Heilmittel-Richtlinie: Erweiterungen des langfristigen Heilmittelbedarfs und des Heilmittelkataloges

Zum 1. Juli 2021 werden weitere Indikationen in die Diagnoseliste des langfristigen Heilmittelbedarfs aufgenommen. Auf Vorschlag der Patientenvertreter wird die Liste der Indikationen, die im Falle einer Wirtschaftlichkeitsprüfung das Verordnungsvolumen um die darauf entfallenden Kosten entlasten.

 

Folgende Indikationen werden ab 1. Juli 2021 zusätzlich in die Anlage 2 der heilmittel-Richtlinie (langfristiger Heilmittelbedarf) aufgenommen:

 

G61.0      Guillain-Barré-Syndrom
G91.2- Normaldruckhydrozephalus
Q79.6 Ehlers-Danlos-Syndrom
Q78.0Osteogenesis imperfecta
Q87.2angeborene Fehlbildungssyndrome mit vorwiegender Beteiligung der Extremitäten
T20.3- ffVerbrennungen oder Verätzungen 3. Grades
M36.2Arthropathia haemophilica.


Hier finden Sie die Gesamtaufstellung der Neuaufnahmen.

 

Ebenfalls zum 1. Juli 2021 werden für folgende Diagnosegruppen die verordnungsfähigen Höchstmengen je Heilmittelrezept von 10 Einheiten auf 20 Einheiten erweitert:

 

PS2   neurotische, Belastungs-, somatoforme und Persönlichkeitsstörungen
PS3wahnhafte und affektive Störungen/Abhängigkeitserkrankungen, Schizophrenie, schizotype und wahnhafte Störungen.

 

 

03.05.2021