOP 03362 müssen die Ergebnisse eines geriatrischen Basisassessments vorliegen. Der hausärztlich geriatrische Betreuungskomplex ist auch in Fällen berechnungsfähig, in denen das geriatrische Basisassessment in Krankenhäusern mit geriatrischen Abteilungen oder im fachärztlichen Versorgungsbereich durchgeführt wurde und die Ergebnisse dem behandelnden hausärztlichen Vertragsarzt vorliegen. Die Durchführung des geriatrischen Basisassessments darf jedoch nicht länger als vier Quartale zurückliegen.

 

Ist der hausärztlich-geriatrische Betreuungskomplex (GOP 03362) nur im Zusammenhang mit der Abrechnung des hausärztlich-geriatrisches Basisassessment (GOP 03360) berechnungsfähig?
Nein, es gab eine Klarstellung des Bewertungsausschusses. Der hausärztlich geriatrische Betreuungskomplex ist auch in Fällen berechnungsfähig, in denen das geriatrische Basisassessment in Krankenhäusern mit geriatrischen Abteilungen oder im fachärztlichen Versorgungsbereich durchgeführt wurde und die Ergebnisse dem behandelnden hausärztlichen Vertragsarzt vorliegen. Die Durchführung des geriatrischen Basisassessments darf nicht länger als vier Quartale zurückliegen.

 

Sind spezielle Voraussetzungen für die Leistungen der geriatrischen Versorgung (GOP 03360/03362), der Palliativmedizinischen Versorgung (GOP 03370-03373, GOP 04370-04373) sowie der sozialpädiatrischen Versorgung (GOP 04355) erforderlich?

Nein, für diese GOP sind keine zusätzlichen Qualifikationsnachweise erforderlich.

 

Der Patient hat das 70. Lebensjahr noch nicht vollendet. Was muss bei der Diagnosekodierung zur Abrechnung der hausärztlich geriatrischen Versorgung (GOP 03360, 03362) beachtet werden?

Hier sieht der EBM besonders strenge Regelungen vor. Die Abrechnung darf ausschließlich dann erfolgen, wenn mindestens eine der folgenden Erkrankungen vorliegt: F00-F02 dementielle Erkrankungen, G30 Alzheimer-Erkrankung, G20.1 Primäres Parkinson-Syndrom mit mäßiger bis schwerer Beeinträchtigung und G20.2 Primäres Parkinson-Syndrom mit schwerster Beeinträchtigung.

 

Der Patient hat das 70. Lebensjahr vollendet. Was muss bei der Diagnosekodierung zur Abrechnung der hausärztlich geriatrischen Versorgung (GOP 03360, 03362) beachtet werden?

Für diesen Fall benennt der EBM keine Diagnosekodes, sondern beschreibt nur in verbaler Form geriatrietypische Morbiditäten. Zunächst einmal sind das alle Kodes im EBM, die auch für den Patienten vor dem 70. Lebensjahr gelten. Darüber hinaus kommen beispielsweise folgende ICD-Kodes in Betracht:

 

Z74.0 bis Z74.3beim Vorliegen einer Pflegestufe,
R42 bei multifaktoriell bedingte Mobilitätsstörung einschließlich Fallneigung und Altersschwindel
F03, F04, F05,0-.9, R41.8, R46.4 bei komplexer Beeinträchtigung kognitiver, emotionaler oder verhaltensbezogener Art,
R54 bei Frailty-Syndrom,
R13 bei Dysphagie,
R32 bei Inkontinenz(en),
R52.1 bei therapierefraktärem chronischem Schmerzsyndrom.

                            

Für alle genannten Fälle muss es sich aus unserer Sicht um gesicherte Diagnosen (G) handeln. Selbstverständlich kommen weitere Diagnoseschlüssel für die verbal beschriebenen Erkrankungen in Betracht. Besonders leicht können Sie den Anforderungen gerecht werden, wenn Sie es sich zur Gewohnheit machen, das Ergebnis der obligat auszuführenden Testverfahren zu verschlüsseln. Sie finden die passenden Diagnoseschlüssel im Bereich U50.10-U50.51, U51.10-U51.22.

 

Können die Chronikerzuschläge (GOP 03220/03221, GOP 04220/04221) auch bei einem Hausarztwechsel abgerechnet werden?
Ja, die Chronikerzuschläge können auch bei einem Hausarztwechsel abgerechnet werden. In diesem Fall müssen sowohl der Name des bisherigen Hausarztes als auch die stattgefundenen Arzt-Patienten-Kontakte dokumentiert werden. Dabei sind die Chronikerzuschläge entsprechend der Präambel zusätzlich mit den Buchstaben „H“ zu kennzeichnen (beispielsweise GOP 03220H oder GOP 03221H). Vertretungsfälle sind nicht mit einem Hausarztwechsel gleichzusetzen.

 
Können die Chronikerzuschläge (GOP 03220/03221, GOP 04220/04221) nur in Behandlungsfällen berechnet werden, in denen GOP der hausärztlichen Grundversorgung abgerechnet werden?
Ja, das ist richtig. In Behandlungsfällen, in denen GOP abgerechnet werden, die nicht zum grundsätzlichen hausärztlichen Versorgungsauftrag gehören, sind die Chronikerzuschläge nicht berechnungsfähig.


