Bis 50.000 Euro für Praxisübernahme

Landesausschuss beschließt neue Sicherstellungszuschläge

In Brandenburg können ab sofort zur Sicherstellung der ambulanten medizinischen Versorgung in unterversorgten Regionen Zuschüsse bis maximal 50.000 Euro gewährt werden. Dies beschloss der Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen in seiner Sitzung am 7. Januar 2009.

Neu ist, dass die bisherige Unterscheidung zwischen bestehender und drohender Unterversorgung entfällt und auch die finanziellen Zuschüsse höher sind. Der Vorteil: Für Praxisübernahmen werden jetzt in allen unterversorgten Regionen maximal 50.000 Euro gewährt. Bislang wurde eine Praxisübernahme in Regionen mit bestehender Unterversorgung mit 30.000 Euro bezuschusst, in Regionen mit drohender Unterversorgung waren es 20.000 Euro.

Praxisneugründungen profitieren ebenfalls von dem Beschluss. Sie werden jetzt in allen unterversorgten Regionen in Höhe von maximal 40.000 Euro (bisher 30.000 Euro) unterstützt. 50 Prozent dieser Summen wird als einmaliger Investitionszuschuss ausgezahlt, die anderen 50 Prozent werden danach, verteilt auf 20 Quartale, an den Antragsteller ausgereicht.

In Praxen, die keinen Nachfolger gefunden haben, aber als Zweigpraxis durch einen anderen Arzt weitergeführt werden, gibt es jetzt einen höheren Zuschuss. Dieser beträgt für alle unterversorgten Regionen 15.000 Euro. Bisher konnte diese Summe nur in Regionen mit bestehender Unterversorgung gewährt werden.

Ansprechpartner: Frau Rettkowski,
Tel.: 0331/23 09 320

(Quelle: KV-intern 01/2009)

02.02.2009