Honorarverteilung im I. Quartal 2017

Die Finanzvolumen für die morbiditätsbedingte Gesamtvergütung (MGV) beruhen auf der am 30.5.2017 geschlossenen Vereinbarung zur Gesamtvergütung im Jahr 2016 und den Erkenntnissen aus den Verhandlungen zur Gesamtvergütung 2017. Da die Verhandlungen zur Gesamtvergütung 2017 noch nicht abgeschlossen sind, wurden Vorbehalte in Ihrem Honorarbescheid aufgenommen. Wir bitten Sie, diese zu beachten.

 

Hier einige Eckdaten:
212,7 Mio. Euro standen im ersten Quartal dieses Jahres für die MGV zur Verfügung. Davon entfielen ca. 93,3 Mio. Euro auf den hausärztlichen und 89,3 Mio. Euro auf den fachärztlichen Versorgungsbereich. Die Leistungen des humangenetischen Labors schlugen mit rund 1,8 Mio. Euro zu Buche, die Pauschale für die fachärztliche Grundversorgung (PFG) mit ca. 4,5 Mio. Euro. Diese Berechnungen sowie alle folgenden basieren auf dem aktuellen Honorarverteilungsmaßstab (HVM) der KV Brandenburg.

 

Behandlungen und Therapien, die das Regelleistungsvolumen (RLV) bei Fachärzten überschritten, wurden mit einer Quote von ca. 27,2 Prozent vergütet. Für die Hauärzte wurden die überscheitenden Leistungen mit 51,3 Prozent vergütet. Durchschnittlich überschritten Hausärzte ihr RLV um ca. 7 Prozent, Fachärzte um ca. 23 Prozent.

 

Der Honorarfonds zur Förderung der zeitnahen Vermittlung von Arztterminen wurde nicht vollständig benötigt. Somit konnten die Überschreitungsquoten der Arztgruppen gestützt werden:

 

Arztgruppen gem. Anlage 4 HVM

Überschreitungsquote

Fachärzte für Anästhesiologie

29,701 %

Fachärzte für Augenheilkunde

33,873 %

Fachärzte für Chirurgie

32,143 %

Fachärzte für Frauenheilkunde

35,944 %

Fachärzte für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde

31,500 %

Fachärzte für Haut- und Geschlechtskrankheiten

35,844 %

Fachärzte für Innere Medizin ohne Schwerpunkt

30,878 %

Fachärzte für Innere Medizin mit

 

    (Versorgungs-) Schwerpunkt Angiologie

28,389 %

    (Versorgungs-) Schwerpunkt Kardiologie

28,850 %

    (Versorgungs-) Schwerpunkt Endokrinologie

30,784 %

    (Versorgungs-) Schwerpunkt Gastroenterologie

30,363 %

    (Versorgungs-) Schwerpunkt Hämatologie/Onkologie

28,471 %

    (Versorgungs-) Schwerpunkt Pneumologie

29,238 %

    (Versorgungs-) Schwerpunkt Rheumatologie

29,633 %

Fachärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie

28,174 %

Fachärzte für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie

33,298 %

Fachärzte für Nervenheilkunde, Neurologie und Psychiatrie

30,469 %

Fachärzte für Neurologie

29,926 %

Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie

30,371 %

Fachärzte für Nuklearmedizin

28,609 %

Fachärzte für Orthopädie

31,361 %

Fachärzte für Diagnostische Radiologie

28,913 %

Fachärzte für Urologie

32,758 %

Fachärzte für Physikalisch-Rehabilitative Medizin

30,515 %

 

Bezuschusst werden musste wieder der Honorarfonds Labor. 2,7 Mio. Euro aus Rückstellungen waren erforderlich, um die bundesweit einheitliche Laborquote Q von 91,58 Prozent zu finanzieren.

 

In den folgenden Tabellen finden Sie die Übersichten der versorgungsspezifischen Vergütungsvolumina:

 

Hausärztliches Vergütungsvolumen

Quartal I/2017

93,3 Mio. €

Quote

darunter:

 

 

Rückstellungen/Bereinigungen

-0,8 Mio. €

 

Entnahme für den Strukturfonds

0,1 Mio. €

 

Entnahme für den Fremdkassenzahlungsausgleich (FKZ)

4,1 Mio. €

 

Stützung der zentralen Honorarfonds

1,2 Mio. €

 

Leistungsbezogene Honorarfonds

4,7 Mio. €

 

  

Honorarfonds zur Vergütung der Kostenpauschalen des Kapitels 40 EBM

0,1 Mio. €

100 %

Honorarfonds zur Vergütung der Leistungen der Empfängnisregelung, Sterilisation und Schwangerschaftsabbrüchen (Sonstige Hilfen)
Abschnitte 1.7.5 bis 1.7.7 EBM

0,002 Mio. €

100 %

Honorarfonds zur Vergütung der als Auftragsleistung durchgeführten Langzeit-EKG-Auswertungen
GOP 03241, 04241, 13253, 27323 EBM

0,002 Mio. €

92,945 %

Honorarfonds Haus- und Heimbesuche

GOP 01410, 01413 und 01415 EBM

3,0 Mio. €

100 %

Honorarfonds für die geriatrische Versorgung sowie der Palliativmedizin
Abschnitte 3.2.4 und 3.2.5 EBM

1,4 Mio. €

52,003 %

Honorarfonds für kinderärztlich erbrachte Leistungen der Sozialpädiatrie sowie der Palliativmedizin
Abschnitte 4.2.4 und 4.2.5 EBM

0,1 Mio. €

75,932 %

Honorarfonds für ärztlich angeforderten Hilfeleistungen für Praxismitarbeiter (Abschnitt 38.2 EBM)

