Neuer Rheuma-Arzneimittelmanagement-Vertrag mit BARMER

Biosimilars sind aus vielen Behandlungsprozessen nicht mehr wegzudenken. Um deren indikationsgerechten Einsatz zu fördern, wurde mit der BARMER ein entsprechender Vertrag geschlossen. Dieser verfolgt die Zielstellung, Rheuma-Patienten über die arzneimittelgestützten Therapiemöglichkeiten aufzuklären und ggf. eine Neueinstellung bzw. Umstellung auf ein Biosimilar durchzuführen.

 

Teilnahmeberechtigt sind Fachärzte für Innere Medizin und Rheumatologie, die jährlich 20 CME-Punkte nachweisen (davon 15 in Diagnose und der nichtoperativen Therapie chronisch entzündlicher Rheumaerkrankungen) und ihre Teilnahme gegenüber der KVBB erklären.

 

BARMER-Patienten, die an entzündlichen Rheumaerkrankungen (L40.5, M05.-, M06.-, M07.-, M08.-, M09.-, M45.-, M46.-) leiden, werden im Rahmen des Vertrages umfassend über das Krankheitsbild aufgeklärt. Unter Berücksichtigung der Therapieziele und therapeutisch-medizinischer Aspekte inkl. möglicher Neben- und Wechselwirkungen der Medikamente ist zu prüfen, inwieweit die Möglichkeit einer Neueinstellung bzw. Umstellung auf ein Biosimilar besteht. Daneben können Informationsmaterialien (z. B. Merkblätter der DGRh) an die Patienten ausgehändigt oder das RABBIT-Register zur Dokumentation verwendet werden. Zu den weiteren Aufgaben der Ärzte im Rahmen des Vertrages zählen die Vereinbarung von Wiedervorstellungsterminen und die Abstimmung der Medikation mit dem Hausarzt.

 

Für die Durchführung dieser Aufgaben erhält der teilnehmende Arzt für einen Zeitraum von vier Quartalen eine Strukturpauschale. Diese beträgt im ersten Quartal 40 Euro (SNR 93620) sowie in den drei Folgequartalen jeweils 20 Euro (SNR 93621) je Behandlungsfall.

 

Die Teilnahmeerklärung sowie den Vertragstext finden Sie im geschützten Bereich auf der Homepage der KVBB in der Rubrik Praxis unter Verträge und Recht.

 

 

30.10.2019