Elektronische Briefe ab 1. April 2021 nur noch über KIM

Ab dem 1. April 2021 dürfen alle Praxen elektronische Arztbriefe (eArztbriefe) nur noch über einen zugelassenen KIM-Dienst übermitteln. Über die Dienste zur „Kommunikation im Medizinwesen“ (KIM) berichteten wir bereits ausführlich in „KV-Intern“ 7/2020.

 

Der erste KIM-Dienst zur schnellen und sicheren elektronischen Übermittlung von Briefen wurde zum 29. Juni 2020 bundesweit zugelassen. Seit Oktober 2020 ist nun auch der E-Health-Konnektor verfügbar, und Ärzte und Psychotherapeuten können diesen KIMDienst für den elektronischen Briefversand nutzen. Damit hat die sechsmonatige Übergangsfrist begonnen, nach deren Ende es für alle Arzt- und Psychotherapiepraxen verpflichtend ist, Briefe elektronisch nur noch über einen zugelassenen KIM-Dienst zu übermitteln.

 

Ab dem 1. April 2021 sind andere elektronische Übertragungswege nicht mehr zulässig.

 

Für die Übermittlung von elektronischen Briefen gelten die Regelungen der KBV-Richtlinie „Elektronischer Brief“. Aus diesem Grund sind die Pauschalen 86900 und 86901 in der Anlage 8 der TI-Finanzierungsvereinbarung sowie auch die Strukturförderpauschale 01660 aus dem EBM bis zur Einrichtung des Kommunikationsdienstes KIM in der Arzt- beziehungsweise Psychotherapeutenpraxis vorerst auch noch für versendete und empfangene eArztbriefe über andere Dienste – wie KV-Connect – abrechenbar.

 

Ab dem 1. April 2021 dürfen Arzt und Psychotherapeutenpraxen nur noch eine Vergütung für elektronische Briefe erhalten, wenn sie nachweislich über einen KIM-Dienst zur Übermittlung verfügen.

18.12.2020