Rückwirkende EBM-Änderung zum 01.04.2021

 

Arztgruppenübergreifender spezieller Versorgungsbereich

  • Ergänzung der Regelungen in Nr.3 und Nr. 6 der Präambel 30.7 EBM (Schmerztherapie)

 

Detailinformationen

 

TSS-Fälle und offenen Sprechstunde bei Schmerztherapeuten

Die Präambel 30.7 EBM (Schmerztherapie) regelt zum einen, dass Ärzte die die GOP 30702 EBM abrechnen auf maximal 300 Behandlungsfälle im Quartal begrenzt sind. Zum anderen ist geregelt, dass der Anteil der schmerztherapeutisch betreuten Patienten an der Gesamtzahl der Patienten mindestens einen Anteil von 75% betragen muss.

 

Die Umsetzung des TSVG zur TSS-Terminvermittlung sowie zur offenen Sprechstunde steht den Regelungen der Präambel 30.7 EBM über die vorgegebenen maximalen Fallzahlen (GOP 30702 EBM) und den geforderten Mindestmengen (GOP 30704 EBM) entgegen. Die durch den Gesetzgeber geforderte zusätzliche Versorgung von Patienten, die über die TSS vermittelt werden bzw. in der offenen Sprechstunde behandelt werden kann zur Überschreitung der zulässigen 300 Behandlungsfälle je Quartal führen und andererseits zur Unterschreitung des Mindestanteils von 75%.

 

Der Bewertungsausschuss hat daher beschlossen, die Behandlungsfälle aufgrund einer TSS-Vermittlung von diesen Regelungen auszunehmen. Des Weiteren erfolgt eine Anpassung des BMV-Ä, so dass Ärzte, die die GOP30702 EBM in einem Quartal berechnen in diesem Quartal von der Pflicht zur offenen Sprechstunde entbunden sind. Zudem erfolgte eine Konkretisierung der TSVG -Arztgruppe.

 

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