Honorarverteilung im II. Quartal 2014

Die Honorarverteilung des II. Quartals 2014 basiert auf dem ab IV/2013 gültigen Honorarverteilungsmaßstab (HVM) unter Beachtung der maßgeblichen Vorgaben der KBV zur Honorarverteilung. Diese beinhalten unter anderem die Ermittlung der Vergütungsvolumina/Grundbeträge für Haus‐ und Fachärzte.


In der Vertragsgestaltung mit den Krankenkassen wurden im Ergebnis der Verhandlungen zur Gesamtvergütung 2014 bisher Eckpunkte fixiert. Diese kommen, vorbehaltlich der offiziellen Unterzeichnung der sich weiterhin in der Endabstimmung befindlichen Vergütungsvereinbarung 2014, ebenfalls zum Ansatz. Neben der Höhe des Orientierungspunktwertes von 10,13 ct und den weiteren Steigerungsraten beinhaltet dies vor allem die Fortführung der Finanzierung der förderungswürdigen Leistungen gem. Anlage 3 HVM. Eine Erhöhung der Wegepauschalen wird von den Krankenkassen nicht als Bestandteil der Honorareinigung 2014 angesehen. Daher konnten die Wegepauschalen im II. Quartal nur in der Vergütungshöhe des Jahres 2013 zum Ansatz gebracht werden.

 

Anzahl der Versicherten
Die Anzahl der gesetzlich Versicherten mit Wohnort im Land Brandenburg
bestimmt maßgeblich die Höhe der MGV. Wie der folgenden Grafik zu entnehmen
ist, konnte in 2014 bisher ein leichter Anstieg verzeichnet werden. Die
Steigerung ist hierbei hauptsächlich den Mitgliederzuwächsen der Ersatzkassen
zuzurechnen.

 

 

Eckdaten der Honorarverteilung
Die Morbiditätsbedingte Gesamtvergütung (MGV) beträgt in diesem Quartal, inkl. der Anhebung der MGV zur Förderung des haus‐ bzw. fachärztlichen Bereichs, ca. 193,3 Mio. Euro.


Leistungen außerhalb der MGV wurden in Höhe von ca. 65,5 Mio. Euro vergütet.

 

Die das RLV überschreitenden Leistungsanteile konnten für Fachärzte mit 21,328 Prozent des jeweiligen Orientierungspunktwertes vergütet werden. Für Hausärzte konnten die Überschreitungsleistungen wiederum in vollem Umfang (unquotiert) ausgezahlt werden.

 

Anders sieht die Finanzierungssituation im Honorarfonds für die ab dem 1. Oktober 2013 neu eingeführten Leistungen der geriatrischen bzw. palliativmedizinischen Versorgung sowie der Sozialpädiatrie aus. Diese unterlag auch im II. Quartal einer starken Quotierung. Die Auszahlungsquote lag bei lediglich 38,161 Prozent. Eine Anhebung der hierfür gem. Bewertungsausschuss zu niedrig bemessenen Mittel wurde von den Brandenburger Krankenkassen bisher abgelehnt.

 

Gem. Bundesvorgabe werden die zentralen Honorarfonds zur Vergütung des Bereitschaftsdienstes sowie der Laborleistungen gebildet. Im Honorarfonds  Bereitschaftsdienst erfolgt die Vergütung der Notfallbehandlungen durch nicht an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmende Ärzte, Institute und Krankenhäuser während der Zeiten des organisierten Notfalldienstes anhand einer Quote von 93,792 Prozent. Die Anforderungen im Honorarfonds Labor überschritten die Fondshöhe um ca. 200 TEuro. Diese Überschreitung muss zu Lasten der haus‐ und fachärztlichen Honorare finanziert werden. Die bundeseinheitliche Laborquote „Q“ wurde für das Quartal II/2014 auf 91,58 Prozent festgelegt und kam bei der Vergütung der Laborleistungen des Abschnitts 32.2 und 32.3 EBM zum Ansatz.

