Honorarverteilung im II. Quartal 2018

Grundlage zur Berechnung der Honorarverteilung in diesem Quartal war der am 9. März 2018 von der Vertreterversammlung beschlossene Honorarverteilungsmaßstab. Zur Berechnung der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung dienten die aktuellen Vertragsentwicklungen zwischen der AG der Krankenkassenverbände und der Kassenärztlichen Vereinigung.


Mit dem Quartal II/2018 erfolgte die Umsetzung der Laborreform. Der Honorarfonds Labor wurde gemäß den KBV-Vorgaben neu gebildet. Durch die Umstellung der Zugehörigkeit der Leistungen wird eine Vergütung von mindestens 89 Prozent garantiert, wobei die Laborgrundpauschalen (GOP 12210 und 12220 EBM) mit den Preisen der Euro-Gebührenordnung vergütet werden. Es ergibt sich nun folgende neue Aufteilung:

 

 

 

 

Von der neuen Umstellung ausgeschlossen sind Laboratoriumsuntersuchungen im Rahmen der Humangenetik (GOP 32860-32865, 32902, 32904, 32906, 32908, 32931, 32931, 32937, 32945 und 32946 EBM) sowie die Laborleistungen von Notfallkrankenhäusern.


Aufgrund der Laborreform wurden die Fallwerte im März aktualisiert und sind hier abrufbar.


Eckdaten der Berechnung

Insgesamt standen ca. 218,9 Mio. Euro für die Vergütung innerhalb der Morbiditätsbedingten Gesamtvergütung (MGV) zur Verfügung. Die vorgegebene Aufteilung auf die Honorarfonds ergab folgende Beträge:

 

BereicheHausärzteHausärzte
Morbiditätsbedingte Gesamtvergütung218,9 Mio. Euro

Honorarfonds Labor16,4 Mio. Euro

Honorarfonds ärztlicher Bereitschaftsdienst6,1 Mio. Euro
Honorarfonds Hausarzt / Facharzt96,6 Mio. Euro99,8 Mio. Euro
davon: haus- und fachärztliches Vergütungs -
volumen
96,6 Mio. Euro93,3 Mio. Euro
davon: Honorarfonds genetisches Labor2,0 Mio. Euro
davon: Honorarfonds PFG4,6 Mio. Euro

Durchschnittlich überschritten Hausärzte ihr RLV um ca. 6 Prozent, Fachärzte um ca. 22 Prozent.

 

Die das RLV/QZV überschreitenden Leistungsmengen wurden im hausärztlichen Versorgungsbereich mit dem vollen Orientierungspunktwert vergütet. Im fachärztlichen Versorgungsbereich wurden die überschreitenden Leistungsanteile mit einer Quote von 52,561 Prozent des jeweiligen Orientierungspunktwertes vergütet. Insgesamt forderten die Fachärzte RLV/QZV überschreitende Leistungsmengen i. H. v. 13,6 Mio. Euro an. Von den Krankenkassen standen für die Vergütung allerdings nur 7,1 Mio. Euro zur Verfügung. Somit konnten erbrachte Leistungen im Wert von 6,5 Mio. Euro nicht vergütet werden.

 

Insgesamt wurden in diesem Quartal weniger laboratoriumsmedizinische Untersuchungen abgerechnet. Die Leistungen wurden daher mit einer Quote von fast 95 Prozent vergütet.

