Neue Testkriterien des RKI und Anpassungen zur GOP 32816

Das Robert-Koch-Institut veröffentlichte mit dem Stand vom 06.05.2020 neue Kriterien, für die Testung von COVID-19 Verdachtsfällen.

 

Als Untersuchungsindikation für eine Testung auf COVID-19 ist nun auch möglich, wenn der Patient akute respiratorische Symptome jeder Schwere und/oder Verlust von Geruchs-/ Geschmackssinn hat. Diese Kriterien gelten auch bei Patienten, bei denen keine Risikofaktoren vorliegen.

 

Weitere Testkriterien sind:

  • Kontakt zu bestätigtem COVID-19 Fall bis max. 14 Tage vor Erkrankungsbeginn und jegliche mit COVID-19 vereinbare Symptome
  • Klinische und radiologische Hinweise auf eine virale Pneumonie und Zusammenhang mit einer Häufung von Pneumonien in Pflegeeinrichtung/Krankenhaus

Bei beiden Testkriterien handelt es sich um meldepflichtige Verdachtsfälle.

 

Rückwirkende Anpassung GOP 32816 zum 1. Februar 2020

Die Voraussetzung für die Abrechnung der GOP 32816 für den Nukleinsäurenachweis des beta-Coronavirus SARS-CoV-2 ist, dass der Befund innerhalb von 24 Stunden mitgeteilt wird. Diese Regelung wurde nun durch den Bewertungsausschuss, rückwirkend zum 1. Februar 2020, als Soll-Regelung festgelegt.

 

Anpassung der GOP 32816 zum 1. Mai 2020

Durch die Entwicklung in der Diagnostik von SARS-CoV-2, wird die Leistungslegende der GOP 32816 zum 1. Mai 2020 angepasst. Durch die Streichung „mittels RT-PCR“ sind ab dato auch andere Nukleinsäure-Amplifikationsverfahren abrechnungsfähig.


Um die GOP 32816 abrechnen zu dürfen, sind Fachärzte für Laboriumsmedizin, Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie, darüber hinaus verpflichtet an Maßnahmen zur externen Qualitätssicherung teilzunehmen.

 

11.05.2020