Extrakorporale Stoßwellentherapie bei Fersensporn jetzt Kassenleistung

Nachdem der Gemeinsame Bundesausschuss im April 2018 beschlossen hatte, die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) zur Behandlung des Fersenschmerzes bei Fasciitis plantaris als neue Behandlungsmethode in die vertragsärztliche Versorgung aufzunehmen, stehen nun auch die neue GOP und deren Vergütung fest.

 

Bei Patienten, die

  • mindestens seit sechs Monaten unter Fersenschmerz bei Fasciitis plantaris leiden,
  • während dieser Zeit in ihrer gewohnten körperlichen Aktivität eingeschränkt sind und
  • bereits unterschiedliche konservative Therapieansätze sowie Maßnahmen wie Dehnübungen und Schuheinlagen ohne relevante Beschwerdebesserung angewandt haben,

darf ab Januar 2019 eine ESWT als zusätzliche Maßnahme durchgeführt werden.

 

Die Anwendung dieser Behandlung ist Fachärzten für Orthopädie, Fachärzten für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie Fachärzten für Physikalische und Rehabilitative Medizin vorbehalten.

 

Die GOP 30440 wurde zum 1. Januar 2019 als neue Leistung in den EBM Abschnitt 30.4 aufgenommen. Sie ist mit 247 Punkten bewertet (26,73 Euro bei OPW 10,8226 ct ab 2019) und wird vorerst für mindestens zwei Jahre extrabudgetär vergütet.

 

Berechnungsfähig ist die GOP 30440 EBM für Patienten mit der gesicherten Diagnose Fasciitis plantaris M72.2 je Fuß in höchstens zwei aufeinanderfolgenden Quartalen höchstens dreimal im Krankheitsfall.

 

 

25.01.2019