Geänderte Kennzeichnung der Coronavirus-Leistungen ab 1. April

Der Bewertungsausschuss hat die Kennzeichnung der Coronavirus-Leistungen mit der Symbolnummer 88240 mit Wirkung zum 1. April 2020 wie folgt geändert:

Die Ziffer 88240 ist vom behandelnden Arzt jeweils an allen Tagen zu dokumentieren, an denen eine Behandlung aufgrund des klinischen Verdachts auf eine Infektion oder aufgrund einer nachgewiesenen Infektion mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) erfolgt.

Das Anlegen eines gesonderten Scheines wird damit überflüssig. In fachübergreifenden Gemeinschaftspraxen und MVZ muss aber jeder Arzt für sich die Kennzeichnung setzen. Für das abgelaufene Quartal 1/2020 ändert sich an der Kennzeichnung nichts.

Leistungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus werden extrabudgetär vergütet. Alle Leistungen, die der Arzt und gegebenenfalls Kollegen seiner Arztgruppen, am Tag der Dokumentation der Ziffer 88240 abrechnen, werden aufgrund des nicht vorhersehbaren Anstiegs des morbiditätsbedingten Behandlungsbedarfs extrabudgetär vergütet. Einbezogen werden dann ebenfalls, die in diesem Quartal von dieser Arztgruppe abgerechneten

  • Versicherten-, Grund- oder Konsiliarpauschalen
  • Zusatzpauschalen für Pneumologie (GOP 04530 und 13650)
  • und Zusatzpauschalen fachinternistische Behandlung (GOP 13250).

Mit dieser Regelung wird sichergestellt, dass die Versicherten-, Grund- oder Konsiliarpauschale sowie weitere aufgrund der Corona-Behandlung abrechenbare Pauschalen immer extrabudgetär vergütet werden, auch wenn diese nicht im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 abgerechnet wurden.

03.04.2020