Honorarverteilungsmaßstab geändert

Neuerungen gelten seit 1. April 2017

Die Vertreterversammlung der KVBB hat am 24. März 2017 Änderungen des Honorarverteilungsmaßstabes (HVM) beschlossen. Diese beziehen sich auf zwei Punkte, für die auf Bundesebene Neuerungen erfolgten.

 

Zum einen gelten mit Inkrafttreten der neuen Psychotherapie-Richtlinie zum 1. April 2017 die Vorgaben des § 75 Abs. 1a SGB V zur Terminvermittlung (Terminservicestelle) auch für die Psychotherapie. Details hierzu sind in der Anlage 28 zum Bundesmantelvertrag- Ärzte geregelt. Die Psychotherapeuten werden daher in die entsprechende Regelung des § 9 Abs. 2 HVM einbezogen.

 

Zum anderen wurde auf Bundesebene eine Anpassung des EBM für die Versorgung im Notfall und Bereitschaftsdienst vorgenommen. Hierzu hatte der ergänzte erweiterte Bewertungsausschuss in seiner 4. Sitzung Schweregradzuschläge und sogenannte Abklärungspauschalen (GOP 01205 und 01207) in den EBM implementiert. Letztere dokumentieren den begrenzten Versorgungsauftrag des Krankenhauses bzw. den auf das Vorliegen eines Notfalles eingeschränkten Versorgungsanspruch des Versicherten. Hiermit wird das Ziel verfolgt, die Notfallstrukturen zu entlasten und Patienten, die keine sofortige Behandlungsmaßnahme benötigen, in den vertragsärztlichen Praxen weiter zu versorgen.

 

Um eine Übernahme dieser Patienten aus der ambulanten Notfallversorgung in Krankenhäusern (Rettungsstellen) zu unterstützen, ist hierfür gemäß § 9 HVM ein Zuschlag zur weiteren ambulanten Behandlung vorgesehen. Um diesen zu erhalten, ist es notwendig, dass Sie ab dem II. Quartal 2017 in den betreffenden Fällen die Symbolnummer 90057 angeben.

 

Die Angabe der SNR 90057 setzt voraus, dass

  • der Versicherte sich am gleichen Tag oder am Vortag in einer Rettungsstelle im Land Brandenburg vorgestellt hat und dort nach der Abklärung der Behandlungsnotwendigkeit abgewiesen wurde (Gebührenordnungspositionen 01205 bzw. 01207 EBM).
  • • Eine Weiterbehandlung des Patienten im Rahmen Ihrer Sprechstundentätigkeit erfolgt ist.

 

Die Höhe der Förderung beträgt 10 Euro je Behandlungsfall.

 

Zudem ist gem. § 14 Abs. 1 HVM auf Antrag eine Berücksichtigung dieser Patienten bei der Fallzahlzuwachsbegrenzung (ohnehin ausgesetzt für Hausärzte) möglich. Die aktuell gültige Fassung des HVM finden Sie wie üblich unter der Rubrik Honorar

Gleichfalls sind dort die RLV-/QZVFallwerte und die durchschnittlichen Fallzahlen für das II. Quartal 2017 zu finden.

 

 

13.04.2017