Empfehlung zum Ausstellen von eAU-Bescheinigungen & eRezepten zum 01.01.2022

Bitte beachten Sie aus aktuellem Anlass die Empfehlung der KBV zur Umstellung auf die elektronische Arbeitsunfähigkeit (eAU) und das elektronische Rezept (eRezept).

 

eAU

Sobald die technischen Voraussetzungen für die Nutzung der elektronischen Verfahren in einer Arztpraxis zur Verfügung stehen, sind ab dem 01.01.2022 die Bescheinigungen digital an die jeweilige Krankenkasse zu übermitteln.

 

Ist das PVS-Modul eAU bereits vorhanden, aber die elektronische Übermittlung noch nicht möglich, ist das Ersatzverfahren anzuwenden: Der Patient erhält hierbei eine mithilfe des Praxisverwaltungssystems (PVS) erzeugte AU-Bescheinigung in Papierform (Stylesheets) – für sich, seinen Arbeitgeber und seine Krankenkasse.

 

Für den Fall, dass in einer Arztpraxis das erforderliche PVS-Modul eAU nicht verfügbar ist und somit weder die elektronische Übermittlung noch das Ausdrucken der AU mittels Stylesheet möglich ist – kann die Arbeitsunfähigkeit vorübergehend formlos bescheinigt und somit das bisherige Muster 1 verwendet werden (KBV-Richtlinie vom 04.11.2021).

 

eRezept

Sobald der Anbieter der Verordnungssoftware das Update für das eRezept zur Verfügung stellt, sollte dieses installiert werden.


Sofern die Apotheken in räumlicher Nähe zur Vertragsarztpraxis nicht in der Lage oder nicht bereit sind, eRezepte zu empfangen und einzulösen, sollte der Arzt dem Patienten ein Papierrezept auf Muster 16 ausstellen. Dies ist auch nach dem Software-Update möglich, denn mit der aktualisierten Software können Praxen Rezepte sowohl in Papierform als auch elektronisch ausstellen.

 

 

Wichtig ist die Vorbereitung
Dies betrifft vor allem die Bestellung und die Freischaltung eines elektronischen Heilberufsausweises (eHBA) sowie eines KIM-Dienstes (Versandt der eAU). Für die Installation der PVS Updates sollten Sie sich an Ihren Anbieter wenden und mit ihm möglichst auch den zeitnahen Termin der Umstellung auf die eAU und das eRezept abstimmen.

13.01.2022