Einführung der elektronischen Patientenakte

Seit 1. Januar 2021 haben Patienten nach dem Patientendaten-Schutz-Gesetz (PDSG) Anspruch zur Nutzung der elektronischen Patientenakte – kurz ePA, die von den Krankenkassen zur Verfügung gestellt wird.

 

Die Nutzung der ePA ist für die Patienten freiwillig. Sie speichert Daten wie Befunde, Diagnosen, Therapiemaßnahmen, Behandlungsberichte sowie Impfungen.

 

Vertragsärzte und -psychotherapeuten sind dazu verpflichtet, bis zum 30. Juni 2021 nachzuweisen, dass sie über die für die ePA erforderliche Ausstattung verfügen.

 

Neben der Grundausstattung für die Telematikinfrastruktur ist Folgendes für die Nutzung der ePA notwendig:

  • der die notwendigen Updates für die ePA enthält. (Die Updates der verschiedenen Hersteller zum ePAKonnektor sind für die erste Jahreshälfte 2021 geplant.)
  • Ein PVS-Modul, das den Datenaustausch zwischen der ePA des Versicherten und dem ärztlichen oder psychotherapeutischen Praxisverwaltungssystem ermöglicht.
  • Der elektronische Heilberufsausweis (eHBA) 2.0 ist für die ePA und alle kommenden Anwendungen der TI Pflicht. Nur mit ihm können sich Ärzte und Psychotherapeuten eindeutig gegenüber der TI als Heilberufler ausweisen und Zugriff auf Patientendaten erhalten (die Ausgabe des eHBA läuft über die Landesärztekammer oder Psychotherapeutenkammer).

Seit Jahresbeginn erproben Praxen in Berlin und Westfalen-Lippe in einem Feldtest die Funktionalität der ePA.

 

EBM-Vergütungskonzept:
Für die Erstbefüllung der ePA hat der Gesetzgeber eine Vergütung von zehn Euro festgesetzt. Die erforderlichen Abrechnungsmodalitäten werden derzeit noch festgelegt.

 

 

 

29.01.2021