Coronavirus: Empfehlung zur Kodierung der Diagnose

Die Weltgesundheitsorganisation hat folgende ergänzte Kodierung festgelegt, um die COVID-19-Fälle besser unterscheiden zu können. Für die Kodierung von SARS-CoV-2 gibt es eigene Diagnoseschlüssel:

 

U07.1 ! für COVID-19-Fälle, bei denen das Virus labordiagnostisch nachgewiesen wurde und

U07.2 ! neu ab 1. April für COVID-19-Fälle, bei denen eine klinisch-epidemiologische COVID-19-Infektion diagnostiziert wurde, die durch einen Labortest nicht nachgewiesen werden konnte.

 

Nur Zusatzkennzeichen „G“

Beide Kodes werden ausschließlich mit der Diagnosesicherheit „G“ (gesichert) angegeben. Sie sind nicht zu verwenden, wenn ein Verdacht besteht, ohne dass die RKI-Kriterien sicher erfüllt sind (z. B. ausschließlich vermuteter Kontakt mit einem COVID-19-Infizierten) oder um den Ausschluss oder den Zustand nach einer COVID-19-Infektion zu verschlüsseln.

Die Symbolnummer 88240 wird unabhängig davon an alle ärztlichen Leistungen gesetzt, die aufgrund des klinischen Verdachts auf eine Infektion oder einer nachgewiesenen Infektion erforderlich sind.

 

Was hat es auf sich mit dem „!“

Das Ausrufezeichen weist den kodierenden Arzt darauf hin, dass es sich um einen sekundären ICD-Code handelt, der bei der Codierung nicht allein stehen darf. So wäre es richtig:

 

J06.9 G; U07.1 G Akute Infektion der oberen Atemwege, nicht näher bezeichnet; COVID-19, Virus nachgewiesen

 

Das Ausrufezeichen gehört zur Bezeichnung des Kodes, es wird aber bei der Kodierung nicht angegeben. Es  entfällt also beim Ausdruck oder bei der Abrechnung. Bitte beachten Sie das, falls Sie den Code in Ihrem System ergänzen.

 

Der Schlüssel U07.2 ! ist in meinem System nicht vorhanden

Die Praxisverwaltungssysteme erlauben es häufig nicht, Diagnoseschlüssel in den Katalogen zu ergänzen. Das erledigt ein Update des Herstellers. Sollte das in den  kommenden Tagen nicht geschehen, wenden Sie sich an den Systembetreuer. Sollte auch das nicht helfen, dann wenden Sie sich an die Abrechnungshotline.

 

Die Hinweise der KBV sowie einige Beispiele finden Sie hier.

02.04.2020