0,1 Mio. €

100 %

RLV-/QZV-Leistungen zzgl. Vergütung für Überschreitungsleistungen

83,9 Mio. €

 

 

 

Fachärztliches Vergütungsvolumen

Quartal I/2017

95,6 Mio. €

Quote

darunter:

 

 

Honorarfonds genetisches Labor (inkl. FKZ)

1,8 Mio. €

72,516 %

Honorarfonds PFG (inkl. FKZ)

4,5 Mio. €

100 %

Rückstellungen/Bereinigungen/Förderungen

-0,8 Mio. €

 

Entnahme für den Strukturfonds

0,1 Mio. €

 

Entnahme für den Fremdkassenzahlungsausgleich (FKZ)

14,3 Mio. €

 

Stützung der zentralen Honorarfonds

1,2 Mio. €

 

Leistungsbezogene Honorarfonds

6,7 Mio. €

 

   

Honorarfonds zur Vergütung der Kostenpauschalen des Kapitels 40 EBM

1,8 Mio. €

100 %

Honorarfonds zur Vergütung der Leistungen des Kapitels 19 sowie der übrigen Leistungen der Fachärzte für Pathologie und Neuropathologie

1,5 Mio. €

84,358 %

Honorarfonds zur Vergütung der Leistungen der Empfängnisregelung, Sterilisation und Schwangerschaftsabbrüchen (Sonstige Hilfen)
Abschnitte 1.7.5 bis 1.7.7 EBM

1,9 Mio. €

100 %

Honorarfonds zur Vergütung der als Auftragsleistung durchgeführten Langzeit-EKG-Auswertungen
GOP 03241, 04241, 13253, 27323 EBM

0,02 Mio. €

98,296 %

Honorarfonds Haus- und Heimbesuche

(GOP 01410, 01413 und 01415 EBM)

0,4 Mio. €

100 %

Honorarfonds für anästhesiologische Leistungen im Zusammenhang mit vertragszahnärztlicher Behandlung von Patienten mit eingeschränkter Kooperationsfähigkeit

0,03 Mio. €

100 %

Honorarfonds für ärztlich angeordnete Hilfeleistungen von Praxismitarbeitern (Abschnitt 38.2 EBM)

0,002 Mio. €

100 %

Honorarfonds „Strukturpauschale konservative Augenheilkunde“

1,1 Mio. €

53,206 %

Arztgruppenbezogene Honorarfonds

1,4 Mio. €

 

Honorarfonds Strahlentherapie

(übrige Leistungen von Fachärzten für Strahlentherapie)

0,04 Mio. €

81,016 %

Honorarfonds Laboratoriumsmedizin

(übrige Leistungen von Fachärzten für Laboratoriumsmedizin und von Fachwissenschaftlern)

0,02 Mio. €

73,694 %

Honorarfonds Sonstige Vertragsärzte

(Leistungen von Fachärzten für Humangenetik, Biochemie oder Klinische Pharmakologie und Toxikologie und der Vertragsärzte, für die kein RLV gem. § 11 HVM gebildet wird)

0,02 Mio. €

73,362 %

Honorarfonds Psychotherapie

(übrige MGV-Leistungen von ausschließlich psychotherapeutisch tätigen Vertragsärzten und Vertragstherapeuten)

1,2 Mio. €

72,516 %

Honorarfonds Nephrologie

(Leistungen von Fachärzten für innere Medizin mit Schwerpunkt Nephrologie sowie entsprechender Institute bzw. Ärzte mit nephrologischem Schwerpunkt)

0,2 Mio. €

75,958 %

RLV-/QZV-Leistungen zzgl. Vergütung für Überschreitungsleistungen

66,3 Mio. €

 

 

Für Präventionen und andere extrabudgetäre Leistungen zahlten die Krankenkassen im ersten Quartal 2017 ca. 84,7 Mio. Euro. Folgende Tabelle gibt einen Überblick:

 

Leistungen außerhalb der MGV

Quartal I/2017

Gesamt

Leistungen des ambulanten Operierens

10,7 Mio. €

Präventionsleistungen

15,2 Mio. €

Mammographie-Screening

1,9 Mio. €

Strahlentherapie

4,3 Mio. €

DMP

9,4 Mio. €

Impfen

1,5 Mio. €

Wegepauschalen

0,9 Mio. €

Antrags- und genehmigungspflichtige

Psychotherapeutische Leistungen/Probatorik

10,8 Mio. €

Nephrologische Leistungen

2,3 Mio. €

Dialysesachkosten

14,6 Mio. €

Strukturvertrag Diabetes

1,1 Mio. €

Zuschläge zur PFG

1,0 Mio. €

Zuschläge für die sozialpädiatrische Versorgung

0,05 Mio. €

Onkologie (Anlage 7 BMV-Ä)

1,1 Mio. €

Restliche Leistungen/Sonderverträge

9,8 Mio. €

Detaillierte Hinweise zur Honorarverteilung entnehmen Sie bitte Ihrem aktuellen Honorarbescheid.


Leichte Bewegungen gibt es bei der Zahl gesetzlich versicherter Brandenburger (siehe folgende Grafik). Insgesamt stieg sie um 1,24 Prozent gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres.


Den größten Zuwachs mit gut vier Prozent verzeichnen die Ersatzkassen. Grund dafür dürften die Fusionen zweier Betriebskrankenkassen mit der DAK Gesundheit und der Barmer sein; dementsprechend auch das Minus bei den Betriebskrankenkassen. Auch bei der Knappschaft und den Landwirtschaftlichen Krankenkassen gibt es leichte Verluste.

 

 

24.08.2017