 

In den folgenden Tabellen finden Sie Übersichten der versorgungsspezifischen Vergütungsvolumina:

 


Hausärztliches Vergütungsvolumen

Quartal II/2018

96,6 Mio. €

Quote

darunter:

 

 

Rückstellungen/Bereinigungen

3,9 Mio. €

 

Entnahme für den Strukturfonds

0,1 Mio. €

 

Entnahme für den Fremdkassenzahlungsausgleich (FKZ)

4,3 Mio. €

 

Stützung der zentralen Honorarfonds

-0,03 Mio. €

 

Leistungsbezogene Honorarfonds

5,0 Mio. €

 

  

Honorarfonds zur Vergütung der Kostenpauschalen des Kapitels 40 EBM

0,1 Mio. €

100 %

Honorarfonds zur Vergütung der Leistungen der Empfängnisregelung, Sterilisation und Schwangerschaftsabbrüchen (Sonstige Hilfen)
(Abschnitte 1.7.5 bis 1.7.7 EBM)

0,002 Mio. €

100 %

Honorarfonds zur Vergütung der als Auftragsleistung durchgeführten Langzeit-EKG-Auswertungen
(GOP 03241, 04241, 13253, 27323 EBM)

0,002 Mio. €

100 %

Honorarfonds Haus- und Heimbesuche

(GOP 01410, 01413 und 01415 EBM)

2,6 Mio. €

100 %

Honorarfonds für die geriatrische Versorgung
(Abschnitt 3.2.4 EBM)

1,4 Mio. €

48,792 %

Honorarfonds für kinderärztlich erbrachte Leistungen der Sozialpädiatrie
(Abschnitt 4.2.4 EBM)

0,2 Mio. €

75,142 %

Honorarfonds für ärztlich angeforderten Hilfeleistungen für Praxismitarbeiter
(Abschnitt 38.2 EBM)

0,06 Mio. €

100 %

Förderung der Weiterbehandlung akuter Behandlungsfälle

0,004 Mio. €

100 %

Honorarfonds zur Vergütung der eigenerbrachten Laborleistungen der Abschnitte 32.2 u. 32.3 EBM sowie von Laborgemeinschaften (Anforderung über Muster 10A) abgerechnete Laborleistungen 0,7 Mio. € 94,959 %

RLV-/QZV-Leistungen zzgl. Vergütung für Überschreitungsleistungen

83,3 Mio. €

 

 

 

Fachärztliches Vergütungsvolumen

Quartal II/2018

99,8 Mio. €

Quote

darunter:

 

 

Honorarfonds genetisches Labor (inkl. FKZ)

2,0 Mio. €

100 %

Honorarfonds PFG (inkl. FKZ)

4,6 Mio. €

100 %

Rückstellungen/Bereinigungen/Förderungen

0,4 Mio. €

 

Entnahme für den Strukturfonds

0,1 Mio. €

 

Entnahme für den Fremdkassenzahlungsausgleich (FKZ)

15,6 Mio. €

 

Stützung der zentralen Honorarfonds/PFG/Humangenetik

-0,2 Mio. €

 

Leistungsbezogene Honorarfonds

7,6 Mio. €

 

  

Honorarfonds zur Vergütung der Kostenpauschalen des Kapitels 40 EBM

1,6 Mio. €

100 %

Honorarfonds zur Vergütung der Leistungen des Kapitels 19 sowie der übrigen Leistungen der Fachärzte für Pathologie und Neuropathologie

1,5 Mio. €

83,730 %

Honorarfonds zur Vergütung der Leistungen der Empfängnisregelung, Sterilisation und Schwangerschaftsabbrüchen (Sonstige Hilfen) Abschnitte 1.7.5 bis 1.7.7 EBM

1,8 Mio. €

100 %

Honorarfonds zur Vergütung der als Auftragsleistung durchgeführten Langzeit-EKG-Auswertungen
(GOP 03241, 04241, 13253, 27323 EBM)

0,01 Mio. €

100 %

Honorarfonds Haus- und Heimbesuche

(GOP 01410, 01413 und 01415 EBM)

0,4 Mio. €

100 %

Honorarfonds für anästhesiologische Leistungen im Zusammenhang mit vertragszahnärztlicher Behandlung von Patienten mit eingeschränkter Kooperationsfähigkeit

0,03 Mio. €

100 %

Honorarfonds für ärztlich angeordnete Hilfeleistungen von Praxismitarbeitern (Abschnitt 38.2 EBM)

