Einsatz in einer zentralen Abstrichstelle: Berufshaftpflicht (Update 13:15 Uhr)

Zur Frage der Berufshaftpflichtversicherung für Ärzte bei einem Einsatz in einer zentralen Diagnostikstelle für COVID-19 (auf freiwilliger Basis, keine behördliche Anordnung oder als Beliehener):


1. Für Ärzte, die über eine Berufshaftpflichtversicherung, Arzthaftpflicht oder eine so genannte Restrisikoversicherung der Deutsche Ärzteversicherung Allgemeine (DÄV) verfügen gilt:

  • Der Schutz aus dem Versicherungsvertrag gilt auch für ärztliche unterstützende Maßnahmen außerhalb von Praxen, z. B. bei medizinischen Beratungen (auch telefonisch oder per Video-Chat) oder Probenentnahmen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2.
  • Jedem Arzt und Zahnarzt wird auf Wunsch eine entsprechende Versicherungsbestätigung ausgestellt, wobei diese Regelung auch ohne explizite Bestätigung für alle versicherten Ärzte und Zahnärzte gilt. Kunden und Interessenten steht das DÄV-Service-Team (Telefon 0221-148-23087, service@aerzteversicherung.de) zur Verfügung.

2. Für Ärzte, die über eine Berufshaftpflichtversicherung, Arzthaftpflicht oder eine so genannte Restrisikoversicherung einer anderen Versicherungsgesellschaft verfügen gilt:

  •  Rücksprache mit dem Versicherer nehmen.

3. Im Falle einer Verpflichtung durch eine Behörde (z. B. Gesundheitsamt) greifen für diese Tätigkeit die Regelungen der Amtshaftung, § 34 Grundgesetz i. V. m. § 839 Bürgerliches Gesetzbuch.

 

Information für HDI-Versicherte neu

20.03.2020