Neubewertung und Nachvergütung psychotherapeutischer Leistungen

Der Bewertungsausschuss hat Mitte April 2019 aufgrund der Urteile des Bundessozialgerichts zur angemessenen Vergütung psychotherapeutischer Behandlungen im letzten Jahr rückwirkend bis zum Jahr 2009 die stufenweise Anhebung der Bewertungen für diverse EBM-Gebührenordnungspositionen sowie der Strukturzuschläge in verschiedenen Zeiträumen beschlossen. Die Nachzahlungen finanzieren für 2009 bis 2012 die KVen, ab dem Jahr 2013 durch zusätzliche Mittel die Krankenkassen.

 

Die Höherbewertung schließt auch die psychotherapeutische Sprechstunde und Akutbehandlung rückwirkend ab 1. April 2017 sowie die Bewertung neuropsychologischer Behandlung der GOP 30932 (Einzeltherapie) und 30933 (Gruppentherapie) rückwirkend zum 1. Januar 2019 ein. Details der Beschlüsse können Sie hier nachlesen.

 

WICHTIG: Der Bewertungsausschuss hat verbindlich vorgegeben, dass Nachvergütungen „nur für Vertragsärzte und -psychotherapeuten zu leisten sind, deren Honorarbescheide für die jeweiligen Quartale noch nicht bestandskräftig sind.“ Ein Nachvergütungsanspruch besteht also nur, wenn Sie fristgemäß Widerspruch bzw. Klage gegen die jeweiligen Honorarbescheide erhoben haben.

 

Die Umsetzung der Vergütungsanhebungen nehmen wir wie folgt vor:

  • ab dem Honorarbescheidsquartal 1/2019 (Versand: 25. Juli 2019) durch reguläre Anwendung des Beschlusses
  • für das Quartal 4/2018 durch Nachvergütungen für alle psychotherapeutischen Praxen
  • für die Quartale 1/2009 bis 3/2018 durch Nachvergütungen für alle psychotherapeutischen Praxen mit nicht bestandskräftigen Honorarbescheiden

Die Höhe der Nachvergütungen werden wir chronologisch in Etappen individuell berechnen. Über das Ergebnis informieren wir Sie schriftlich. Unser Ziel ist es, die ersten Nachvergütungen mit dem Honorarbescheid des Quartals 2/2019 (Ende Oktober 2019) umzusetzen.

 

 

 

 

 

17.06.2019