Regelung zur Fallzahlzuwachsbegrenzung

Ab dem Quartal 3/2012 erfolgt die Berechnung der Regelleistungs- und Qualifikationsgebundenen Zusatzvolumina auf Basis der individuellen Fallzahlen des aktuellen Abrechnungsquartals.

 

Das hat zur Folge, dass eine Fallzahlsteigerung Ihr Regelleistungsvolumen erhöht. Eine Begrenzung kann jedoch über die Fallzahlzuwachsbegrenzung in Höhe von maximal 105 Prozent der betreffenden Vorjahresquartalsfallzahl auf die zugrunde zu legende Fallzahl des Abrechnungsquartals erfolgen. Diese Fallzahlzuwachsbegrenzung findet bei folgenden Fallgestaltungen nicht statt:

  • Aus Gründen der Sicherstellung derzeit in den Regionen:

    • Für die Arztgruppe Hausärzte: Guben, Schwedt/Oder, Bad Freienwalde, Finsterwalde, Forst, Kyritz, Lauchhammer- Schwarzheide, Pritzwalk-Wittstock/Dosse und Spremberg
    • Für die Arztgruppe Frauenheilkunde: Lauchhammer- Schwarzheide
    • Für die Arztgruppe Kinderheilkunde: Spremberg, Eisenhüttenstadt und Pritzwalk- Wittstock/Dosse

  • Ihre Fallzahl im Abrechnungsquartal überschreitet 105 Prozent
    der durchschnittlichen Fallzahl Ihrer Arztgruppe nicht.
  • Bei Tätigkeit in BAG, 311er Einrichtungen,
    MVZ und Praxen mit angestellten Ärzten, wenn sich insgesamt keine Fallzahlsteigerung im Abrechnungsquartal von mehr als 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal bei unveränderter Tätigkeitskonstellation ergibt. In all diesen Fällen bedarf es keines

Antrages. Sind Sie dennoch von der Fallzahlzuwachsbegrenzung betroffen und ist Ihre Fallzahlsteigerung durch eine Praxisbesonderheit begründet, so bedarf es weiterhin eines Antrages zur Aussetzung dieser bzw. zur Anerkennung der Praxisbesonderheit (siehe HVM § 16).

 

Wesentliche Voraussetzung jeder Anerkennung einer Praxisbesonderheit ist das Vorliegen einer außergewöhnlich starken Erhöhung der Fallzahl im Vergleich zum Vorjahresquartal. Sie dient als Erheblichkeitskriterium und muss mehr als 10 Prozent der durchschnittlichen Fallzahl der jeweiligen Arztgruppe betragen.

 

Weiterhin muss eine der vier typisierten Praxisbesonderheiten nach § 16 Abs. 1 a) – d) HVM im jeweiligen Antragsquartal vorliegen:

  • Urlaubs- und/oder Krankheitsvertretung eines Arztes der gleichen Arztgruppe in der näheren Umgebung
  • Beendigung der Zulassung oder Tätigkeit eines Arztes der gleichen Arztgruppe in der eigenen BAG oder der näheren Umgebung ohne Nachbesetzung
  • ein außergewöhnlicher und/oder unverschuldeter Grund, der zu einer niedrigeren Fallzahl im Vergleichsquartal geführt hat
  • Eröffnung einer Zweigpraxis binnen der letzten 4 Abrechnungsquartale

Die genauen Voraussetzungen und entsprechenden Rechtsfolgen sind im HVM geregelt. Diesen finden Sie auf unserer Homepage
http://www.kvbb.de/praxis/honorar.

 

21.01.2013