Gesamtvergütung 2019

Auch für das Jahr 2019 werden alle auf der Bundesebene getroffenen Vorgaben zur Vergütung in die Vereinbarung für Brandenburg übernommen: So gilt der bundeseinheitliche Orientierungswert (OW) in Höhe von 10,8226 ct als regionaler Punktwert. Der Behandlungsbedarf steigt aufgrund der Morbiditätsentwicklung um knapp 0,2885 Prozent. Der recht geringe Wert ist Ergebnis der im Durchschnitt tatsächlich jünger werdenden Bevölkerung in Brandenburg und dem damit verbundenen geringeren Morbiditätszuwachs.

 

Ebenso wie 2018 beteiligen sich die Krankenkassen in diesem Jahr mit einem Betrag von 1,1 Mio. Euro an den Kosten, die für die Bereitschaftsdienstreform 4.0 entstehen. Die mittlerweile zwölf Bereitschaftspraxen tragen entscheidend zur Verbesserung der Akutversorgung der Brandenburger Versicherten bei. Es ist zu begrüßen, dass sich die Krankenkassen dieser gemeinsamen Aufgabe weiterhin stellen.

 

Die Wegepauschalen steigen ebenso wie der regionale Punktwert um 1,58 Prozent. Für förderungswürdige Leistungen stellen die Krankenkassen erneut 5,5 Mio. Euro bereit. Sie unterstützen damit die Sicherstellung und/oder Verbesserung ausgewählter Leistungen, die für die Versorgung der Brandenburger Bevölkerung von besonderem Interesse sind. Die KVBB und die Krankenkassen haben sich mit Blick auf die derzeitigen Versorgungsbedingungen nach intensiven Diskussionen darauf verständigt, die förderungswürdigen Leistungen im dritten und vierten Quartal 2019 zu verändern. Das Ergebnis ist Ihnen bereits aus der Honorarverteilung bekannt.

 

Schon seit längerer Zeit haben die Anästhesisten bei den Krankenkassen und der KV gleichermaßen die Forderung erhoben, die Vergütung der Anästhesien im Zusammenhang mit zahnärztlichen Leistungen zu verbessern. Diesem Wunsch wurde nun entsprochen. Aufgrund der teilweise schwierigen Situation bei der Behandlung von Kindern oder Patienten mit mangelnder Kooperationsfähigkeit durch Zahnärzte, erfolgt für die in diesem Zusammenhang erforderlichen Anästhesien beginnend mit dem vierten Quartal 2019 eine extrabudgetäre Honorierung.

 

Wir bitten die Anästhesisten, bei ihrer Abrechnung die Mitteilung der KVBB aus dem Oktober dieses Jahres zu beachten und diese Leistungen entsprechend zu kennzeichnen.

 

Auch in diesem Jahr werden die neu in den EBM aufgenommenen Leistungen extrabudgetär vergütet, wenn eine Empfehlung der Bundesebene dies vorsieht. Das trifft beispielsweise auf die im Zusammenhang mit dem TSVG etablierten Leistungen oder Videofallkonferenzen zu. Andererseits werden gemäß den Vorgaben der Bundesebene auch Leistungen (wieder) innerhalb der MGV bezahlt, zum Beispiel ausgewählte psychotherapeutische Gespräche.

 

Bei der durch die Bundesebene vorgegebene Eingliederung der Leistungen der nichtärztlichen Praxisassistentinnen hat die KVBB erreicht, dass das Vergütungsvolumen des Vorjahres der MGV zugeführt wird.

 

Den Vertrag finden Sie im geschützten Bereich unserer Website unter der Rubrik Verträge der KVBB.

 

Wir hoffen, dass wir Sie in Kürze zu den Ergebnissen der Honorarverhandlungen für das Jahr 2020 informieren können.

 

 

20.12.2019