0,003 Mio. €

100 %

Honorarfonds „Strukturpauschale konservative Augenheilkunde“

1,2 Mio. €

55,266 %

Honorarfonds zur Förderung der Weiterbehandlung
akuter Behandlungsfälle

0,002 Mio. €

100 %

Honorarfonds zur Vergütung der eigenerbrachten Laborleistungen der Abschnitte 32.2 u. 32.3 EBM sowie von Laborgemeinschaften (Anforderung über Muster 10A) abgerechnete Laborleistungen 0,6 Mio. € 94,959 %
Vergütung der Laborgrundpauschale
(GOP 12210 und 12220 EBM)
0,4 Mio. Euro 100 %

Arztgruppenbezogene Honorarfonds

1,0 Mio. €

 

Honorarfonds Strahlentherapie

(übrige Leistungen von Fachärzten für Strahlentherapie)

0,04 Mio. €

76,819 %

Honorarfonds Laboratoriumsmedizin

(übrige Leistungen von Fachärzten für Laboratoriumsmedizin und von Fachwissenschaftlern)

0,02 Mio. €

76,819 %

Honorarfonds Sonstige Vertragsärzte

(Leistungen von Fachärzten für Humangenetik, Biochemie oder Klinische Pharmakologie und Toxikologie und der Vertragsärzte, für die kein RLV gem. § 11 HVM gebildet wird)

0,03 Mio. €

82,384 %

Honorarfonds Psychotherapie

(übrige MGV-Leistungen von ausschließlich psychotherapeutisch tätigen Vertragsärzten und Vertragstherapeuten)

0,7 Mio. €

76,819 %

Honorarfonds Nephrologie

(Leistungen von Fachärzten für innere Medizin mit Schwerpunkt Nephrologie sowie entsprechender Institute bzw. Ärzte mit nephrologischem Schwerpunkt)

0,2 Mio. €

76,819 %

RLV-/QZV-Leistungen zzgl. Vergütung für Überschreitungsleistungen

68,8 Mio. €

 

 

Außerhalb der MGV bzw. für Sonderverträge wurden Leistungen im Umfang von ca. 84,9 Mio. Euro vergütet. Folgende Tabelle gibt einen groben Überblick:

 

Leistungen außerhalb der MGV / Sonderverträge

Quartal II/2018

Gesamt

Leistungen des ambulanten Operierens

10,0 Mio. €

Präventionsleistungen

15,3 Mio. €

Strahlentherapie

4,4 Mio. €

Wegepauschalen

0,8 Mio. €

Antrags- und genehmigungspflichtige

Psychotherapeutische Leistungen/Probatorik

12,8 Mio. €

Nephrologische Leistungen

2,5 Mio. €

Dialysesachkosten

15,4 Mio. €

Zuschläge zur PFG

1,1 Mio. €

Medikationsplan (§ 29a BMV-Ä)

1,4 Mio. €

Nichtärztliche Praxisassistenten

1,1 Mio. €

DMP

9,5 Mio. €

Mammographie-Screening

1,8 Mio. €

Hausarztzentrierte Versorgung

0,3 Mio. €

Onkologie

1,1 Mio. €

Sozialpsychiatrie

0,8 Mio. €

Schutzimpfungen

1,7 Mio. €

weitere Sondervertrerträge / Leistungen außerhalb der MGV

5,0 Mio. €

 

Die folgende Grafik veranschaulicht die Entwicklung der Anzahl gesetzlich versicherter Brandenburger innerhalb eines Jahres. Demnach verzeichnen fast alle Kassenarten Zuwächse an Versicherten. Die Anzahl der Versicherten in den Bereichen der Landwirtschaftlichen Krankenkassen und der Knappschaft ist allerdings rückläufig. Im Ergebnis aller Krankenkassen ist die Anzahl der gesetzlich Krankenversicherten im Land Brandenburg um 1,06 Prozent gestiegen.

 

 

 

 

 

 

 

20.11.2018