Änderungen im EBM zum Januar 2019

Knochendichtemessung wird besser honoriert
Ab 1. Januar 2019 erhalten Ärzte für die osteodensitometrische Untersuchung mehr Geld. Die Vergütung steigt von rund 17 auf 29 Euro. Die Punktzahl der GOP 34600 und 34601 wird von 161 Punkten auf 268 Punkte angehoben.


Die Honorierung der GOP 34601 erfolgt weiterhin extrabudgetär.

 

Samstagszuschlag auch für Radiologen und Strahlentherapeuten
Auch Radiologen und Strahlentherapeuten erhalten ab 1. Januar 2019 einen Zuschlag, wenn sie am Samstag zwischen 7 und 14 Uhr Patienten behandeln. Damit können Fachärzte für diagnostische Radiologie und Fachärzte für Strahlentherapie an Samstagen neben ihren Behandlungsleistungen auch den Samstagszuschlag, die GOP 01102, abrechnen.

 

Bauchaortenaneurysmenscreening  und Uro-Genital-Sonographieam selben Behandlungstag berechnungsfähig


Ab 1. Januar 2019 ist die Abrechnung der kurativen Uro-Genital-Sonographie nach der GOP 33043 am selben Behandlungstag neben der GOP 01748 für das Screening auf Bauchaortenaneurysmen berechnungsfähig.


Allerdings wird in einem solchen Fall auf die GOP 33043 ein Abschlag in Höhe von 8 Punkten vorgenommen und die GOP ist durch die Praxis mit einem „A“ zu kennzeichnen (GOP 33043A).


Hintergrund ist, dass sich die Untersuchung nun direkt anschließen kann und Wechselzeiten entfallen.

 

Anpassungen bei Tumordiagnostik und Humangenetik
Tumordiagnostik: Die Anwendung von Osimertinib (Tagrisso) bei erwachsenen Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom setzt den Nachweis einer bestimmten Mutation im Tumorgewebe voraus. Dieser kann bei fehlender Gewebeprobe künftig auch anhand einer Flüssigbiopsie erfolgen.


Für diese Leistung wurde zum 1. Januar 2019 die GOP 19461 in den EBM-Abschnitt 19.4.4 eingeführt. Sie ist mit 3934 Punkten (425,76 Euro) bewertet und wird extrabudgetär vergütet.

 

Die GOP 19461 ist bis zu zweimal im Krankheitsfall berechenbar, wenn ein nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom histologisch nachgewiesen ist, aber nicht mehr genügend Tumorgewebe als Untersuchungsmaterial zur Verfügung steht oder nicht gewonnen werden kann.


Humangenetik: Zum 1. Januar 2019 wurde endgültig auf eine Qualitätssicherungsvereinbarung für humangenetische Beurteilungsleistungen nach der GOP 11235 und 11236 verzichtet. Daher wird die entsprechende Ankündigung in den Anmerkungen der beiden GOP gestrichen.

 

 

 

24.01.2019