RLV-Fallwerte für das III. Quartal 2011

Für das III. Quartal 2011 sind regionale und bundesweite Änderungen in der Honorarverteilung wirksam geworden, auf die in den individuellen Zuweisungsbescheiden detailliert eingegangen wird.

Zwei wesentliche Änderungen sind die Kooperationsaufschläge in Berufsausübungsgemeinschaften, die als bundesweite Vorgaben des Bewertungsausschusses zwingend umzusetzen waren, und die Regelungen zur Fallzahlzuwachsbegrenzung. .

Letztere wurde als Steuerungsmöglichkeit vom Bewertungsausschuss vorgesehen, um bei begrenztem Finanzvolumen und steigenden Fallzahlen weiterhin konstante Fallwerte und somit eine möglichst adäquate Vergütung pro Patient zu gewährleisten.

Die KV Brandenburg hat diese Option genutzt. Das führt zusammen mit den gegenüber dem Vorjahr relativ konstanten Fallzahlen im Facharztbereich dazu, dass die Steigerungen der Morbiditätsbedingten Gesamtvergütung im Jahr 2011 nun auch im Fallwert sichtbar werden. Ob dieses Fallwertniveau allerdings mit der für das Jahr 2012 vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Steigerungsrate gehalten werden kann, ist nicht sicher.

Die unterschiedliche Entwicklung der Fallwerte in den einzelnen Arztgruppen ist hauptsächlich auf die Neuregelung der Kooperationsaufschläge für Berufsausübungsgemeinschaften zurückzuführen. Ein weiterer Grund ist der neue Basiszeitraum für die Berechnung (2. Halbjahr 2010). Hierbei sind vor allem die Erhöhung der pädiatrischen Versichertenpauschalen für Versicherte bis zum vollendeten 5. Lebensjahr im EBM für die Kinderheilkunde und die Ausgliederung der Gesprächsleistungen aus den neurologischen Grundpauschalen zu nennen.

Fallwerte und Durchschnittsfallzahlen für III/2011

30.05.2011