Extrabudgetäre Vergütung für alle COVID-19-Leistungen

Alle ärztlichen Leistungen, die aufgrund des klinischen Verdachts auf eine Infektion oder einer nachgewiesenen Infektion mit dem Coronavirus erforderlich sind, werden in voller Höhe extrabudgetär vergütet.

 

Die Ärzte kennzeichnen diese Fälle mit der Ziffer 88240 und legen ggf. einen gesonderten Abrechnungsschein im Praxisverwaltungssystem an.

Dies gilt auch, wenn der Patient durch die Terminservicestelle (Patientenservice 116117) vermittelt wurde.

 

Die Untersuchungsindikation für eine Testung auf SARS-CoV-2 stellt der Arzt nach eigenem Ermessen unter Berücksichtigung der Kriterien des Robert Koch-Instituts.

 

Das bevorzugte Untersuchungsmaterial für den Nachweis einer möglichen Infektion mit dem SARS-CoV-2  ist ein Oropharynx- und/oder Nasopharynx-Abstrich, wie bei der Influenza-Diagnostik. Der Abstrich ist mit einem trockenen Stäbchen durchzuführen.

 

Der Laborauftrag erfolgt über Muster 10. Für die Diagnostik kann der Veranlasser die Kennnummer 32006 auf dem Abrechnungsschein in seinem Praxisverwaltungssystem setzen.

 

Die Gebührenordnungsposition 32816 ist einmal am Behandlungstag von Fachärzten für Laboratoriumsmedizin oder für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie berechnungsfähig.

 

Die zu verwendende ICD-10 Schlüsselnummer lautet U07.1! – COVID-19 (Coronavirus-Krankheit-2019). Zusätzlich wird z.B. J06.8 Sonstige akute Infektionen an mehreren Lokalisationen der oberen Atemwege oder J12.8 Pneumonie durch sonstige Viren verschlüsselt.

05.03.2020