 

Die Verteilung der versorgungsspezifischen Vergütungsvolumina und ggf. erfolgter Quotierungen ist nachfolgend tabellarisch dargestellt:

 

Hausärztliches Vergütungsvolumen

Quartal II/2014

84,1 Mio. €

Quote

darunter:

 

 

Rückstellungen/Einstellungen/Bereinigungen

2,1 Mio. €

 

Entnahme für den Strukturfonds

0,1 Mio. €

 

Entnahme für den Fremdkassenzahlungsausgleich (FKZ)

3,7 Mio. €

 

Einzelleistungen/Förderungen

0,7 Mio. €

 

Leistungsbezogene Honorarfonds

4,1 Mio. €

 

  

Honorarfonds zur Vergütung der Kostenpauschalen des Kapitels 40 EBM

0,2 Mio. €

100 %

Honorarfonds zur Vergütung der Leistungen der Empfängnisregelung, Sterilisation und Schwangerschaftsabbrüchen (Sonstige Hilfen)
Abschnitte 1.7.5 bis 1.7.7 EBM

0,002 Mio. €

100 %

Honorarfonds zur Vergütung der als Auftragsleistung durchgeführten Langzeit-EKG-Auswertungen
GOP 03241, 04241, 13253, 27323 EBM

0,003 Mio. €

99,863 %

Honorarfonds Haus- und Heimbesuche

(GOP 01410, 01413 und 01415 EBM)

2,8 Mio. €

100 %

Honorarfonds für die Leistungen der geriatrischen und palliativmedizinischer Versorgung, der Versorgung von Kindern mit chronischen Krankheiten

1,1 Mio. €

38,161 %

RLV-/QZV-Leistungen zzgl. Vergütung für Überschreitungsleistungen

73,4 Mio. €

 

 

 

 

 

Fachärztliches Vergütungsvolumen

Quartal II/2014

87,3 Mio. €

Quote

darunter:

 

 

Honorarfonds genetisches Labor (inkl. FKZ)

1,6 Mio. €

74,609 %

Honorarfonds PFG (inkl. FKZ)

3,7 Mio. €

100 %

Rückstellungen/Einstellungen

1,1 Mio. €

 

Entnahme für den Strukturfonds

0,1 Mio. €

 

Entnahme für den Fremdkassenzahlungsausgleich (FKZ)

13,1 Mio. €

 

Einzelleistungen/Förderungen

0,4 Mio. €

 

Leistungsbezogene Honorarfonds

6,9 Mio. €

 

   

Honorarfonds zur Vergütung der Kostenpauschalen des Kapitels 40 EBM

1,7 Mio. €

100 %

Honorarfonds zur Vergütung der Leistungen des Kapitels 19 sowie der übrigen Leistungen der Fachärzte für Pathologie und Neuropathologie

1,3 Mio. €

91,358 %

Honorarfonds zur Vergütung der Leistungen der Empfängnisregelung, Sterilisation und Schwangerschaftsabbrüchen (Sonstige Hilfen)
Abschnitte 1.7.5 bis 1.7.7 EBM

1,8 Mio. €

100 %

Honorarfonds zur Vergütung der als Auftragsleistung durchgeführten Langzeit-EKG-Auswertungen
GOP 03241, 04241, 13253, 27323 EBM

0,02 Mio. €

95,854 %

Honorarfonds zur Vergütung der Notfallbehandlungen durch nicht an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmende Ärzte, Institute und Krankenhäuser außerhalb der Zeiten des ärztlichen Bereitschaftsdienstes

0,5 Mio. €

86,738 %

Honorarfonds Haus- und Heimbesuche

(GOP 01410, 01413 und 01415 EBM)

0,4 Mio. €

100  %

Honorarfonds „Strukturpauschale konservative Augenheilkunde“

1,2 Mio. €

57,722 %

Arztgruppenbezogene Honorarfonds

1,4 Mio. €

 

Honorarfonds Strahlentherapie

(für übrige Leistungen von Fachärzten für Strahlentherapie)

 

0,03 Mio. €

 

86,176 %

Honorarfonds Laboratoriumsmedizin

(für übrige Leistungen von Fachärzten für Laboratoriumsmedizin und von Fachwissenschaftlern)

 

0,05 Mio. €

 

98,862 %

Honorarfonds Sonstige Vertragsärzte

(für Leistungen von Fachärzten für Humangenetik, Biochemie oder Klinische Pharmakologie und Toxikologie und der Vertragsärzte, für die kein RLV gem. § 11 HVM gebildet wird.)

0,3 Mio. €

 

100 %

Honorarfonds Psychotherapie

(für übrige MGV-Leistungen von ausschließlich psychotherapeutisch tätigen Vertragsärzten und Vertragstherapeuten.)

0,9 Mio. €

77,212 %

Honorarfonds Nephrologie

(für Leistungen von Fachärzten für innere Medizin mit Schwerpunkt Nephrologie sowie entsprechender Institute bzw. Ärzte mit nephrologischem Schwerpunkt.)

0,2 Mio. €

100 %

RLV-/QZV-Leistungen zzgl. Vergütung für Überschreitungsleistungen

59,0 Mio. €

 

 

 

 

 

 

18.12.2014