Podologische Behandlung – Erweiterung der Verordnungsmöglichkeiten

Ärzte können ab 1. Juli 2020 auch für Patienten mit weiteren krankhaften Schädigungen am Fuß eine Podologie verordnen. Bislang war dies nur beim diabetischen Fußsyndrom möglich. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat zwei neue Diagnosegruppen in den Heilmittelkatalog aufgenommen:

 

NF      krankhafte Schädigung am Fuß als Folge einer sensiblen oder sensomotorischen Neuropathie und
QF krankhafte Schädigung am Fuß als Folge eines Querschnittsyndroms (komplett oder inkomplett).

 

Nach wie vor gilt, dass die podologische  Behandlung nur im Wagner-Stadium 0 zulässig ist. Die Regelungen zur ärztlichen Diagnostik sind in § 29 der Heilmittel-Richtlinie erläutert. Vor der ersten Verordnung müssen ein dermatologischer und ein neurologischer Befund erhoben werden. Der verordnende Arzt kann hierfür auch entsprechende Fremdbefunde heranziehen. Bei den beiden neuen Diagnosegruppen ist zusätzlich der Nachweis einer autonomen Schädigung, wie Hauttrockenheit oder Veränderung des Haarwachstums, erforderlich.

 

G-BA-Beschluss

08.06.2020