Folgende GOP zählen nicht zur hausärztlichen Grundversorgung und schließen somit die Berechnung der Chronikerzuschläge aus:

  • Kapitel 30.5 (Phlebologie),
  • Kapitel 30.7 (Schmerztherapie),
  • Kapitel 30.9 (Schlafstörungsdiagnostik),
  • GOP 35111 bis 35113 (Übende Verfahren, Autogenes Training),
  • GOP 35120 (Hypnose),
  • GOP 35130, 35131 (Bericht an den Gutachter),
  • GOP 35140 bis 35142 (Biographische Anamnese),
  • GOP 35150 (Probatorische Sitzung),
  • Kapitel 35.2 (Antragspflichtige Psychotherapie)
  • KO-Liste (§ 6 Anlage 5 Bundesmantelvertrag),
  • Onkologie-Vereinbarung (Anlage 7 Bundesmantelvertrag)
  • Kapitel 4.4 und 4.5 (Schwerpunkt pädiatrische Kapitel)[1]

[1] mit Wirkung zum 01.04.2014


Hat die Fallzahl Einfluss auf die Höhe der Zusatzpauschale für die Wahrnehmung des hausärztlichen Versorgungsauftrages (GOP 03040/04040)?
Ja, es gibt eine Sonderregelung nach EBM. Für Praxen mit weniger als 400 Behandlungsfällen je hausärztlich tätigen Arzt wird ein Abschlag in Höhe von 14 Punkten vorgenommen. Bei Praxen mit mehr als 1200 Behandlungsfällen je hausärztlich tätigen Arzt wird ein Aufschlag in Höhe von 14 Punkten vorgenommen.

 

Welche Fälle zählen für die Ermittlung des Auf-/bzw. Abschlages der Zusatzpauschale für die Wahrnehmung des hausärztlichen Versorgungsauftrages (GOP 03040/04040)?

Relevant für die Fallzählung sind gemäß Präambel Kapitel 3.1, Abs. 11 Behandlungsfälle nach § 21 Abs. 1 und Abs. 2 Bundesmantelvertrag-Ärzte (BMV-Ä), ausgenommen Notfälle im organisierten Not(-fall)dienst und Überweisungsfälle zur Durchführung ausschließlich von Probenuntersuchungen oder zur Befundung von dokumentierten Untersuchungsergebnissen und Behandlungsfälle, in denen ausschließlich Kostenerstattungen des Kapitels 40 berechnet werden, sowie stationäre (belegärztliche) Behandlungsfälle.

 

Muss die Versichertenpauschale nach den fünf Altersklassen differenziert werden?

Nein, in der Praxis wird nur die Versichertenpauschale nach der GOP 03000/04000 bwz. GOP 03010/04010 eingegeben. Im Praxisverwaltungssystem wird die VP dann automatisch in Abhängigkeit vom Patientenalter in eine altersklassenspezifische, kodierte Zusatznummer zur Abrechnung an die KV umgesetzt. Diese kodierte Zusatznummer muss zwingend zur Abrechnung an die KV übermittelt werden.

 

Wird die Zusatzpauschale für die Wahrnehmung des hausärztlichen Versorgungsauftrags (GOP 03040/04040) von der KVBB zugesetzt?

Ja, die Zusatzpauschale wird in den entsprechenden Behandlungsfällen von der KVBB gesetzt.

 

Ist das problemorientierte ärztliche Gespräch (GOP 03230/04230) bei einem Patienten mehrfach berechnungsfähig?
Ja, das problemorientierte ärztliche Gespräch ist je vollendete 10 Minuten pro Patient mehrfach im Quartal berechnungsfähig. Voraussetzung ist, dass das Gespräch im Zusammenhang mit einer lebensverändernden Erkrankung steht und mindestens 10 Minuten dauert.
Jede Praxis erhält ein quartalsbezogenes Gesprächskontingent. Die Höhe des Kontingentes ergibt sich aus der Multiplikation der Behandlungsfallzahl mit 45 Punkten. Die über das Punktzahlvolumen des Gesprächskontingentes hinausgehenden Gespräche werden nicht vergütet.

Ist das problemorientierte ärztliche Gespräch im Zusammenhang mit einer lebensverändernden Erkrankung (GOP 03230/04230) neben den Chronikerzuschlägen (GOP 03220/03221, GOP 04220/04221) berechnungsfähig?
Ja, gemäß EBM schließen sich die Chronikerzuschläge und das problemorientierte ärztliche Gespräch im Zusammenhang mit einer lebensverändernden Erkrankung nicht aus.


Wie erfolgt die Abrechnung der Chronikerzuschläge (GOP 03220/03221, GOP 04220/04221)?
Die Chronikerzuschläge sind als Zuschlag zur Versichertenpauschale (GOP 03000, GOP 04000) berechnungsfähig. Die GOP 03220/04220 kann bereits bei einem persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt abgerechnet werden.

Liegen mindestens zwei persönliche Arzt-Patienten-Kontakte im Behandlungsfall vor, kann stattdessen die GOP 03221/04221 berechnet werden. Im Behandlungsfall kann nur ein Chronikerzuschlag berechnet werden. Zur Vereinfachung der Prüfung wird empfohlen, die GOP 03221/04221 an den zweiten Arzt‐Patienten‐Kontakt zu setzen.

In diabetologischen- und HIV-Schwerpunktpraxen können bei Überweisung von Hausärzten neben der GOP 03010 die Chronikerzuschläge abgerechnet werden. Die entsprechende ICD-10-Kodierung ist auf der Überweisung anzugeben.

 

Kann die psychosomatische Grundversorgung (GOP 35100, GOP 35110) wie bisher durch Hausärzte berechnet werden?
Ja, hinsichtlich der Abrechnung im Zusammenhang mit den EBM-Änderungen sind keine Änderungen erfolgt. Die psychosomatische Grundversorgung ist genehmigungspflichtig.

 

 

Ansprechpartner
Die EBM-Abrechnungsberatung beantwortet Ihre Fragen zu den Änderungen des EBM unter der Rufnummer
0331/98 22 98 03

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Birgit Krüger-Liefold

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Maxi Müller

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Heike Schwind

Steffanie Stolle

Halina Stübing

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