Fortsetzung erwünscht

20 angehende Mediziner diskutierten mit der KVBB bei Grillwurst und Steak Perspektiven der ambulanten Versorgung

Interessant, wissenswert, klärend, anregend – so der Tenor der 21 Medizinstudenten der Berliner Charité zum Abschluss eines ereignisreichen Nachmittags in der Potsdamer Landesgeschäftsstelle der KV Brandenburg.

 

Diesem „Urteil“ vorausgegangen war eine lebhafte Diskussion zur aktuellen Situation der ärztlichen Versorgung in Brandenburg, zu den Möglichkeiten des Einsatzes junger Mediziner in Deutschlands fünftgrößtem Flächenland, der Weiterbildung, der Inanspruchnahme von Famulaturen und Praktika bis hin zu den Verdienstmöglichkeiten. Aber auch Fragen wie, was denn eine KV so alles zu regeln habe, wobei sie unterstützen und wo Anreize setzen kann, und in welchen Aufgaben sie sich von der Ärztekammer unterscheidet, wurden von dem stellvertretenden KV-Vorsitzenden Dipl.-Med. Andreas Schwark, dem Allgemeinmediziner Dr. Reinhold Schrambke sowie von Mitarbeitern der KV ebenso geduldig wie fachkundig beantwortet.

 

Es war ein erster Kennenlern-Nachmittag, der bei Bratwurst, Steak Kartoffelsalat und einem Frischgezapften sowie jeder Menge ganz individueller Gespräche in kleineren Gruppen ausklang. Ein Nachmittag, der unbedingt seine Fortsetzung finden sollte und wohl auch wird. Denn es war einhelliger Tenor unter den Studenten, dass sie darüber in ihren Studiengruppen berichten und diese Initiative der KVBB würdigen.

 

Damit dürfte die Idee der KVBB, die angehenden Kolleginnen und Kollegen für eine ambulante Tätigkeit zu interessieren, möglichst schon ein Stück weit zu begeistern, ihr Ziel erreicht haben. Dass der Medizinerberuf tendenziell zu einem Frauenberuf wird, zeigt nicht nur die Tatsache, dass aktuell rund 72 Prozent der Medizinstudenten der Charité Frauen sind. Auch unter den Teilnehmern des Kennenlern-Nachmittags dominierte das weibliche Geschlecht.

 

Ohne dies letztlich überbewerten zu wollen (Anmerkung: Wir hatten in den neuen Bundesländern schon immer einen prozentual höheren Anteil von Frauen unter den Ärzten), so zeigt diese Entwicklung schon, dass sich künftig bei der Ausübung des Berufes Veränderungen ergeben (müssen), denen die Struktur KV Rechnung zu tragen hat.

 

Was bleibt als Fazit? Eine rundum gelungene Veranstaltung, die unbedingt eine Fortsetzung finden sollte.

16.05.2012