Parameter der Honorarverteilung I/2013

Seit Ende Oktober stehen die verspätet vereinbarten Bundesvorgaben für die Verhandlungen zur Gesamtvergütung für das Jahr 2013 auf Landesebene in Grundzügen fest. Die entsprechenden sich anschließenden Verhandlungen auf Landesebene mit den Kassen sind jedoch noch nicht abgeschlossen. Daher stehen die RLV/QZV Fallwerte für das I. Quartal 2013 noch unter dem Vorbehalt der gesamtvertraglichen Regelungen und beinhalten lediglich einen Mindestansatz von Steigerungen. Diese können eine anwachsende Morbidität, die sich vor allem in einer erhöhten fachärztlichen Inanspruchnahme manifestiert, derzeit nicht kompensieren, so dass das Fallwertniveau hier überwiegend in etwa auf dem Stand des Quartals I/2012 stagniert. Im Hausarztbereich ist hingegen ein Anstieg der Fallwerte erzielbar.


Der Honorarverteilungsmaßstab (HVM) gilt ab dem III. Quartal 2012 in unveränderter Form. Er beinhaltet für das 1. Halbjahr 2013 bereits die Fortentwicklung des Basiszeitraumes: des 1. Halbjahres 2012. Entsprechend der sich verändernden Rahmenbedingungen werden jedoch spätere Auslegungen bzw. Anpassungen zur Honorarverteilung erforderlich sein.


So sind gegenwärtig noch QZV-Fallwerte für die antragspflichtige Psychotherapie  ausgewiesen. Den auf Bundesebene durch den Bewertungsausschuss getroffenen Empfehlungen zur Vergütung der antragspflichtigen psychotherapeutischen Leistungen sowie der probatorischen Sitzungen für die Arztgruppen gem. §87b Abs. 2 Satz 3 SGB V außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung (MGV) soll jedoch auch auf Landesebene entsprochen werden.


Sobald die Verhandlungen auf Landesebene abgeschlossen sind, entfallen die entsprechenden QZV und die Leistungen der antragspflichtigen Psychotherapie außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung werden zum vollen Preis der Euro-Gebührenordnung vergütet.


Entsprechend der KBV-Vorgabe wird sich auch die Berechnung der Vergütungsquote für laboratoriumsmedizinische Leistungen ändern. Die Quote gilt künftig halbjahresbezogen. Für das erste Halbjahr 2013 beträgt sie bundeseinheitlich 89,18 Prozent. Die Bruttoreferenzfallwerte (vor Quotierung) für Speziallaborleistungen der Fachgruppe Urologie werden entsprechend der regionalen Öffnungsklausel für Brandenburg von 4 Euro auf 5,50 Euro angehoben. In allen von dieser Thematik betroffenen Arztgruppen sind individuelle Entscheidungen im Widerspruchsverfahren möglich.

21.12.2012